Einträge mit dem Schlagwort ‘Erfolg’

Levi’s und H & M werden in Zukunft aufs Sandstrahlen ihrer Denims verzichten

Kategorie: Gesellschaft, Gesundheit, Gute Nachrichten, Mode & Lifestyle am Dienstag, 21. September 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Levi’s und H & M haben mitgeteilt, dass Sie ab Januar 2011 auf die als gesundheitsschädlich geltende Sandstrahl-Technik in der Jeansproduktion verzichten werden. Dies nahm die Kampagne für Saubere Kleidung zum Anlass, auch andere Jeans-Anbieter dazu aufzufordern, sich diesem Schritt anzuschließen.

Die Sandstrahl-Technik wird angewendet, um Denims den angesagten Used-Look zu verleihen. Dabei tritt jedoch quarzhaltiger Sandstaub aus, der sich in den Lungen festsetzen und sogar zum Erstickungstod führen kann. Nach Angaben der Kampagne für Saubere Kleidung sind in der Türkei bis Mai 2010 bereits 45 durch eine Staublunge verursachte Todesfälle bekannt geworden. In den Jahren 2000 bis 2009 seien 8000 bis
10 000 Arbeiter in der Türkei als Sandstrahler tätig gewesen. Von ihnen dürften zwischen 4000 und 5000 Arbeiter betroffen sein. Offiziell ist das Sandstrahlen in der Türkei schon seit April 2009 verboten. Die Kampagne für Saubere Kleidung nimmt jedoch an, dass das Problem auf diese Weise nur in andere Länder mit weniger reglementierter Gesetzgebung verlagert wird.

Nach dem Verzicht auf die Sandstrahl-Technik  werden die Stoffe dann per Hand bzw. mit Maschinen abgeschmirgelt, um die Used-Effekte zu erzielen. Die Kosten sind nach Angaben von Levi’s und H & M nur unwesentlich höher als beim herkömmlichen Sandstrahlen. (inspiriert von TextilWirtschaft 37_2010)

Intelligenzfördernd: Musikalisches Multitasking

Kategorie: Gesellschaft, Gute Nachrichten am Sonntag, 19. September 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Wer hätte das gedacht: Wer ein Lied sind und dazu gleichzeitig in die Hände klatscht, fördert seine Intelligenz. Dies fanden Forscher der Ben Gurion University of the Negev in Israel im Rahmen eines Experiments heraus. Sie besuchten verschiedene Grundschulen und teilten dort die Schüler in zwei Gruppen auf: Die erste Gruppe übte zehn Wochen lang mehrere Singspiele ein und klatschte dazu, die andere Gruppe erhielt herkömmlichen Musikunterricht. Im Gegensatz zur zweiten Gruppe verbesserten die Kinder der ersten Gruppe ihre schulischen Leistungen innerhalb kürzester Zeit. Denn durch die Klatschlieder trainierten sie ihre motorischen und kognitiven Fähigkeiten. Grundschüler, die auf dem Schulhof spontan derartige Lieder sangen, hatten darüber hinaus eine sauberere Handschrift und machten deutlich weniger Rechtschreibfehler. Applaus! (inspiriert von alverde + a tiempo August 2010)

Gute Nachricht: Dem Wald geht’s wieder besser!

Kategorie: Gute Nachrichten am Mittwoch, 4. November 2009 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
In NRW besteht rund ein Virtel der Landesfläche aus Wald.

In NRW besteht rund ein Viertel der Landesfläche aus Wald.

Das Jahr 2009 ist ein gutes Jahr für den Wald in Nordrhein Westfalen. So zeigt sich der Wald in der besten Verfassung seit 10 Jahren. Einen Grund dafür liefert der vergangene kalte Winter. Er konnte die Baumschädlinge zurückdrängen. Insbesondere die Nadelbäume haben sich gut erholt. Im Ergebnis ist der Anteil der Bäume ohne erkennbare Schäden in NRW auf 38 Prozent gestiegen. Zugleich ging der Anteil an Bäumen mit offensichtlichen Schäden auf 21 Prozent zurück. Trotz dieser Fortschritte benötigen gerade die Laubbäume eine besondere Unterstützung, um auch hier eine deutliche Verbesserung ihres Zustands zu erreichen. Dazu hat das Land NRW bei der Wiederaufforstung nach dem Orkan Kyrill auf Eichen und Buchen gesetzt. So sind ca. 90 Prozent der neu gepflanzten 25 Millionen Gehölze Laubbäume. Dabei gehören zu den neu angepflanzten Bäumen auch alternative Arten, die den Klimawandel besser überstehen sollen. Dies sind beispielsweise bei den Nadelhölzern Douglasie und Küstentanne. Zur weiteren Genesung des Waldes müssen bestehende Nadelholzwälder weiter ausgedünnt und die so entstehenden Freiflächen für Mischwälder genutzt werden. Auf diese Weise sind bisher rund 53 Prozent der Waldfläche in NRW mit Laubbäumen bepflanzt worden. (Inspiriert vom Kölner Stadt-Anzeiger, 04. November 2009)

BRIGITTE zeigt Frauen „mitten im Leben“

Kategorie: Gesellschaft, Gute Nachrichten, Mode & Lifestyle am Montag, 19. Oktober 2009 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Jetzt stehlen "normale" Frauen den Models die Schau ...

Jetzt stehlen "normale" Frauen den Magermodels die Schau ...

Ab 2010 sehen wir nicht mehr nur in der DOVE-Werbung Frauen wie du und ich, sondern auch in den Modestrecken der BRIGITTE. Eine tolle Entscheidung, an der sich meiner Meinung nach weitere Unternehmen ein Beispiel nehmen sollten. Dass die Zeit reif für einen neuen, natürlicheren Blickwinkel ist, zeigt auch das amerikanische Model Crystal Renn. Sie hungerte sich für die begehrten Modeljobs fast zu Tode, bis es bei ihr „klick“ machte und sie einen anderen Weg einschlug. Heute lebt sie ihren Traum. Ist ein begehrtes Model, das seine Kurven selbstbewusst zu Schau stellt. Als Plus-Size-Model für beispielsweise Gaultier und Dolce & Gabbana. Die BRIGITTE geht sogar einen Schritt weiter und wird ab Anfang des kommenden Jahres für sämtliche Fotostrecken der Bereiche Mode, Beauty und Fitness nicht mehr mit professionellen Models produzieren. Stattdessen wird die Frauenzeitschrift sowohl on- als auch offline ausschließlich Frauen zeigen, die „mitten im Leben stehen“: Studentinnen, Schauspielerinnen, Buchhändlerinnen, Künstlerinnen, Unternehmerinnen – eben Frauen aus dem Leben. Und das finde ich wirklich gut!

Die reine Woll-Lust!

Kategorie: Gesellschaft, Gesundheit, Mode & Lifestyle am Mittwoch, 7. Oktober 2009 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Ob ich so etwas wohl in Zukunft selbst stricken kann?

Ob ich so etwas wohl in Zukunft auch selbst stricken kann?

Wie nimmt man Maschen auf? Und wie war das noch mit zwei rechts, zwei links, eine fallen lassen? Wer sein vergrabenes Wissen aus den Handarbeitsstunden hervorkramen kann, sollte loslegen – mit Schals, Mützen oder Handschuhen. Denn Selbstgestricktes ist wieder absolut en vogue. Sogar im trendigen New York klackern momentan bei den hippen Damen die Stricknadeln mit den High Heels um die Wette.

Total angesagt: der Do-it-yourself-Look

Models stricken backstage und selbst Sarah Jessica Parker lässt in ihren Drehpausen gern mal die ein oder andere Masche fallen. Wer bei aller Hingabe weder Zopf- noch Ajourmuster hinkriegt, darf übrigens auch ganz schlicht stricken. Denn nicht nur komplizierte Woll-Kunst erobert das Fashionista-Herz, auch gewollt Unvollkommenes wie der schlabbrige und gerade deshalb wunderschöne Pulli, der aussieht, als habe ihn eine Viertklässlerin im Schweiße ihres Angesichts zusammengestrickt. Es geht nicht um Perfektion, sondern um einen rührend unverwechselbaren Do-it-yourself-Look.*

Ein selbst gestrickter Liebesbeweis

Diesen beherrschte meine Mutter bereits in den 70er Jahren perfekt und war damit ihrer Zeit modisch meilenweit voraus. Sie weigerte sich zwar mit Händen uns Füßen, aber irgendwann hatte ich sie mit der bei mir schon im zarten Alter von sieben innewohnenden Überredungskunst soweit, mir eine Wolljacke zu stricken. Beneidete ich doch all meine Schulfreundinnen, um ihre von Muttern selbst gestrickten und gehäkelten Outfits (die diese wiederum natürlich abgrundtief hassten. Aber auch hier war es wie immer in diesen Fällen: Was man nicht haben kann, begehrt man umso mehr. Ich erinnere mich noch gut an meine Schulfreundin Sigrid und an ihr rosa Strickkleid mit weißem Bommelgürtel. Ich war so neidisch und meine Mutter ist fast ausgerastet, weil sie meinte, mit einem solch gruseligen Kleid würde sie mich keinesfalls auf die Straße geschweige denn zur Schule gehen lassen …) Es war also ein absoluter Liebesbeweis, als meine Mutter tatsächlich einen riesen Berg flauschig roter Wolle kaufte und sich Abend für Abend – nachdem sie völlig erschöpft von der Arbeit nach Hause gekommen war – hinsetzte, um für mich diese knallrote Strickjacke zu stricken. Es dauerte für mich natürlich gefühlt ewig, bis dieses Wunderwerk dann irgendwann  fertig war. Und ein Wunderwerk war es tatsächlich. Denn diese von mir heiß geliebte Strickjacke wurde beim Tragen zusehends größer. Irgendwann hatte dann diese Jacke ein derartiges Volumen erreicht, dass sogar unsere rubensförmige Tante Elsa an kühlen Tagen problemlos in dieses Raumwunder passte. Auch heute noch denke ich mit liebevollem Schmunzeln an dieses unglaubliche Strickwerk – an diesen echten Liebesbeweis meiner Mutter.

Tolle Wolle

Wer sich auch von solchen “Erfolgsstories” nicht abschrecken lässt, dem seien an dieser Stelle ein paar coole Web-Adressen für tolle Wolle ans eifrige Handarbeiterinnenherz gelegt:

www.woolandthegang.com (coole Strick-Kits plus Anleitungen, handgestrickte Accessoires etc., aus der Wolle glücklicher peruanischer Schafe)

www.wollstisters.de (Lurexwolle, Bambuswolle, Sockenwolle, Denimwolle …)

Und wer nicht allein vor sich hin handarbeiten möchte, kann dies auch unter Anleitung und in Gesellschaft tun. Zum Beispiel im Selfmade-Szenelokal „Stitch ‘n Bitch“ in Berlin-Kreuzberg oder in der Event-Werkstatt „Selberschön“ in München. Oder Sie nehmen an einem Strickworkshop teil. Zum Beispiel im Handarbeitsladen “Maschenkunst” in Köln.

Stricken ist gesund.

Dabei kann Stricken nicht nur Freude bereiten, sondern ist sogar gesund: Denn Handarbeiten wärmt die Seele und stärkt nachweislich das Herz! Das hat der amerikanische Kardiologe Herbert Benson von der Harvard Medical Schoool herausgefunden. Demnach ist Stricken so entspannend wie Meditieren. Der Blutdruck sinkt und Stresshormone werden abgebaut. Selber machen stärkt also die Nerven und fördert die Kreativität. Denn immer ist ein Mix aus Talenten gefragt: manuelles Geschick, gestalterische Ideen, schnelle Problemlösungen. Das fordert beide Hirnhälften, hält geistig fit. Wer das erste selbst gefertigte Stück in den Händen hält, wird zudem vom Belohnungszentrum im Gehirn mit einer Flut von Glückshormonen überschwemmt. Und wem Besitzerstolz allein nicht reicht? Der kann mit den eigenen Werken sogar Geld verdienen. Zum Beispiel über die Website www.dawanda.com – dem Marktplatz zum Verkauf vom Selbstgemachtem. ** Weitere so genannten „Social Shopping“-Seiten finden Sie unter etsy.com, hokohoko.com oder shanalogic.com.***

Wer nicht wagt …

Auch ich, die ich ganz bestimmt das sagenumwobene Handarbeitstalent meiner Mutter geerbt habe, werde mich in diesem Herbst an die Stricknadeln wagen. Natürlich müssen diese ultradick sein, ebenso wie die Wolle, damit mein Strickwerk auf jeden Fall noch in dieser Saison fertig wird …

Also: Auf die Wolle, fertig, los!

*Maxi 08/2009
**freundin 15/2009
***Kölner Stadt-Anzeiger MAGAZIN Nr. 220/2009


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