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Achtung: “Baby fall out” – Schwangersein in Thailand

Kategorie: Gesellschaft, Gesundheit am Freitag, 10. September 2010 von Christina Maria Grawe3 Kommentare
"Viel zu enges Shirt: very bad for Baby!"

"Viel zu enges Shirt: Very bad for Baby!"

Ich darf keine schwarzen T-Shirts mehr tragen und nicht mehr mit Suppenlöffeln essen. Auf einer Treppenstufe zu sitzen, ist mir neuerdings auch strengstens verboten, genauso wie Duschen nach Einbruch der Dunkelheit. Ich bin schwanger in Thailand. Und für werdende Mütter gelten hier ganz besondere Aberglaube-Regeln, an die sich aber auch moderne Thailänderinnen in der Großstadt Bangkok meist halten. Die Farbe Schwarz sende schlechte Schwingungen zum Ungeborenen, heisst es und der Suppenlöffel verursache einen schiefen Mund beim Baby. Die Stufen stehen für eine schwierige Geburt und bei Nacht kommen Geister, die sich unter der Dusche dann mit der von den Kleidern entblößten Seele des Embryos vermischen. Oder so ähnlich.

Ich fühlte mich wie ein Alien.

Zu Beginn meiner Schwangerschaft fühlte ich mich wirklich wie ein Alien hier. Ich kannte schließlich die Schwangerschaften meiner Freundinnen aus Deutschland. Das fing schon an mit der Umstandsmode. Günstige, schicke, sportliche Kleidung für Schwangere gibt es eigentlich nicht. Thailänderinnen tragen traditionell 9 Monate lang weite, unförmige Kleider mit niedlichen Bärchen- oder Häschenmotiven, vorzugsweise in Pastellfarben. Dazu Gesundheitsschuhe mit ebenfalls putzig bedruckten Söckchen! Und ab der 4. Woche MUSS man offenbar auch watscheln und sich demonstrativ den Rücken und den noch nicht vorhandenen Babybauch halten dabei. Kein Witz, im Wartezimmer meines Frauenarztes kann ich sofort erraten, wer schon schwanger ist und wer nicht, auch wenn diejenige gerade erst den positiven Bluttest erhalten hat. Schwangere in Thailand dürfen nicht sexy sein und sind 9 Monate in Schonhaltung, essen überzuckerte Aufbaunahrung (mit kleinen Löffeln natürlich!) und tragen tatsächlich nur helle Farben. Andernfalls – das habe ich schon oft zu hören bekommen: “Baby fall out!”

Strickliesel zum allgemeinen Gebrauch im Wartezimmer des Frauenarztes!

Strickliesel zum allgemeinen Gebrauch im Wartezimmer des Frauenarztes!

Unter einem Elefanten durchgehen, um eine leichte Geburt zu haben.

Die ersten Monate einer Schwangerschaft sind ja generell für jede Frau verwirrend, aber für mich war alles doppelt wunderlich. Ich las vieles im Internet, hörte von Freundinnen aus Deutschland, sah im deutschen Fernsehen, was mir auch eigentlich normal erschien für eine Schwangerschaft: gesundes Bio-Essen, coole HM-Maternity-Klamotten, ansonsten gezielter Sport und Reisen – eben ganz normal. Normal für Deutsche! Und andererseits sah ich aber hier in den Geschäften die Bärchenumstandsmode, wie thailändische Schwangere sich Sicherheitsnadeln vor dem Bauch feststeckten, ebenfalls um das Baby symbolisch vorm Rausfallen zu schützen oder wie sie unter Elefanten durchgingen, um eine leichte Geburt zu haben.

Bärchenkleider gehen gar nicht!

Auch im eigentlich extrem modernen internationalen Krankenhaus gab es zunächst neben der vorbildlichen rein medizinischen Versorgung und Untersuchung aber kaum Hilfe für den Alltag: Mutterpass gibt es hier nicht und im ersten pränatalen Kurs des Krankenhause lernte ich, dass ich 5 mal in der Woche Fisch essen soll (!!??) und dass mein Mann gegen die kommenden Rückschmerzen eine Acht auf den unteren Rücken streicheln soll. Das war’s. Die Kleiderfrage konnte ich noch relativ einfach lösen, bei einem Deutschlandbesuch im 4. Monat (ja, ich fliege natürlich!) konnte ich einen Grundstock an europäischer Umstandsmode einkaufen und mein Mann brachte mir später von einer Dienstreise nach Hongkong das Fehlende mit, dort gibt es HM. Vorsichtshalber aber nichts in Schwarz, man muss ja die Umgebung nicht beleidigen. Bärchenkleider aber gehen einfach gar nicht!

Und dann fand ich einen “Prenatal Yoga Course”.

Etwas skeptisch ging ich hin und war aber gleich begeistert. Endlich war ich keine Ausnahme mehr: Dort traf ich Schwedinnen, Italienerinnen, Russinnen, aber auch asiatische Schwangere: Frauen aus Singapur und selbst Thailänderinnen ohne Sicherheitsnadel am Bauch! Alle schwanger, alle modern denkend. Ich gehe nun mit Begeisterung dorthin, mache endlich richtigen Sport, im normalen Fitness-Studio erntet man hier als Schwangere eher böse Blicke (wie gesagt, auch für den Stepper gilt die Thairegel: “Attention: Baby fall out!”). Ich habe eine Menge neuer Freundinnen gefunden, kann mich austauschen, wo es große Bademoden gibt und wo Massage für werdende Mütter (ohne die vorwurfsvollen auch dort immer wiederkehrenden Worte!).

Ich esse, was ich für gesund halte. Mit großen und kleinen Löffeln.

Am Anfang des Kurses soll jede immer von ihren Sorgen und Beschwerden der Woche berichten. Das ist interessant und tröstlich gleichzeitig. Die Inderin hat überraschenderweise ähnliche Probleme wie die Dänin, die Belgierin denkt manchmal genauso wie ich und plötzlich ist auch eine schwangere Thailänderin kein fremdes Wesen mehr, wenn sie ganz offen von ihren schmerzenden Krampfadern oder geheimen Ängsten vor der Geburt erzählt. Mittlerweile, fast im 7. Monat, bin ich gelassen und fühle mich ganz wohl zwischen den Welten. Wenn meine Freundinnen aus Deutschland z. B. fragen, ob ich schon eine Hebamme gefunden und besucht habe, sage ich: Nein, hab’ ich nicht. Gibt es hier nicht und dann ist es halt so. Bioprodukte sind auch rar. Ich esse, was ich für gesund halte. Mit grossen und kleinen Löffeln. Hautenge Kleidung trage ich nicht aus Respekt zu den Thais, aber eben auch keinerlei Bärchenmuster!

Bizarr sind die watschelnden stöhnenden Neu-Schwangeren im Wartezimmer.

Ich gehe regelmässig zum Arzt, geraden Schrittes, nicht watschelnd übrigens. Die medizinische Versorgung ist der Punkt, wo ich vollstes Vertrauen in Thailand habe. Mein Arzt ist international ausgebildet, immer erreichbar, auch per E-Mail, macht Ultraschall, wann immer ich will und das Krankenhaus ist luxuriöser als alle, die ich aus Deutschland kenne. Bizarr sind die watschelnden stöhnenden Neu-Schwangeren im Wartezimmer, seltsam auch, dass die Wartenden alle gemeinsam an einer pastellfarbenen Strickliesel-Decke arbeiten (ich lese lieber weiterhin klassisch deutsch Zeitschriften im Wartezimmer) und sicher auch ungewöhnlich, dass die Krankenschwestern mich gerne mal ungefragt umarmen und meinen Bauch streicheln. Aber – mal ehrlich – warum denn nicht!?! Ist doch nett!

Schwangerschaft in Thailand – mit Sicherheit anders als in Deutschland. Aber irgendwie finde ich es mittlerweile auch interessanter, internationaler, sogar lustiger. Hauptsache, das Baby ist gesund und “not fall out”! Und vielleicht gehe ich am nächsten Wochenende auch mal unter einem Elefanten durch, schadet ja nichts!

Bio-Johannisbeeren sind erste Wahl

Kategorie: Genuss, Gesellschaft, Gesundheit am Mittwoch, 28. Juli 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Greenpeace hat Johannisbeeren auf ihren Schadstoff- bzw. Pestizidgehalt überprüft. Heraus kam, dass Bio-Johannisbeeren nicht mit Pestiziden belastet sind. Das ist super. Und ehrlich gesagt, habe ich das auch nicht anders erwartet.

Johannisbeeren aus deutschen Supermärkten hingegen sind nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace zum Teil stark mit Pflanzenschutzmitteln belastet. So haben Laboruntersuchungen gezeigt, dass die Supermarkt-Beeren sogar regelrechte Cocktails aus bis zu neun unterschiedlichen Pestiziden enthielten. Die Wirkung dieser Pestizidmischungen könne laut Greanpeace “als gesundheitsgefährdend eingestuft werden”. Durchschnittlich hätten in jeder untersuchten Johannisbeere Rückstände von sechs Pflanzenschutzmitteln gesteckt.

Beim letzten derartigen Test im Jahre 2006 waren es durchschnittlich “nur” drei Pestizide pro Beere gewesen. Im Allgemeinen ist bei Obst und Gemüse bereits seit einigen Jahren ein “Trend zu Pestizid-Mischungen” festzustellen, teilte Greenpeace mit. Dabei versuchten die Produzenten durch die Cocktails, die gesetzlichen Grenzwerte für einzelne Pestizidarten einzuhalten, indem sie einfach mehrere Pflanzenschutzmittel miteinander kombinieren.

Laut Greenpeace könnten einige der in den Johannisbeeren festgestellten Pestizide krebserregend oder als Nervengift wirken. Auch kann der Hormonhaushalt von Menschen negativ beeinflusst werden. Das untersuchte Obst kaufte Greenpeace bei den bekannten Discountern Aldi Süd, Edeka, dem Einzelhandelskonzern Metro mit seiner Supermarkttochter Real und bei Rewe mit seiner Discounttochter Penny.

Ich habe mich schon vor langer Zeit dazu entschieden, Obst und Gemüse ausschließlich aus ökologischem Landbau zu kaufen. So habe ich das gute Gefühl, mit frischem Obst und Gemüse leckere, gesunde Lebensmittel zu mir zu nehmen, die ihren Namen – LEBENSmittel – auch verdienen. Zudem wird durch den ökologischen Landbau die Umwelt geschont. Und das kommt nicht nur uns, sondern auch den nachfolgenden Generationen zugute. (Inspiriert von Kölner Stadt-Anzeiger, 27. Juli 2010)

Wer Bio kauft, lebt gesünder

Kategorie: Genuss, Gesellschaft, Gesundheit, Gute Nachrichten am Samstag, 26. Juni 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Wissenschaftler vom Max-Rubner-Institut für Ernährung und Lebensmittelforschung (MRI) in Karlsruhe haben herausgefunden, dass Biokäufer gesünder leben. Denn sie essen mehr Obst und Gemüse. Sie verzehren weniger Fleisch und Wurst. Zudem treiben sie mehr Sport und rauchen weniger. “Biokäufer ernähren sich gesünder”, berichtet Ingrid Hoffmann, Leiterin des Instituts für Ernährungsverhalten. Sie leben insgesamt gesundheitsbewusster und wüssten im Großen und Ganzen auch mehr über gesunde Ernährung. Grundlage der Studie ist die Befragung von 20.000 Deutschen zu den Themen Ernährung und Verhalten. (Inspiriert von Kölner Stadt-Anzeiger Magazin Nr. 143)

Die Handelsumsätze von Bio-Baumwolle steigen

Kategorie: Gute Nachrichten, Mode & Lifestyle am Sonntag, 6. Juni 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Die US-Organisation “Organic Exchange” teilt mit, dass die Handelsumsätze von Bekleidung und Heimtextilien aus Bio-Baumwolle im Jahr 2009 um 35 % auf 4,3 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) gestiegen sind. Für die Jahre 2010 und 2011 erwartet die Organisation, dass der weltweite Organic-Cotton-Markt zwischen 20 und 40 % auf 5,2 bzw. 6 Milliarden Dollar wachsen wird. Die Produktion von Bio-Baumwolle stieg 2008/09 insgesamt um 20 % auf 0,17 Millionen Tonen. Organic Cotton wird heute in 22 Ländern angebaut. (Inspiriert von TextilWirtschaft 22_2010)

Snacken und Trinken in Köln

Kategorie: Genuss am Montag, 25. Januar 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Perfekt für alle, die gern gut und gesund essen ...

Da schmeckt's ...

Lecker, gesund & bio!

Nach einem ausgiebigen Stadtbummel in der Kölner City gelüstet es meine Schwester und mich nach einem großen Stärkungskaffee. Natürlich am liebsten mit einem Stück Kuchen. Aber da wir eigen sind und nur Vollwert und Bio mögen, sind wir selbstverständlich auch “nur” mit einem köstlichen Kaffee zufrieden und machen uns auf den Weg ins Delix auf der Apostelnstraße. Doch Überraschung: Das Delix gibt’s nicht mehr. Stattdessen kehren wir an selbem Ort und selber Stelle ins stylishe “Souppresso” ein: “BioEssen für Freunde”. Herrlich, jetzt gibt’s also zum Bio-Kaffee auch noch ein Stück köstlichen Apfel-Käsekuchen in Bio-Qualität. Und während wir genießen, lesen wir in der Karte und bestaunen in der Auslage viele weitere Köstlichkeiten: Von veganen Gerichten, über unterschiedlichste Suppen bis hin zu verschiedensten Quiches (Wie wär’s denn mal mit Hokkaido-Quiche?) und traumhaften Kuchen (auch glutenfrei!) gibt’s hier vieles, was das vollwertige Bio-Herz begehrt. Jetzt wissen wir, wo anspruchsvolle Kaffeetanten in Köln auch auf ihr lecker-gesundes Stück Kuchen nicht verzichten müssen. Und wem der Sinn nach einer herzhaften Pause steht? Der ist bei Souppresso natürlich ebenfalls an der richtigen Adresse.

Souppresso – BioEssen für Freunde
Apostelnstraße 19, 50667 Köln

Telefon 0221 – 99878954

BioRestaurant – BioFeinkost – BioWein – BioEvents – BioKochkurse – BioSeminare


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