Lebensrettender Regen in Padang

Christina Maria Grawe am Montag, 12. Oktober 2009 in der Kategorie Gesellschaft, Gute Nachrichten
Junge im Erdbebengebiet von Sumatra, Indonesien

Junge im Erdbebengebiet von Sumatra, Indonesien

Vor 10 Tagen bebte die Erde mal wieder auf Sumatra, heftiger als sonst: Minutenlang hob und senkte sich die Erde heftig, Geologen maßen die Stärke 7,6.

Was blieb, sind Tränen, Angst und Not. Weit über 700 Todesopfer, mehr als 300 Menschen gelten noch als vermisst. Tausende Verletzte und rund 200.000 total zerstörte Häuser. Das ist das Leid in offiziellen Zahlen. Was es aber für jeden einzelnen bedeutet, lässt sich in Zahlen sicher nicht ausdrücken.

Ein Lichtblick

Mein Job in diesen Tagen: Ich bin als Kommunikatorin für das deutsche Hilfswerk Caritas International in Padang im Erdbebengebiet. Das heißt, ich soll den deutschen Spendern und Medien durch meine Berichte und Interviews die Katastrophe näher bringen, als es Zahlen tun können, die Geschichten der Menschen erzählen, der Not ein Gesicht geben.

Ich bin als Kommunikatorin für das deutsche Hilfswerk Caritas International in Padang im Erdbebengebiet.

Ich bin als Kommunikatorin für das deutsche Hilfswerk Caritas International in Padang im Erdbebengebiet.

Es sind traurige, oft verzweifelte Geschichten. Aber es gibt auch hoffnungsvolle Momente, Lächeln und kleine Wunder. Frohe Botschaften auch in dieser Katastrophe. Allein die Tatsache, dass über 135 Hilfsorganisationen aus aller Welt innerhalb weniger Tage, sogar Stunden hier waren, um Hilfe zu leisten, ist ein Lichtblick.

Meine frohe Botschaft von heute morgen aber:

Es hat geregnet, als die Erde zu beben begann und das hat unzähligen Kindern das Leben gerettet. “Hujan Hujanan” nennt sich das indonesische Kinderspiel: “in den Regen laufen und spielen.” Oft bringt erst der Regen nach einem heißen Tag etwas Abkühlung und die Kinder auf den Dörfern lieben es darum, im Regen rumzuspringen.

Kinder in Padang

Kinder in Padang

Am Nachmittag des 30. Septembers hat das viele vor dem Tod bewahrt. Als die Häuser in sich zusammenfielen wie Kartenhäuser und Steine, Zement, Holzbalken herunter stürzten, waren die Kinder draußen.

Mehr Informationen und Berichte auf www.caritas-international.de

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