“Eat, Pray, Love” von Elizabeth Gilbert

Christine Reichmann am Mittwoch, 17. Juni 2009 in der Kategorie Gelesen

Eine wundervolle Geschichte vom Anfangen

Cover Eat, Pray, LoveMit Anfang 30 verlässt Elizabeth nicht nur ihren Mann, sondern auch ihr „altes“ Leben und macht sich auf die Suche nach allem. Quer durch Italien, Indien und Indonesien führt sie ihre erkenntnisreiche Reise, auf der sie nicht nur sich selbst, sondern auch das Leben entdeckt. So lernt sie in Italien die Kunst des Genießens kennen, in einem indischen Ashram alle Regeln der Meditation und auf Bali schließlich erfährt sie durch die Liebe die Balance zwischen innerem und äußerem Glück.

„Eat, Pray, Love“ ist ein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legen mag, hat man es einmal begonnen zu lesen. Denn während der spannenden Reise von Elizabeth lernt man nicht nur die Hauptperson und mit ihr die Autorin dieses Buches kennen, sondern entdeckt zugleich auch sich selbst in den vielen kleinen Geschichten, die aneinandergereiht wie eine Perlenkette einen ehrlichen und bewegenden Erfahrungsbericht von unglaublicher Sogwirkung ergeben.

Dieses Buch ist eine wundervolle Inspiration für all jene, die sich auf den Weg machen möchten, die ihre Reise bereits begonnen haben oder einfach „nur“ eine schöne Geschichte lesen möchten.

„Bei dieser Gelegenheit kommt mir etwas in den Sinn, das ich einmal gelesen habe und das Zen-Buddhisten glauben. Eine Eiche, so sagen sie, werde durch zwei Kräfte gleichzeitig erschaffen. Zum einen natürlich durch die Eichel, mit der alles seinen Anfang nimmt, durch den Samen, der das gesamte Potenzial enthält und zu einem Baum heranwächst. Das ist jedem ersichtlich. Nur wenige aber können erkennen, dass auch noch eine andere Kraft am Werk ist, nämlich der künftige Baum selbst, den es so unbedingt in die Existenz drängt, dass er die Eichel ins Sein zieht, der durch seine Sehnsucht den Sämling aus der Leere zieht und die Evolution aus dem Nichts zur Reife geleitet. So betrachtet, behaupten die Zen-Buddhisten, sei es die Eiche, welche die Eichel erschafft, aus der sie entstanden ist.

Ich mache mir Gedanken über die Frau, die ich in den letzten Jahren geworden bin, über das Leben, das ich jetzt führe, und wie sehr ich mir immer gewünscht habe, diese Person zu sein und – befreit von dem Drang, jemand anders zu sein, als ich bin – dieses Leben zu leben. Ich denke an alles, was ich vor meiner Ankunft auf Gili Meno durchgemacht habe, und frage mich, ob denn ich es war, ich meine dieses glückliche und ausgeglichene Ich … welches das jüngere, verwirrtere und ringende Ich in all diesen schweren Jahren in die Zukunft gezogen hat. Das jüngere Ich war die Eichel voller Potenzial, aber das ältere, die mächtige Eiche, hat andauernd gedrängt: ‚Ja, wachse! Verändere dich! Entwickle dich! Komm und triff mich hier, wo ich schon in meiner Reife und Ganzheit existiere! Du musst ich werden!’ Und vielleicht war es dieses gegenwärtige und voll realisierte Ich, das vier Jahre lang über jener verheirateten schluchzenden jungen Frau auf dem Badezimmerboden schwebte, und vielleicht war es dieses Ich, das der verzweifelten Frau liebevoll ins Ohr flüsterte: ‚Geh wieder ins Bett, Liz’ – weil es bereits wusste, dass alles gut werden würde, dass uns letztendlich alles an diesen Punkt führen würde. An diese Stelle und zu diesem Augenblick, wo ich schon immer ruhig und gelassen gewartet hatte, gewartet auf seine Ankunft.“ Elizabeth Gilbert: „Eat, Pray, Love“, Berliner Taschenbuch Verlag, 10. Auflage April 2009, S. 477 f

„Eine Freundin hat mir Eat, Pray, Love gegeben. Ich mochte es sehr, sehr gerne.“ Hillary Clinton

„Eat, Pray, Love gefällt mir wahnsinnig gut.“ Meg Ryan

„Es ist fantastisch. Ich werde es all meinen Freundinnen zu Weihnachten schenken.“ Julia Roberts

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