SOUL KITCHEN – ein Film von Fatih Akin

Christine Reichmann am Mittwoch, 27. Januar 2010 in der Kategorie Gesehen, Kultur

Ich weiß nicht, wann ich jemals mit einem so unglaublich guten Gefühl aus dem Kino gekommen bin: Aufgedreht und voller Power! “Soul Kitchen” ist einer der coolsten Filme, die ich je gesehen habe. Worum es in dem Film geht?

Kneipenbesitzer Zinos (Adam Bousdoukos) ist vom Pech verfolgt: Erst zieht seine Freundin (Pheline Roggan) wegen ihres Jobs nach Shanghai. Dann wird er von einem Bandscheibenvorfall fast schachmatt gesetzt. In seiner Not stellt er den exzentrischen Spitzenkoch Shayn (Birol Ünel) ein. Mit dem Ergebnis, dass die Stammgäste ausbleiben. Und weil ein Unglück ja bekanntlich selten allein kommt, taucht auch noch sein leicht krimineller Bruder Illias (Moritz Bleibtreu) auf und bittet ihn um Hilfe. Während Zinos sich das Hirn zermartert, wie er seine Kneipe los wird, um zu seiner Freundin nach China zu ziehen, locken coole Musik und eine mittlerweile sehr spezielle Speisekarte immer mehr Szenepublikum an. Das “Soul Kitchen” rockt und boomt wie nie zuvor. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse …

Es geht um Familie und Freunde, um Liebe, Vertrauen und Loyalität.

SOUL KITCHEN ist ein Heimatfilm der neuen Art: Die Welt ist nicht mehr so heil und das Dorf ist ein Restaurant. Die Kulisse sind nicht die Alpen, sondern der Ortsteil Wilhelmsburg in Hamburg. Es geht um Familie und Freunde, um Liebe, Vertrauen und Loyalität – und darum seine ganz persönliche Heimat zu bewahren. Der sympathische Adam Bousdoukos hat mir am besten gefallen. Er gibt einen hinreißenden Zinos ab, der mir während des Films richtig ans Herz gewachsen ist. Der Soundtrack des Films hat mich total mitgerissen. Und als absoluter Hamburg-Fan wäre ich am liebsten gleich durch die Leinwand gestiegen, um im “Soul Kitchen” mitzutanzen.

Leider läuft der Film schon seit ein paar Wochen und wird deshalb vermutlich nichtmehr allzulange im Kino zu sehen sein. Mein Tipp: Sofort ansehen! Sobald die DVD rauskommt, kaufe ich sie mir. Denn diesen Film will ich auf jeden Fall öfter sehen. Und bis dahin gibt’s ja den Soundtrack zum Eingrooven.

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