MyPlate ersetzt Ernährungspyramide
Kategorie: Genuss, Gesellschaft, Gesundheit, Mensch & Tier am Freitag, 17. Juni 2011 von Christine Reichmann – Kommentieren Sie diesen Eintrag als Erster“Die von vielen Seiten als fleischlastig und verwirrend krisisierte Ernährungspyramide hat nach zwei Jahrzehnten ausgedient – >>My Plate<< ist das neue Symbol für gesunde Ernährung in den USA, das First Lady Michelle Obama und Landwirtschaftsminister Tom Vilsack vergangene Woche in Washington präsentierten. MyPlate soll als Symbol dazu dienen, den Verbraucher daran zu erinnern, die Wahl seiner Lebensmittel zu überdenken und zu einem gesünderen Lebensstil animieren.
Bei MyPlate bekommen Obst, Gemüse, Getreide, Proteine und Milchprodukte auf den Teller – ganz ohne bunte Grafiken, die Käse, Eier oder Fleisch zeigen. Eine der Schlüsselbotschaften der Initiative lautet, die Hälfte einer Mahlzeit soll aus Obst und Gemüse bestehen: Lebensmittel, die auf Pflanzen basieren, werden dadurch deutlich mehr gewichtet als bisher. Außerdem haben in dem Modell pflanzliche Proteine denselben Stellenwert wie tierische Proteine, was eine Aufwertung für die vegetarische bzw. vegane Ernährung bedeutet. Das einzige tierische Produkt, das noch zu sehen ist, sind Milchprodukte als Kalziumquelle. In den Ausführungen auf der Internetseite des Landwirtschaftsministeriums (USDA) wird aber auch darauf hingewiesen, dass Sojamilch gleichermaßen dieser Kategorie zuzuordnen ist. My Plate empfiehlt dem Verbraucher also Ernährungsrichtlinien, die prinzipiell ganz ohne tierische Produkte auskommen.
Die Initiative ist ein wichtiger Schritt in die Richtung, tierische Nahrungsmittel zu reduzieren, und die Akzeptanz eines auf Pflanzen basierenden Ernährungsstils zu fördern. Die Kampagne beabsichtigt, der Problematik von Übergewicht und Fettleibigkeit entgegenzuwirken. Dies betrifft ein Drittel aller Kinder und zwei Drittel der Erwachsenen in den USA. Das neue Symbol ist dabei eine schnelle, übersichtliche Erinnerungshilfe, gesündere Entscheidungen bei der Wahl der Lebensmittel zu treffen.” (Quelle: www.albert-schweitzer-stiftung.de)



