In Japan liegen Katzen-Kaffees im Trend
Wir wissen es längst, mit Tieren kuscheln entstresst. Dies haben auch die Japaner entdeckt und sich etwas Tierisches für all jene einfallen lassen, die keine Zeit für ein eigenes Haustier haben: Stundenweises Streicheln gegen Gebühr im angesagten Katzen-Kaffee.
So befindet sich beispielsweise in Osaka das “Neko Jin Nikan”, was auf Deutsch so viel wie “Katzenzeit” bedeutet. Wer hier hinein möchte, hat zunächst einige Hygiene-Vorschriften zu beachten. So können Besucher des Katzen-Kaffees nur mit Kaffee eigenen Slippern die Räumlichkeiten betreten. Zudem müssen sie sich ihre Hände von einem Mitarbeiter per Spraybehandlung desinfizieren lassen. Danach geht’s erst einmal zur Kasse – eine Stunde Katzen-Kosen kostet umgerechnet vier Euro, Getränke inklusive. Die Mehrzahl der Gäste sind Frauen, die zwischen 20 kuschelwilligen Stubentigern wählen. Die wenigen männlichen Kunden erscheinen meist am Arm ihrer Freundin.
Im eigentlichen Kaffee-Bereich kann während des ersten Katzen-Flirts gemütlich Matcha-Tee oder Kaffee getrunken werden. Im Nebenraum und eigentlichen Kuschelzimmer sind Getränke tabu. Hier können dann die oberflächlichen Kontakte vertieft werden. Dabei dürfen die Besucher ganz entspannt auf Sofas oder Fußboden lümmeln – ganz wie Zuhause. Die Kundschaft ist begeistert: Seit der Eröffnung des ersten Katzen-Kaffees vor rund zwei Jahren boomt diese Idee. So gibt es mittlerweile rund zwanzig dieser Kaffees in Japan.
(Entdeckt auf www.fem.com)

