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Frühjahrsputz macht glücklich

Kategorie: Gesundheit, Gute Nachrichten am Freitag, 9. März 2012 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Höchste Zeit, um den Winter einfach wegzuwischen und sich auf den Frühling zu freuen. Denn durch klare Scheiben scheint die Sonne gleich viel intensiver und in staubfreien Zimmern atmetet es sich einfach leichter. Und wer Altes ausmistet, schafft Platz für Neues und befreit sich von unnötigem Ballast. Ob Fliesen schrubben oder Böden wienern: Wer sich körperlich anstrengt, verbraucht nicht nur Kalorien. Forscher haben herausgefunden, dass Hausarbeit, bei der man so richtig ins Schwitzen kommt, auch Niedergeschlagenheit und Stress vertreibt. Also: Lieblingsmusik starten und los geht’s! (Inspiriert von alverde Magazin März 2012)

Wanja und die wilden Hunde

Kategorie: Gelesen, Gesellschaft, Kultur, Mensch & Tier, Reisen am Sonntag, 26. Februar 2012 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Über 10 freilebende Hunde und 86 Bauern am Ende der WeltWow! Ich habe soeben ein grandioses Buch zu Ende gelesen: “Wanja und die wilden Hunde” von Maike Maja Nowak. Wovon dieses Buch handelt? Die Autorin geht in ihrem Buch zurück in die Zeit zwischen 1991 und 1997 – in eine Zeit, die sie im russischen Dorf Lipowka verbrachte. Hier lebte sie mit den dortigen Bauern fast abgeschnitten von der Welt. Und doch tat sich dort für die Autorin ein wahres Universum auf – voll von Einfachheit, Herzenswärme und Nähe. Wanja macht den Anfang und nach und nach finden sich neun weitere Hunde an Majas Seite ein. Die Hunde ebenso wie die russischen Bauern erobern ihr Herz und werden zu wahren Lehrmeistern für ihr weiteres Leben. In faszinierender Art und Weise beschreibt Maja Nowak das wunderbare Zusammenspiel von Hunden und Menschen an einem einzigartigen Ort. Sie lebt heute in Berlin, studierte Hundepsychologie und Verhaltenstherapie für Hunde. In ihrem Dog-Institut in Berlin wendet Maja das an, was sie von Wanja und ihren anderen russischen Hunden gelernt hat. Und dabei handelt es sich nicht um herkömmliche, moderne Hundeerziehungsmethoden, sondern um eine natürliche, hund- und artgerechte Kommunikation. Maja Nowak lässt Hunde Hunde sein und bedient sich der ihnen  eigenen “Sprache”. Das Ergebnis: eine harmonische, liebevolle Beziehung zwischen Hund und Mensch. Wer dieses Buch zur Hand nimmt, wird es vermutlich  – so wie ich – nicht wieder aus der Hand legen, ehe er es zu Ende gelesen hat. Ein Lieblingsbuch für alle, die ihre Hunde und das Leben lieben, für alle, die auf der Suche nach einem spannenden Abenteuer sind und für all jene, die ihrem Hund tief in die Seele blicken wollen … Lesen Sie los!

DJ Wika rockt mit 73

Kategorie: Gesellschaft am Samstag, 21. Januar 2012 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Wika Szmyt ist eine 73jährige polnische Rentnerin und könnte in ihrer Wohnung sitzen und stricken. Tut sie aber nicht. Sie könnte sich auch engagieren und Kindern vorlesen. Das tut sie aber auch nicht. Sie hat sich für etwas ganz anderes entschieden und legt als DJ Wika 3 x die Woche in einem Warschauer Club auf. Ihr Publikum ist zwar auch schon etwas älter, lässt sich aber mit Samba- und Discosounds ordentlich einheizen. Für Wika ist das, was sie tut, auch eine Form von sozialem Engagement. Schließlich sei es doch toll, wenn man tanze und nicht an Grabbepflanzung denke. Chapeau Wika Szmyt! Das nenne ich Lebensfreude! (Inspiriert von Kölner Stadt-Anzeiger MAGAZIN Nr. 12)

Tokio: Alles Öko

Kategorie: Gesellschaft, Gute Nachrichten am Freitag, 20. Januar 2012 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Tokio hat den Ökotrend für sich entdeckt. Vor allem Künstler setzen das neue Bewusstsein kreativ um. Alles Öko heißt das Motto beim Treasured Trash-Projekt (www.treasured-trash.org), an dem u. a. Fumiko Ikeda (Maru-yama Bldg. 2F, 1-16-1 Ebisu Nishi | Shibuya-ku | www.giftlab.jp) beteiligt ist. Installationen wie z.B. Altpapier-Teddys, die zu einem Berg aufgetürmt wurden, sorgen für Aufsehen. Auch auf der international renommierten Kunstmesse DesignTide (10-2 Kasumigaoka-cho | Shinjuku-ku | www.designtide.jp) rückt der Ökoaspekt immer mehr in den Fokus. Die Betreiber vergeben mittlerweile auch einen Eco-Award.

Ein letztes Gnadenbrot

Kategorie: Gelesen, Gesehen, Kultur, Mensch & Tier am Sonntag, 15. Januar 2012 von Christine Reichmann1 Kommentar

Wie fast jeden Sonntag lese ich zum ausgedehnten Frühstück die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Heute haben mich gleich auf der Titelseite vier unglaublich, schöne, ästhetische Schwarz-Weiß-Fotos und der dazugehörige Text gefangen genommen: “Ein letztes Gnadenbrot. Auch Tiere werden älter: Und manche dürfen leben, bis der Tod von selbst kommt.”

Natürlich musste ich gleich auf die Seite 56 weiterblättern und den dazugehörigen doppelseitigen Artikel lesen. Aber was mich viel mehr berührt, sind die faszinierenden Bilder, die die amerikanische Fotografin Isa Leshko von greisen Hunden, Schafen, Pferden, Schweinen und vielen anderen Tieren gemacht hat. Die Fotografin hat es geschafft, mit diesen Bildern etwas ganz Besonderes einzufangen, das ich kaum mit Worten beschreiben kann … Für mich sind es Würde und Weisheit der Tiere, die mich tief ins Herz getroffen haben – ob es nun der müde Blick eines zwölf Jahre alten Finnschafes ist oder – mein Liebling – der wissende Blick von Handsome One, einem 33jährigen Vollblutpferdes.

Absolutely in love

Die Fotografin Isa Leshko hat viele der von ihr fotografierten Veteranen persönlich kennengelernt. Für ihr Fotoprojekt “Elderly Animals” reist sie kreuz und quer durch Nordamerika, einen Trip nach Europa hat sie noch geplant. Den Anstoß zu diesem einzigartigen Projekt gab die Alzheimer-Erkrankung ihrer Mutter. Das sei ein Weg gewesen, mit ihrer eigenen Angst vor dem Altwerden und vor der Krankheit umzugehen. “Manche von diesen Tieren brechen dir das Herz”, sagt Leshko. Zum Beispiel ein mit sechs Jahren uralter Truthahn in einem Sanctuary in Kalifornien. “Absolutely in love” sei sie mit diesem Vogel. Andere wiederum hätten so etwas wie Stärke und Würde ausgestrahlt.

Ich verstehe, was Isa damit meint. Denn um mich herum tapst gerade meine betagte Hundedame Emmy und wenn ich in ihre wunderschönen braunen Hundeaugen schaue, ist es diese besondere Magie, die mich gefangen nimmt …

Die Webseite von Isa finden Sie unter www.elderlyanimals.com. Dort sehen Sie nicht nur ihre traumhaften, berührenden Fotos, sondern auch ein ebenso gefühliges Making Of.

(Inspiriert von “Altern ist nichts für Feiglinge”, Frankfurter Allgmeine Sonntagszeitung, 15. Januar 2012, Nr. 2)


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