Pssssst … geheime Gaststätten
Die Speisekarte kommt via Mail und anstelle einer Leuchtreklame gibt’s nur ein Klingelschild mit einem dezenten Hinweis auf das Restaurant. Hier treffen sich wildfremde Leute in Privatwohnungen, um gemeinsam lukullischen Genüssen zu fröhnen. Hobbyküche bieten über Online-Netzwerke ihr Menü an. Reservieren können die Interessenten ebenfalls übers Internet. So finden sich in der Regel schnell 15 bis 20 Gäste zusammen, die dann im umgestalteten Wohnzimmer, gemeinsam einen leckeren Abend miteinander verbringen. Dabei liegen die Preise fürs Menü in Schnitt zwischen 25 und 40 Euro. Im Vordergrund steht bei diesen Events die Lust am Außergewöhnlichen, an fantasievollen Kreationen und der verschwimmenden Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre. In Deutschland steckt der Trend zum Guerilla-Restaurant zwar noch in den Kinderschuhen, aber in anderen Ländern wie Argentinien, Kuba und Hongkong haben die Guerilla-Restaurants bereits eine jahrzehntelange Tradition. Berliner spinksen gleich mal bei www.palisadensupperclub.blogspot.com (Inspiriert von greenpeace magazin. 4.10)

