Mode & Lifestyle

Pssssst … geheime Gaststätten

Kategorie: Genuss, Gesellschaft, Mode & Lifestyle am Donnerstag, 15. Juli 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Die Speisekarte kommt via Mail und anstelle einer Leuchtreklame gibt’s nur ein Klingelschild mit einem dezenten Hinweis auf das Restaurant. Hier treffen sich wildfremde Leute in Privatwohnungen, um gemeinsam lukullischen Genüssen zu fröhnen. Hobbyküche bieten über Online-Netzwerke ihr Menü an. Reservieren können die Interessenten ebenfalls übers Internet. So finden sich in der Regel schnell 15 bis 20 Gäste zusammen, die dann im umgestalteten Wohnzimmer, gemeinsam einen leckeren Abend miteinander verbringen. Dabei liegen die Preise fürs Menü in Schnitt zwischen 25 und 40 Euro. Im Vordergrund steht bei diesen Events die Lust am Außergewöhnlichen, an fantasievollen Kreationen und der verschwimmenden Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre. In Deutschland steckt der Trend zum Guerilla-Restaurant zwar noch in den Kinderschuhen, aber in anderen Ländern wie Argentinien, Kuba und Hongkong haben die Guerilla-Restaurants bereits eine jahrzehntelange Tradition. Berliner spinksen gleich mal bei www.palisadensupperclub.blogspot.com (Inspiriert von greenpeace magazin. 4.10)

Kunst am Kiosk

Kategorie: Mode & Lifestyle am Mittwoch, 30. Juni 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Kioske haben im Ruhrgebiet eine lange Tradition. Neben Weingummi, Bier und Currywurst werden 30 von ihnen im Rahmen des Projekts “Designkiosk Ruhr. 2010″ auch Kunst verkaufen. Hierzu haben 30 europäische Designer Stücke vom Eierbecher bis zu so genannten “Ruhrsteinen” (Steinimitate, die man über die Ruhr flitschen lassen kann) kreiert. Alles unter 20 Euro! Die Aktion läuft bis zum 1. August 2010. Ein Verzeichnis der teilnehmenden Kioske und weitere Informationen finden Sie unter www.designkiosk-ruhr.de

(Inspiriert von ELLE DECORATION  3/2010)

Die Handelsumsätze von Bio-Baumwolle steigen

Kategorie: Gute Nachrichten, Mode & Lifestyle am Sonntag, 6. Juni 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Die US-Organisation “Organic Exchange” teilt mit, dass die Handelsumsätze von Bekleidung und Heimtextilien aus Bio-Baumwolle im Jahr 2009 um 35 % auf 4,3 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) gestiegen sind. Für die Jahre 2010 und 2011 erwartet die Organisation, dass der weltweite Organic-Cotton-Markt zwischen 20 und 40 % auf 5,2 bzw. 6 Milliarden Dollar wachsen wird. Die Produktion von Bio-Baumwolle stieg 2008/09 insgesamt um 20 % auf 0,17 Millionen Tonen. Organic Cotton wird heute in 22 Ländern angebaut. (Inspiriert von TextilWirtschaft 22_2010)

Hippe Shirts mit großer Wirkung

Kategorie: Gesellschaft, Gute Nachrichten, Mode & Lifestyle am Donnerstag, 20. Mai 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Deutsches Charity-Projekt unterstützt Altenheim in New York

Vor ein paar Minuten habe ich es mir in meinem Büro mit der Fachzeitschrift “Textilwirtschaft” und einem Milchcafé gemütlich gemacht und entdecke gerade einen Artikel über ein inspirierendes Projekt:

Gabriele Frantzen von der Modeagentur “Best of 19″ in München verliebte sich im vergangenen Jahr auf dem Flohmarkt im New Yorker Stadtteil Chelsea in eine Reihe von New-York-Zeichnungen aus den 50er, 60er und 70er Jahren, die sie sofort kaufte. Unter anderem mit folgenden Motiven: einem lesenden Pärchen in der New Yorker Subway, einer Frau in einem New Yorker Café und der New Yorker Skyline.

Frantzen recherchierte sofort nach dem Künstler. Und tatsächlich Saul Lishinsky gibt es noch. Er residiert im Alter von 89 Jahren ein einem Altenheim. Dem Amsterdam Nursing Home, auf der Amsterdam Avenue, Ecke 112te Straße in New York.

Eine gute Idee sofort in die Tat umgesetzt.

Als Frantzen Lishinsky dort besuchte, war sie geschockt. Denn obwohl dieses Altenheim als das beste der USA gelobt wird, empfand sie die Atmosphäre dort als bedrückend und sie hatte das Gefühl, etwas dagegen unternehmen zu müssen.

Einige Gedanken und Telefonanrufe später war das Projekt geboren: T-Shirts wurden mit Ausschnitten der Lishinsky Zeichnungen bedruckt und im deutschsprachigen Raum im Einzelhandel verkauft. Möglich wurde dies, weil Einzelhandelsunternehmen wie beispielsweise Apropos und Loden-Frey ihre Teilnahme an dem Projekt kurz entschlossen zusagten.

Das sehenswerte Ergebnis: Vor ein paar Tagen überraschte Frantzen die Bewohner des Amsterdam Nursing Home in New York mit einem Scheck über 5.000 Dollar, um damit das Leben schöner zu gestalten. Ein zweiter Scheck in gleicher Höhe wird demnächst an das Münchner Damenstift übergeben. Und danach geht das Projekt in die 2te Runde.

Tolle Idee!

(Inspiriert von Textilwirtschaft 20_2010)

Vegetarisch – Gemüse bekommt Glamour

Kategorie: Gelesen, Genuss, Gesellschaft, Gesundheit, Kultur, Mensch & Tier, Mode & Lifestyle am Sonntag, 21. März 2010 von Christine Reichmann1 Kommentar
An die Töpfe, fertig, los!

An die Töpfe, fertig, los!

Ich bin selbst noch nicht dort gewesen, aber was ich bis jetzt über das Hiltl in Zürich gelesen habe, lässt in mir die Überzeugung reifen, dass es sich hier um ein besonderes Restaurant handeln muss. Und sollte ich demnächst einmal in der Nähe sein, werde ich bestimmt dort einkehren. Das Hiltl ist das älteste vegetarische Restaurant Europas. Eröffnet wurde es im Jahre 1898 in Zürich in der Schweiz. Bis heute ist es allseits beliebt. Denn in schönem Ambiente werden hier täglich vegetarische, lukullische Genüsse kredenzt, die selbst eingefleischten Anti-Vegetariern überraschtes Entzücken in die Augen treiben.

Das Credo, dass vegetarisches Essen langweilig sei und nichts mit Genuss zu tun habe, war bis vor einigen Jahren weit verbreitet. Doch mehr und mehr Menschen entdecken in den letzten Jahren den Genuss vegetarischen Essens. Heute ist fleischlose Kost kein Schimpfwort mehr, sondern Teil einer kulinarischen, abwechslungsreichen Vielfalt, die sich allein an Qualität und Geschmack orientiert.

Leckeres aus Gemüse, Hülsenfrüchten & Co

Ob eine Mahlzeit mit oder ohne Fleisch – entscheidend für leckeres und gutes Essen sind die Zutaten und die Art iher Zubereitung. Ein Stück Fleisch in die Pfanne zu hauen, ist einfach. Aber aus Gemüse, Hülsenfrüchten & Co ein genussvolles Mahl zu zaubern, das ist schon etwas aufwändiger. Für mich ist die Zubereitung eines Essens jedesmal Freude und Entspannung. Und die Zeit dazu nehme ich mir täglich. Denn ein gutes Essen stärkt nicht nur Körper und Geist, sondern spendet auch Energie und Lebensfreude.

Eine Entdeckung ist das Kochbuch “Hiltl. Vegetarisch nach Lust und Laune”*, zusammengestellt von den Besitzern des oben genannten, gleichnamigen Restaurants. Nach seinen Rezepten habe ich schon viele Gerichte gekocht. Die Zubereitung ist leicht und gut erklärt. Und das Ergebnis jedesmal ein Genuss. Dabei gleichen die Rezepte einer kleinen lukullischen Weltreise: Von europäischen Gerichten über indische bis hin zu arabischen ist alles dabei.

Und wer sich darüber hinaus für das Thema Vegetarismus interessiert, der findet in dem Buch “Vegetarische Ernährung” von Claus Leitzmann und Markus Keller viel Wissenswertes über Krankheitsprävention und die Versorgungslage von Vegetariern mit Nährstoffen.

10 Gründe für Vegetarismus

1. Vegetarisch ist umweltfreundlich und ressourcenschonend, besonders natürlich, wenn wir Bioprodukte kaufen.

2. Vegetarisch ist klimafreundlich. Besonders industrielle Tierwirtschaft sorgt für immens hohe Treibhausgasemissionen.

3. Vegetarisch ist Tierschutz. Konventionelle Fleischerzeugung heißt Massentierhaltung – alles andere als artgerecht.

4. Vegetarisch ist Artenschutz. Die Meere werden leergefischt, um uns und Aquakulturen mit Frischfisch zu versorgen.

5. Vegetarisch ist gesund. Mehr Gemüse, mehr Obst, weniger Fleisch ist das Credo der Gesundheitsbeauftragten. Pflanzliche Lebensmittel leisten einen bedeutenden Gesundheitsbeitrag und schützen vor vielen Zivilisationskrankheiten.

6. Vegetarisch macht schlank. Statistisch haben Menschen, die sich dieser Ernährungsform verschrieben haben, deutlich seltener Gewichtsprobleme als Fleischkonsumenten.

7. Vegetarisch ist günstig. Die meisten Hülsenfrüchte, Gemüse- und Getreidesorten sind nicht teuer.

8. Vegetarisch erweitert den Horizont. Neue Gerichte, andere Zubereitungsarten, unbekannte Getreidesorten, fremde Länderküchen bereichern den Speiseplan.

9. Vegetarisch ist Trend und wird es in Zukunft auch bleiben – genussvoll und bewusst.

10. Vegetarisch schärft den Sinn. Ein gutes Stück Fleisch macht mehr Spaß, wenn es statt täglicher Billigkost seltener Luxus ist.**

* Das Kochbuch ist im Buchhandel oder unter www.werdverlag.ch erhältlich.

**aus Kölner Stadt-Anzeiger Magazin Nr. 43


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