Einträge mit dem Schlagwort ‘Freude’

Sport ist (kein) Mord!

Kategorie: Gesundheit am Sonntag, 31. Januar 2010 von Simone PipekKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Verschwitzt aber glücklich. I'm baaack!

Verschwitzt aber glücklich. I'm baaack!

Ich sitze hier an meinem Esstisch-Schreibtisch-Heimarbeitsplatz, gucke nach rechts hinaus in den strömenden Regen und … freue mich. Moment mal, warum denn das? Ich habe doch eigentlich gar keinen Grund, oder?! Es ist nichts Einschneidendes passiert, woran ich meinen wohlwollenden Gemütszustand festmachen könnte. Und dann auch noch dieses Wetter, pfff. Und trotzdem … Da fällt es mir wie Schuppen von den Augen, ich mache wieder Sport. So profan dies auch klingen mag, nach einigen Monaten der Einigelung, um dem kalten Wetter zu entfliehen, der schlechten Ernährung (ach, die paar Kartoffelchips machen den Braten auch nicht mehr fett(er)), und der selbstgewählten Absorbtion aller nur erdenklichen und nicht unbedingt intelligenten Fernsehshows am Abend habe ich mit mir selbst einen Pakt geschlossen:

Tu’ dir ‘was Gutes. Beweg’ deinen Allerwertesten!

Ja klar, ich weiß, dass ich mich nach einer Stunde Schwitzen in der Kickboxing-Klasse gut fühle, dass das Blut im Körper zirkuliert, dass alle in meinem Koerper sitzenden Gifte, die sich über die Monate hinweg häuslich eingerichtet haben, herausgespült werden, und ich mich fühle, als könnte ich Bäume ausreißen. Aber ich muss es ja erst einmal bis ins Fitness-Studio schaffen, und das ist ein langer, langer, LANGER Weg, nicht unbedingt physisch, aber psychisch. Wo doch zu Hause meine gemütliche Couch und mein Glas Weisswein auf mich warten. Und natürlich der innere Schweinehund, der jault und grunzt und bettelt. Und dass, obwohl ich sogar zertifizierte Fitnesslehrerin für Kickboxing und Gewichtstraining bin. Ich unterrichte zwar zur Zeit nicht, weiß aber um den Nutzen eines guten Workouts, kenne die aeroben und anaeroben Abläufe im Körper, und bin mir bewusst, dass der Körper sehr stark den Geist beinflusst. Mens sana in corpore sano! Trotzdem bedarf es einiger Überredungskraft meiner selbst, während sich Engelchen und Teufelchen auf meinen beiden Schultern wahre verbale Kaempfe liefern. Zum Glück hat dann irgendwann das Teufelchen ein Einsehen und zieht sich beleidigt zurück. Und ich ziehe ab ins Fitness-Studio, wo mich meine Sportmädels begeistert begrüßen, und mich fragen, wo ich denn gesteckt habe. Daraufhin murmele ich rotköpfig und beschämt etwas von busy, viel Arbeit, you know how it is …

Ich springe, kicke, boxe, was das Zeug hält.

Und als ich dann also in der Klasse springe, kicke, boxe was das Zeug hält  kommt sie wieder, die Lust und die Freude an der Bewegung und ich stelle fest, dass ich hier sein MÖCHTE, gerade hier und jetzt mit diesen lieben Menschen in diesem Studio, dass ich diesen Teil meines Lebens in der Tat sehr vermisst habe. Ich merke, wie das Adrenalin durch meinen Körper jagt und ich beglückt feststelle, dass ich nichts verlernt habe und buchstäblich fühlen kann, wie sich meine körperliche und geistige Muskulatur mit jeder verstreichenden Minute stärkt. Und nach einer schönen, langen, heißen Dusche weiß ich: Ich habe wieder Blut geleckt, sehe Bewegung nicht mehr als unangenehmes Muss, sondern als positives Darf, und ich freue mich auf heute Abend, wenn ich nach einer Runde Boxen am Sandsack zwar erschöpft, aber voll des Lebens und der fröhlichen Gedanken mein müdes Haupt auf mein Kissen betten kann. Und der Schweinehund muss erst einmal in der Hütte bleiben.

Mit allerbesten, motivierten Grüßen aus dem Big Apple,
Ihre Simone

Liebe auf den ersten Blick

Kategorie: Gesellschaft, Mode & Lifestyle am Dienstag, 5. Januar 2010 von Simone Pipek1 Kommentar
Ein wunderschöner Lichtblick erstrahlt in neuem Glanz ...

So schön, dass ich mich gar nicht an ihm satt sehen kann ...

Manchmal passiert’s, ohne dass man daran denkt. Es packt einen, alles fühlt sich richtig an, und man kann den Blick nicht abwenden. Dem einen geht es so bei dem perfekten Paar Manolos im Ausverkauf, dem anderen bei der perfekten Jeans, in der das “Derriere” einfach super-sexy aussieht; mir passiert dies gern und (leider) häufig bei allem, was Inneneinrichtung betrifft. Ich schlendere mit Wonne über Trödelmärkte, durch Einrichtungshäuser, Antiquitätenläden und Accessoire-Geschäfte. Mein Atem verlangsamt sich, mein Blick wird glasig, meine Ohren rauschen. Wie auf Autopilot gestellt, schlendere ich durch die Reihen, fasse alles an, fühle das Material, atme die Geschichte des jeweiligen Objekts der Begierde ein und meine Fantasie macht sich selbständig.

Der perfekte Kristallleuchter

An welcher Wand war dieser Bilderrahmen mit dem Hochzeitsfoto aus den 60er Jahren aufgehängt, wer hat auf diesem Eames-Stuhl gesessen, welche Geschichten hat dieser Beistelltisch  gehört, wie kommt dieser Teekessel aus Russland nach New York? Und dann treffe ich ihn … Den perfekten Kristallleuchter. Allein, rot-dreckig-staubig, mit abgeknickten Drähten und reichlich vernachlässigt in der Ecke liegend. Keiner schaut ihn an, erkennt seine Schönheit – außer mir natürlich. Ich knie nieder, um ihn besser zu begutachten, er hat Federn (Farbe) lassen müssen in seinem Leben, aber seine Schönheit ist in meinen Augen unverkennbar. Als alter Hase im Trödelmarktgeschaft gebe ich natürlich nicht zu erkennen, dass wir (er und ich) bereits beschlossen haben, dass wir zusammengehören. Scheinbar ohne große Begeisterung frage ich, was dieses “alte Ding” wohl kosten solle. Und zu meiner großen (unterdrückten) Freude ist der Betrag geringer, als ich gedacht hatte. Ich handle gar nicht weiter, denn nun möchte ich nichts weiter, als dieses Schmuckstück nach Hause zu bringen.

Gesagt getan, folgt diesem schönen, sonnigen Nachmittag im Oktober auf meinem Lieblings-Trödelmarkt im Schatten einer griechisch-orthodoxen Kirche auf der 25th Street die Grundreinigung im Hause Simone. Alles auseinander nehmen, sorgfältig putzen (wobei noch mehr Farbe verloren geht, aber das passt zu meinem Shabby-Chic). Und mit Freude stelle ich fest, dass der Lüster aus Vollglas besteht und kein Stück Plastik dieses edle Stück veschandelt. Wer hätte das gedacht?

Meine neue Liebe erstrahlt in alter-neuer Schönheit

Etwas später rufe ich meinen Freund James an, den ich dazu auserkoren habe, die Installation zu übernehmen. Gut, an diesem Wochenende war erst einmal keine Zeit, und in der Woche bin ich selbst sehr beschäftigt, aber danach das Wochenende, oder?! So vergeht Woche um Woche, und der Lüster sitzt, zwar sauber, aber genauspo traurig, weiterhin auf meinem Wohnzimmerboden, wird ab und zu angestubst, beizeiten sogar getreten, aber nicht aufgehängt. Bis endlich letztes Wochenende das Wunder geschah: Nach zwei langen Monaten haben wir die nötigen Ersatzteile im Baumarkt gekauft, die Leiter herausgekramt und installiert, was das Zeug hielt. Nun hängt meine neue Liebe in alter-neuer Schönheit über meinem Esszimmertisch, und ich kann mich garnicht satt sehen. Das Warten hat sich gelohnt. Ich freue mich schon auf die Geschichten, die er dann seinem nächsten Besitzer erzählen wird.

Be- und erleuchtete Grüße aus New York sendet Ihnen,
Ihre Simone

Wenn rote Nasen reisen …

Kategorie: Gelesen, Gesellschaft, Gesundheit, Kultur am Montag, 28. Dezember 2009 von GastKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Carina Mathes, Trainerin für Glückskompetenz und Logopädin

Carina Mathes, Trainerin für Glückskompetenz und Logopädin

Das Buchprojekt von Carina Mathes

Damals muss ich ungefähr dreizehn Jahre alt gewesen sein, als meine Mutter meinen Bruder und mich zu einer Familie in unserem Ort schickte, um dort etwas abzuholen. Mein zwei Jahre jüngerer Bruder und ich machten uns also auf den Weg und standen schon bald vor besagter Haustür. Eine Frau öffnete und bat uns mit einem freundlichen Lächeln in die Diele hinein. Die Frau war sehr nett. Sie fragte uns nach unseren Namen und auf welche Schulen wir denn gehen würden. Wir waren gerade mitten ins Gespräch vertieft, als plötzlich ein Mädchen auf einem Dreirad um die Ecke geschossen kam. Das Mädchen lachte uns mit großen, weißen Zähnen an, düste eine Runde um uns herum und war genauso schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen war. Geschockt schauten wir ihr hinterher. Das Mädchen hatte keine Haare! Die Mutter des Kindes, die unsere Blicke sicherlich bemerkt hatte, erklärte uns daraufhin, dass Marylin sehr krank sei und immer starke Medikamente nehmen müsse, von denen ihr dann die Haare ausfallen würden. Bestürzt und völlig hilflos nickten wir damals nur stumm. Marylin war es dann, die die Stille zum Glück wieder unterbrach. Auf ihrem Dreirad kam sie wieder an gesaust und hielt uns freudestrahlend etwas entgegen: „Schaut mal her, wollt ihr vielleicht mal meinen Clown sehen?“ Neugierig gingen wir in die Hocke, um zu sehen, was sie uns zeigen wollte. Und tatsächlich, auf dem Foto sah man sie in einem großen Krankenhausbett sitzen. Neben ihr ein fröhlich dreinschauender Clown mit freundlichen Augen und einer dicken, roten Nase.

Clowns bringen Licht und Freude in den Klinikaufenthalt der Kinder

„Das ist meine Erna, die kommt mich jeden Tag besuchen, wenn ich im Krankenhaus bin. Erna macht immer ganz lustige Sachen, dass ich immer soviel lachen muss, dass mir mein Bauch schon weh tut“, strahlte sie uns mit leuchtenden Kinderaugen an. Während Marylin das Foto in ihrer Hand zärtlich betrachtete, wurde mein Kloß im Hals immer größer. Ich konnte und wollte mir einfach nicht vorstellen, dass dieses Mädchen, das soviel Freude und Lebendigkeit auf mich ausstrahlte, in Wirklichkeit sterbenskrank war. Sie hatte es geschafft, mich aus meiner Traurigkeit von vorhin herauszureißen und mich mit ihrem fröhlichen Lachen anzustecken. Und auch bei Marylins Mutter legte sich ein zaghaftes Lächeln auf die Lippen: „Ja – die Clowns machen eine wunderbare Arbeit. Sie bringen etwas Licht und Freude in den Klinikaufenthalt der schwer kranken Kinder.“ Aber auch sie und ihr Mann würden die Clowns als eine große Bereicherung empfinden: „Dank der Clowns können auch wir manchmal, wenigstens für ein paar Minuten, vergessen, dass wir unsere Tochter vielleicht verlieren werden. Diese Momente sind die kostbarsten und die schönsten, die wir noch mit ihr gemeinsam erleben können.“ Später zum Abschied winkte uns Marylin mit ihrem Foto, von Erna und ihr, hinterher.

Glücksgeschichten unterstützen die Stiftung HUMOR HILFT HEILEN

Das Bild von Marylin, wie sie mit einem strahlenden Lachen auf ihrem Dreirad sitzt und mir stolz und überglücklich das Foto von ihrem Clown zeigt, hat sich tief ein mein Gedächtnis eingebrannt. Im April 2009 kam mir dann die Idee, ein Projektbuch zu schreiben und mit dem Verkauf einen sinnvollen Gedanken zu unterstützen. So habe ich über sechs Monate Glücksgeschichten aus der Bevölkerung zusammentragen und in diesem Buch die besten veröffentlicht. In Gedenken an Marylin und weil ich die Arbeit der Klinikclowns für unverzichtbar wertvoll halte, entschied ich mich für die Stiftung HUMOR HILFT HEILEN von Dr. med. Eckart von Hirschhausen. Das daraus entstandene Buch „Wenn rote Nasen reisen …“ ist ab sofort für 15,90 Euro im Buchhandel erhältlich (ISBN: 978-3-8391-1747-7).

Lieber Leser, weinend kommen wir auf diese Welt Helfen sie mit, dass wir sie fröhlich verlassen können, wenn der Zeitpunkt gekommen ist.

Carina Mathes

Inspirierende Vorweihnachtszeit …

Kategorie: Gute Nachrichten am Freitag, 27. November 2009 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Von drauß vom Walde komm ich her ...

Von drauß vom Walde komm ich her ...

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute verabschiedet sich die frohe Botschafterin in die Vorweihnachtspause. Natürlich nicht, ohne Ihnen ein paar Gedanken und Ideen mitzugeben, die Ihnen die Vorfreude aufs Fest „versüßen“ sollen:

Sie brauchen noch das ein oder andere Geschenk? Wie wäre es mit einem guten Buch? Lassen Sie sich in der Rubrik „Gelesen“ der frohen Botschafterin inspirieren. Vielleicht ist hier ja schon das Passende dabei. Auch auf www.fair-kaeuflich.de finden Sie Schönes zum Verschenken. Handgemacht, individuell und aus Europa. Oder Sie verschenken selbst gebackenes Glück. Unter www.sweetandlucky.de können Sie in die traditionellen Glückskekse selbst verfasste Botschaften backen lassen und Ihren Lieben ganz persönlich Glück bringen.

Ich wünsche Ihnen eine  beflügelnde Vorweihnachtszeit. Eine Zeit voller Fröhlichkeit und Sinnlichkeit, voller Genuss und Inspiration, voller Träume und voller Begegnungen mit interessanten Menschen. Lassen Sie das Jahr so ausklingen, wie Sie das neue beginnen möchten: Voller Ruhe, Kraft und Liebe.

Ihre Christine Reichmann

„Meine Großmutter hat mir so lange eingeredet, das Christkind sei ein Engel mit langem weißen Haar, bis ich mir ganz sicher war, dass es einmal an meinem Fenster vorbei geflogen ist.“ – Reinhard Fendrich

Bücher teilen

Kategorie: Gesellschaft, Gute Nachrichten am Donnerstag, 12. November 2009 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Schicken Sie Ihre gelesenen Bücher auf die Reise!

Schicken Sie Ihre gelesenen Bücher auf die Reise!

Wohin mit dem Buch, das Sie gerade ausgelesen haben? Ins Altpapier? Auf keinen Fall! Es einfach im Regal verstauben lassen? Viel zu schade! Das haben sich Leseratten in deutschen Städten wie Mainz, Bonn und Hannover auch gedacht. Und so kann man dort bereits seine Bücher eintauschen. In ehemaligen Strom-Verteilerkästen oder ausrangierten Telefonzellen, die nun als öffentliche Bücherschränke dienen. Dort kann nun jeder seine gelesenen Bücher hineinlegen und sich an den dort liegenden Büchern je nach Leselust bedienen. Die Idee funktioniert natürlich auch ohne festen Standort: Lassen Sie Ihr gelesenes Buch doch einfach an stark frequentierten Orten liegen. Beispielsweise in der U-Bahn, im Café oder im Hotel. Hier werden sich bestimmt schnell neue Leser finden. Auf www.bookcrossing.com können Sie den Weg Ihres Buches sogar verfolgen. Mehr als 800.000 Menschen in 130 Ländern machen hier bereits mit. Und wann schicken Sie Ihr erstes Buch auf die Reise? (Inspiriert von greenpeace magazin. 6.09)


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