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Papa, wann sind wir da?

Kategorie: Gesellschaft, Reisen am Mittwoch, 15. Juli 2009 von Gast2 Kommentare

Von Rolf Henniges; Fotos: Jörg Künstle, Markus Schmidt

Das Abenteuer des vierjährigen Paul, der mit seinem Vater per Motorrad Deutschland durchquert. Eine Roadstory.

On the road ...

On the road ...

Es ist 14 Uhr an ein Montagnachmittag im August. Der Himmel sieht aus, als sei er vom Grund eines Flusses herauf gespült worden. In die schwüle Hitze der letzten Tage schiebt sich zitroniger Regengeruch. Pauls Kopf wankt zwischen meinen Armen, nur zögerlich antwortet er auf meine Fragen. Sein Helm schlägt leicht auf den Lenker, ich lenke sofort rechts ran. Mein Traum vom grenzenlosen Abenteuer, wie es nur Vater und Sohn erleben können, scheint zu zerplatzen wie eine Seifenblase. Vier Stunden sind wir jetzt unterwegs, haben sechs Pausen gemacht, gerade mal 50 Kilometer abgespult. Und nun ist er während der Fahrt fast eingeschlafen.

„He, Paul, alles klar? Geht’s dir gut?“

„Bin müde“ kommt es schleppend aus der Gegensprechanlage, „und hab‘ Hunger.“

Ich steuere die nächste Hofeinfahrt an. Vor einer Schlosserei steht ein Arbeiter. Schwarze, schwielige Hände, blaue Latzhose, Schnürstiefel. Er schaut wie die meisten Menschen, denen wir in den letzten Stunden begegnet sind. Erstaunt und neugierig.

„Hallo, wir suchen eine Bank zum Sitzen, am besten überdacht, es wird bestimmt gleich regnen.“

„Na, wen haben wir denn da? Bist du nicht zu klein zum Motorradfahren?“

Wieder einmal weiß ich nicht wer gemeint ist, bin schließlich auch nur 1,67 Meter. Wir grinsen. Metallbauer Thomas Frühwirth leitet einen Vier-Mann-Betrieb, er hat zwei Kinder in Pauls Alter und bittet uns in seine Halle. Reicht uns Saft, Kaffee, Äpfel und einen riesigen Schokoriegel, den wir teilen. Im Gegenzug beschreiben wir unsere Reise.

Papa und Sohn

Ein Herz und eine Seele.

Die Idee zu diesem Trip kam mir im Frühjahr, als die Medien über einen Weltrekord berichteten: Ein kleines Honda-Motorrad hatte sich über 60 Millionen mal rund um die Erde verkauft und war nun auch in Deutschland zu haben. Diese kleine 125er mit dem Namen Innova kannte ich aus Asien. Sie ist wie kaum ein anderes motorisiertes Zweirad dafür prädestiniert, ein Kind zu transportieren. Die Maschine sollte unser Reisebegleiter werden. Ziel: Wir wollen bei meiner Mutter die beste Suppe der Welt essen und ein gemeinsames Wochenende verbringen. 437 Kilometer, rund vier Stunden Fahrt, sind es bis zu ihr über die Autobahn. Die scheidet jedoch aus – zu gefährlich. Wir werden ausschließlich Nebenstraßen befahren, haben dafür fünf Tage Zeit eingeplant.

„Sieht sehr professionell aus, wie ihr beide so da sitzt“, sagt Frühwirth, „runterfallen kann der Kleine jedenfalls nicht.“

Nein, kann er nicht. Paul sitzt bequem auf der Bank zwischen meinen Beinen und Armen, kann sich am Lenker abstützen, seine Füße ruhen sicher auf einer Plattform, die ich extra dafür angefertigt habe. Seitliches Wegrutschen unmöglich. Hinzu kommt, dass es ihm im Gegensatz zu Kindern, die hinter dem Fahrer sitzen würden und weiter nichts als dessen Rücken sehen, nicht langweilig wird.

„Ihr könnt hier schlafen“, offeriert Frühwirth, doch ich winke ab. Wenn wir in diesem Tempo vorankommen, brauchen wir zehn Tage. Auch Paul möchte weiter zur Oma, ist nun putzmunter, aufgeweckt und gestärkt. Fünf Minuten später sind wir wieder on the road. Ein Motorradfahrer kommt uns entgegen, grüßt. Ich erkläre Paul, dass Biker sich einander zuwinken. Keine Zehn Minuten später überholt uns ein anderes Motorrad.

„He“, ruft Paul, „der hat überhaupt nicht gegrüßt. Überhol ihn, dann schimpfen wir!“

Der Topspeed unserer Maschine liegt mit dickem Gepäck bei rund 80 km/h.

Unter dichten Wolkenbänken bahnen wir uns den Weg Richtung Norden. Am Lenker habe ich ein Navigationssystem montiert, das uns über kleinste Wege lotst. Maisfelder, Wälder und Weiden rauschen vorbei. Kühe stehen gedrängt beieinander.

„Papa, warum stehen die so dicht, machen die Kuh-Party, soll ich mal hupen?“

„Nein, erschrick sie nicht. Denen ist kalt, die drängen sich eng zusammen um sich zu wärmen.“

„Und die Kuh in der Mitte? Schwitzt die nicht zu stark und fällt dann tot um?“

Überall gibt es etwas Neues zu entdecken.

Überall gibt es etwas Neues zu entdecken.

Ich schmunzle viel an diesem ersten Reisetag. Und freue mich arg, dass wir noch eine ganze Woche miteinander verbringen können. Gegen 16 Uhr setzt starker Regen ein. Paul bleibt tapfer, nölt nicht, quengelt nicht. Ist vergnügt und freut sich darauf, mit mir ein Bett zu teilen, Kissenschlacht, Gute-Nacht-Story, Nähe. Doch es ist Montag, viele Gasthäuser haben geschlossen. Wir kämpfen uns durch schweren Regen bis Sinsheim, nehmen ein Doppelzimmer.

Wenig später liegt mein Sohn neben mir, schnarcht leise. Ich weide mich an dem Anblick. Paul ist zwar Trennungskind, doch glücklicherweise verbringen wir viel Zeit miteinander. Eine Zeit, in der er mir stets vor Augen führt, wie wertvoll Jugend ist. Die Hast des Lebens und Stress sind ihm noch fremd. Sein Hirn ist wie eine leere Festplatte, auf die man durch Taten und Weisungen ein Lebensprogramm installiert. Viel von seiner Unbedarftheit resultiert aus fehlendem Zeitgefühl. Das überträgt sich jedes Mal auf mich.

Nächster Morgen: Pauls Augen sind größer als der Hunger. Alles, was er schon mal gesehen hat, schleppt er vom riesigen Frühstücksbuffett auf seinen Teller.

„Paul, das ist viel zu viel. Das isst du nie.“

„Papa, ich esse das! Soll doch gutes Wetter werden.“

„Schaffst du nicht.“

„Doch!“

Gleich nach unserem Start regnet es in  Strömen.

„Paul, ist dir kalt?“

„Nein. Papa, wann sind wir da?“

Rund 130 Kilometer haben wir am ersten Fahrtag zurückgelegt. Heute, bei diesem Regen, auf diesen Pfaden, werden es kaum so viele werden.

„Bald, Paul. Du musst nur noch drei Mal schlafen.“

Über ein Funksystem in den Helmen können wir während der Fahrt problemlos kommunizieren. Viele Aufgaben haben wir aufgeteilt. Blinken beispielsweise. Ich mache den Blinker an, Paul ihn wieder aus. Das funktioniert prima. Vier Stunden sind vergangen – sieben Pausen, 60 Kilometer. Paul ist aufgeregt.

„Papa, der Blinker geht nicht mehr aus. Es blinkt immer noch.“

„Das ist nicht der Blinker. Das ist die Benzinkontrolle.“

„Was macht die denn?“

„Die sagt, dass wir bald kein Benzin mehr haben.“

„Und, was passiert dann?“

„Wenn wir kein Benzin mehr haben, bleiben wir liegen.“

„Das will ich nicht, Papa. Ich will nicht hinfallen.“

„Hinfallen? Wer sagt denn, dass wir fallen?“

„Aber wir müssen doch erst hinfallen, wenn wir liegenbleiben wollen, oder?“

"Papa, lass mich auch mal fahren!"

"Papa, lass mich auch mal fahren!"

Wir schlängeln uns durch den Odenwald, durchs Finsterbachtal bis Neckarhäuserhof. Weiter am Brombachstausee entlang. Durch Orte, von denen ich nie im Leben gehört habe, über Strecken, die kaum von Waldpfaden zu unterscheiden sind. Und auf denen Paul krude Ideen bekommt.

„Papa, lass mich auch mal fahren.“

Wir haben beide stets unsere Hände nebeneinander am Lenker, aber loslassen möchte ich nun wirklich nicht.

„Nein, du bist noch zu kein. Außerdem: Wenn du allein fährst, und das die Polizei sieht, dann nehmen sie mir den Führerschein weg. Und das willst du doch sicher nicht, oder?“

„Was macht denn so ein Führerschein, Papa?“

„Das ist ein Stück Papier, auf dem geschrieben steht, dass ich fahren darf.“

„Macht nichts. Dann sage ich der Stefanie aus dem Kindergarten dass sie dir ein neues schreibt.“

„Nein. Die Polizei schreibt die Erlaubnis. Und wenn man nicht artig ist, dann nehmen sie die wieder weg. Dann darf man nicht mehr fahren.“

Das beschäftigt ihn eine Weile. Wie hätte ich das anders erklären sollen?

Kurz vor Traisa bei Darmstadt kommt uns ein Polizeiwagen entgegen. Paul zuckt zusammen, ist mucksmäuschenstill. Der Wagen passiert uns, neugierig schauen die Beamten herüber.

„Die haben euch nicht angehalten, vielleicht mal gefragt, woher ihr kommt, wohin ihr fahrt?“ will mein Freund Markus wissen, bei dem wir an diesem Abend übernachten.

„Papa hat einen Führerschein dafür“, antwortet Paul. Wir lachen und ich kläre Markus auf: Die deutsche Gesetzgebung schreibt für den Motorradsozius folgende Regeln vor: Eine Altersbeschränkung existiert nicht. Er muss lediglich einen geeigneten Schutzhelm tragen, mit den Füßen festen Halt haben und motorisch in der Lage sein, den Bewegungen des Fahrzeugs zu folgen. Und das ist Paul, keine Frage. Er ist ein Bewegungstalent, beherrscht mit vier schon etliche Tricks auf dem Fahrrad. Ich bin mir sicher, wenn ich ihm den Lenker überlassen würde…

Boxenstopp

Boxenstopp

11 Uhr, dritter Reisetag. Der Himmel hat die Farbe von Paul Newmans Augen, es weht ein scharfer, eisiger Wind aus Nordwest. Seit dem ersten Fahrtag hat Paul nie wieder Anzeichen von Müdigkeit gezeigt. Wir haben die Anzahl der Zwischenstopps verdoppelt, halten praktisch alle 20 Minuten an. Pausen, in denen wir Ball spielen, die Umgebung erkunden oder schreiben und malen üben. Gerade rasten wir an einem Kindergarten im Rodgau. Paul hat das Klettergerüst gesehen und möchte unbedingt turnen. Er läuft auf den Hof, bekommt sofort Kontakt zu anderen Kindern, muss ihnen wegen unseres Motorrads Rede und Antwort stehen. Drei Erzieherinnen stehen in der Ecke und schauen misstrauisch wie Eskimos, denen man einen Witz auf lateinisch erzählt.

Eine Stunde später sind wir wieder on the road, überqueren den Main bei Hanau. Ein Frachter mit mächtig Tiefgang schleppt sich im Wasser lang. Paul will unbedingt näher ran, ihn beobachten. Wir biegen auf einen Feldweg, pressen uns an zwei Schranken vorbei und stehen direkt am Main, nur zwanzig Meter entfernt von den Schiffen, die wir beobachten. Auf dem Rückweg zur Straße stellt sich uns ein Beamter der Wasserschutzpolizei in den Weg. Wieder ist Paul mucksmäuschenstill.

„Darf ich fragen, was Sie hier machen?“

„Mein Sohn wollte die Schiffe sehen“, antworte ich wahrheitsgemäß.

„Papa hat einen Führerschein dafür“, sagt Paul.

Der Beamte schaut streng. Er lässt uns die Helme abnehmen, umkreist das Motorrad skeptisch und brummt: „Schranken ignorieren, soso! Es ist ihnen schon klar, dass dies hier Wasserschutzgebiet ist, oder?“

Ich blicke zu den Kühltürmen des Kernkraftwerks Hanau. Sie sind nur 200 Meter entfernt. Und ich blicke in die Augen des Beamten. Der dreht sich um, schaut auch auf die Kühltürme.

„Was ist ein Wasser-Schmutzgebiet?“ will Paul wissen.

„Gut“, sagt der Beamte ernst und hebt den Zeigefinger, „diesmal bleibt es bei einer mündlichen Verwarnung.“

Am Abend finden wir ein Zimmer am Rand des Vogelsbergs. Hinter den Hügeln verschwindet die Sonne, flutet den Horizont mit goldenem Licht. Paul spielt mit den Kindern des Gastwirts Verstecken, ich sitze mit zwei Gipsern aus Sachsen am Tisch. „Euer Motorrad erinnert mich an unsere Simson Schwalbe“, freut sich der dickere der beiden und schwelgt in Erinnerungen. „Damals, in der DDR, war das mit den Kindern auf den Mopeds ganz normal, es gab sogar Kindersitze als Originalzubehör. Man musste ja mobil sein.“

„Trotzdem“, fügt der andere hinzu, „das ist schon cool, was ihr beiden da macht.“

Cool? Ich erzähle von meinen Ängsten und davon, wie pedantisch ich die Reisevorbereitungen ausgeführt habe. Extrasitz, Navigation, Gegensprechanlage, Spielzeug für unterwegs, Reiseapotheke, Schutzkleidung. Letztlich vertrauen wir zwei kleinen Reifen, deren Aufstandsflächen so groß sind wie eine Briefmarke, meiner Umsicht und Erfahrung. Ein Wespenstich könnte das Ende der Reise bedeuten. Oder eine Magenverstimmung, Grippe, extremes Wetter. Ganz zu schweigen von einem Unfall.

„Wer nur hadert und deshalb nie etwas unternimmt, verharrt in seiner Angst und erlebt nichts“, sinniert der Dicke. „Meine beiden Söhne hängen ständig an ihrer Spielkonsole“, sagt sein Kollege. „Die hätten gar kein Interesse an solch einer Tour. Darüber hinaus hätte meine Frau das auch nie erlaubt.“ An der Wand der Gaststube, schräg gegenüber, hängt ein Schild: Leben ist eine Reise, kein Ziel.

Über den letzten Satz des Gipsers muss ich am Folgetag beim Fahren viel nachdenken. Zeigt er doch letztlich auf, wie viel Vertrauen mir Pauls Mutter entgegenbringt. Und meine Mutter.

„Papa, wo kommen die Flüsse her, wo fließen sie hin?“

„Sie fließen ins Meer und entstehen aus Regentropfen, die aus den Wolken fallen.“

„Und wie kommen die Tropfen in die Wolken?“

Einer von vielen unvergesslichen Augegenblicken ...

„Papa, wo kommen die Flüsse her, wo fließen sie hin?“

Henne oder Ei – die Zeit zwischen unseren Pausen, den Minuten, in denen unsere Räder stoisch dem Ziel entgegen rollen, der Auspuff sein sonores, mattes Bollern in die Weite entlässt, wird von kurzweilig Gesprächen zermahlen. Ich erlebe die Umgebung anders als sonst. Sehe sie mit den Augen eines Vierjährigen, der exakt das beobachtet und an mich weiterträgt, was ich schon lange übersehen habe. Warum bricht sich der Vogel nicht die Beine, wenn er vom Himmel auf den Acker stürzt? Warum ist die Zeit in der Uhr gefangen? Wie kommen die Fotos in die Kamera? Ist die Frau vielleicht so traurig, weil sie kein Kind hat?

Am Morgen unseres fünften und letzten Reisetages sitzt Paul im Bett und zweifelt.

„Papa, jeden Tag sagst du, wir sind bald da. Ich will jetzt endlich da sein.“

„Nur noch ein Mal tanken. Dann sind wir da“, sage ich.

Wir frühstücken, haben kaum einen Kilometer zurückgelegt, da meint er: „Halt mal, hier ist eine Tankstelle. Lass uns schnell tanken, dann sind wir bei Oma.“

Es ist Freitagmittag, als wir Kassel erreichen. Nieselregen hängt in den Häuserschluchten wie eine Decke, das Navi führt uns durch die Stadt. Seit gestern nachmittag haben wir uns gegenseitig ständig mit denselben Fragen genervt:

„Paul, ist dir kalt?“

„Papa, wann sind wir da?“

Zeichen dafür, dass diese Reise bald enden sollte. Unser Ziel ist knapp 50 Kilometer entfernt.

„Warum haben die hier Zugstrecken auf der Straße?“

„Das sind Gleise für die Bahn, damit die über die Straße fahren kann. Da müssen wir aufpassen, dass wir nicht fallen, denn die sind bei Nässe glatt.“

„Genau. Und wenn wir hinfallen, sind wir tot und kommen in eine Erdhöhle. Das will ich aber nicht. Ich muss doch die Welt noch sehen.“

„Das wirst du auch. Ich passe schon auf. Aber weißt du, es gibt Menschen, die werden die Welt nie sehen und freuen sich trotzdem. Deine Oma zum Beispiel hat fast ihr ganzes Leben in dem kleinen Dorf verbracht.“

Paul lässt sich ein Weilchen Zeit für den Kommentar, meint dann: „Das ist gut, dann hat sie da bestimmt ganz viele Freunde.“

PR Kürbisse

Das Leben ist ein Abenteuer.

Es war das größte und schönste Abenteuer meines Lebens.

Auf den letzten Kilometern überflutet mich eine emotionale Woge aus Glück und Stolz. Fünf Tage, wie wir sie intensiver noch nie miteinander verbracht haben, liegen hinter uns. Weit über 650 Kilometer ebenfalls. Wir haben der Weite gelauscht, strömendem Regen getrotzt, uns gegen Windböen gestemmt, gemeinsam geschwitzt. Und soviel gelacht. Es war das größte und schönste Abenteuer meines Lebens. Und das, obwohl ich mit dem Motorrad Afrika, Asien und Australien im Alleingang durchquert habe. An einem Feld pflücken wir Blumen, die Paul seiner Oma unbedingt überreichen möchte.

Die ist überglücklich, uns gesund in ihre Arme zu schließen. Wie gern würde ich jetzt wissen, was für ein Gefühl es ist, seinen Sohn und dessen Sohn zu umarmen. Mit Tränen in den Augen fragt sie Paul, wie es ihm gefallen hat.

„Spitze. Nächstes Mal fahre ich selber. Aber vorher muss mir die Polizei noch ein Papier dafür schreiben.“

Wir genießen eine hausgemachte Rindfleischsuppe á la Muttern, die beste Suppe der Welt. Drei Generationen. Drei Leben, wie sie unterschiedlicher nicht sein und trotzdem enger nicht miteinander verknüpft sein können.

Zwei Tage später sitze ich im ICE Richtung Süden. Drei Stunden, sieben Minuten bis Stuttgart. Paul ist geblieben, wird noch eine Woche bei seiner Oma verbringen. Draußen, an den Scheiben, rauscht die Welt vorbei. Autoschlangen wie Glühwürmchen, Nebel wie Erinnerungsfetzen. Der Sonnenaufgang bestreicht die Straßen mit einer Silberlasur, mir gegenüber starren Schlipsträger stumm in ihre Computer. Nie habe ich einen Menschen stärker vermisst, als in diesem Moment.

Das Fahrzeug

Die Honda ANF 125 Innova zählt zur Familie der Honda Cub (steht für Cheap Urban Bike) und wird derzeit in 160 Ländern der Erde verkauft. Mit über 60 Millionen Exemplaren seit 1958 ist sie weit vor dem VW Käfer das meistverkaufte Motorfahrzeug der Welt. Und zudem eins der günstigsten: Neupreis 1850 Euro, Verbrauch nur 1,7 Liter Normalbenzin auf 100 Kilometer.

Zen story about comparison …

Kategorie: Gesellschaft am Dienstag, 14. Juli 2009 von GastKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Just look around all is needed, and everything fits together.

Just look around all is needed, and everything fits together.

Hi my name is Taro. I like to share with you this little Zen story about comparison:

A samurai a very proud warrior came to see a Zen master one day. This samurai was very famous, but looking at the master, looking at the beauty of the master and the grace of the moment. He suddenly felt inferior. He said to the master why am  I feeling inferior, just a moment ago everything was okay. As I entered your court suddenly I felt inferior. I have never felt like that before. I have faced death many times, and I’ve never felt any fear. Why am I now feeling frightened? The Master said, wait. When everybody else has gone, I will answer you. People continued the whole day to come and see the master, and the samurai was getting more and more tired waiting. By evening, the room was empty, and the samurai said, now, can you answer me?

The Master said, come outside. It was a full moon night, the moon was just rising on the horizon. And he said, look at these trees, this tree high in the sky and this small one beside it. They both have existed besides my window for years, and there have never been any problem. The smaller tree has never said to the big tree: Why do I feel inferior before you? This tree is small, and that tree is big, why have I never heard any whisper of it?

The samurai said, because they can’t compare.

The master replied, then you need not ask me. You know the answer.

When you don’t compare, all inferiority, all superiority, disappear. Then you are, you are simply here. It small bush or a big high tree. It doesn’t matter. You are yourself. But a grass leaf is needed as much as the biggest star. The sound of the cuckoo is needed as much as any Buddha, the world will be less rich. If this cuckoo disappears.

Just look around all is needed, and everything fits together. It is an organic unity; nobody is higher than nobody is lower, nobody’s superior, and nobody inferior. Everybody is incomparably unique. Without comparison, there is no suffering.

I wish you a great day full of wonder and loving what is.

Taro Gerritsen, silent-awareness.com


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