Einträge mit dem Schlagwort ‘Freunde’

Ziemlich beste Freunde

Kategorie: Gesehen, Kultur am Montag, 9. Januar 2012 von Christine Reichmann1 Kommentar

Gestern habe ich einen großartigen Film im Kino gesehen: “Ziemlich beste Freunde”. Worum es geht? Philippe (François Cluzet) führt in seiner Villa in Paris scheinbar das perfekte Leben. Er hat unglaublich viel Geld, ist adlig, gebildet und verfügt über eine Heerschar an Hausangestellten. ABER: Er ist vom Hals an abwärts gelähmt und somit stes auf Hilfe angewiesen. Als Philippe auf der Suche nach einem neuen Pfleger ist, taucht Driss (Omar Sy) – ein junger Schwarzer, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde – in Philippes wohlgeordneten Leben auf.

Dabei will Driss von Philippe eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung und auf den ersten Blick scheint sich das charmante Großmaul aus den Banlieus auch überhaupt nicht als Anwärter auf den Pflegerjob zu eignen. Doch Driss’ unbekümmerte, freche Art mach Philippe neugierig und er engagiert Driss auf Probe. Aber passen Mozart und Earth, Wind & Fire, Poesie und derbe Sprüche, Anzüge und Kapuzenshirts wirklich zusammen? Wer das herausfinden möchte, schaut sich den Film einfach an und wird mit Sicherheit – genau wie ich – gefangen genommen von einer verrückten, wunderbaren Freundschaft, die Philippe und Driss für immer verändern wird.


Lesen macht Kinder glücklich

Kategorie: Gelesen, Gesundheit, Kultur am Montag, 27. Juni 2011 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Kids und Jugendliche skypen, chatten und spielen Computergames, aber sie lesen kaum noch. So schauen 73 Prozent der 6- bis 13-jährigen jeden Tag fern, aber nur 15 Prozent lesen regelmäßig ein Buch. Dabei steigt die Zahl der Nichtleser jedes Jahr. Dies wird zu Recht häufig beklagt. Oftmals steht dabei die Sorge um den Erhalt der Kulturtechnik Lesen im Vordergrund, die Fähigkeiten wie Vorstellungskraft, abstraktes Denken und Aufmerksamkeit schärft. Das Lesen von Büchern trainiert den Geist und erweitert den Horizont. Das ist aber – leider – noch nicht alles. Wenn Kinder nicht mehr lesen, drohen sie nicht nur kognitiv, sondern auch emotional zu verarmen. Denn: Erzählte Geschichten bereichern die Innenwelt und schirmen Kinder so von den Härten des Lebens ab.

Lesen schützt vor Depressionen

Ein amerikanisches Forschungsteam hat sogar festgestellt, dass Lesen Jugendliche vor Depressionen schützt. Wer sich an vertraute Erzählungen wendet, wenn er traurig oder einsam ist, wird bald feststellen, dass er sich mit jeder Seite besser fühlt. Er spürt sich stärker mit der Welt verbunden, sobald er in den Erzählkosmos einer Geschichte eintaucht. Beim Lesen schließen wir uns fiktiven Weggenossen an. Und je mehr man sich dabei assoziativ verbunden fühlt, desto stärker hebt dies die Stimmung und das persönliche Wohlbefinden, folgern Shira Gabriel und Ariana Young von der University at Buffalo im US-Staat New York im Rahmen einer Studie.

Geschichten sind Empathielieferanten

Geschichten sind  tolle Empathielieferanten. Dabei verbinden uns Geschichten nicht nur mit den erfundenen Charakteren, sondern auch mit den realen Menschen um uns herum – besonders mit jenen, die dieselbe Geschichte gelesen haben. Wenn wir Abenteuern in Büchern beiwohnen, gönnen wir uns eine Auszeit vom realen Leben. Tauchen wir aus den Geschichten wieder auf, sind wir zufriedener und fühlen uns unseren Mitmenschen näher. Geschichten sind für uns “Abstraktion und Simulation sozialer Erfahrung”, sagt der Psychologe Keith Oatley. Kinder lernen durch Bücher fürs Leben. Und deshalb ist es so wichtig, dass Kinder die Lust am Lesen entdecken. Verschenken Sie also beim nächsten Anlass lieber ein bewusst ausgesuchtes Buch anstelle von Computerspielen, Handys oder Klamotten. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und vielleicht entdecken Sie ja auch Ihre Lust am Vorlesen und führen Kids und Jugendliche so an Bücher heran. (Inspiriert von Kölner Stadt-Anzeiger MAGAZIN Nr. 146)

Das Glückstagebuch

Kategorie: Gute Nachrichten am Mittwoch, 26. Januar 2011 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Winkt Glück, Gesundheit und Geldsegen herbei ...

Und die Winkekatze? Winkt Glück, Gesundheit und Geldsegen herbei ...

Wie wäre es, am Abend über die glücklichen Momente des Tages nachzudenken, sie aufzuschreiben und sich damit das innere Glücksgefühl zu bewahren? Wer dazu einen kleinen Glückhelfer benötigt, dem sei das “GlücksTagebuch” aus dem Coppenrath Verlag von Utho Creusen und Nina-Ric Eschemann empfohlen. Hier findet sich nicht nur viel Platz zum Erinnern schöner Ereignisse und guter Gedanken, sondern hier finden sich auch viele positive Denk- und Fühlanstöße. Ich habe mein GlücksTagebuch von einer lieben Freundin geschenkt bekommen und damit die Möglichkeit, jeden Tag meinen persönlichen Glücksfaktor zu steigern.

“Geh und wecke dein Glück!” aus Persien

24 Tipps für kalte Tage

Kategorie: Genuss, Gesellschaft am Sonntag, 28. November 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Herz erwärmend

Herz erwärmend

Draußen ist es klirrend kalt. Genießen Sie es! Denn Kontraste – draußen kalt und drinnen schön kuschelig – wirken sehr belebend. Sie brauchen noch ein paar Tipps für kalte Tage? Hier sind sie:

1 Mit Farben heizen – Klingt verrückt, aber wir spüren bis zu sechs Grad Unterschied zwischen kalten und warmen Tönen aus der Gelb-Orange-Rot-Farbpalette. Sie brauchen nicht gleich neu zu streichen. Ein paar Accessoires genügen schon, um sonnige Farbtupfer zu setzen. Alternativ können Sie auch getönte Glühlampen einsetzen.

2 Das Bild des Sommers – Einfach als Bildschirmhintergrund verwenden und schon können Sie zwischendurch vom sonnig-warmen Sommer träumen.

3 Filme, die das Herz erwärmen – Schauen Sie sich Filme mit viel Gefühl an. Auch wenn Ihnen dabei die Tränen kommen. Denn: Weinen entspannt. Die perfekte Gegenmaßnahme zum Frieren. Denn: Frieren verspannt. Trotzdem sollten die Filme natürlich ein Happy End haben.

4 Hot Spices – Geben Sie der Pfeffermühle ein paar Umdrehungen mehr, trinken Sie heißen Ingwertee oder gehen Sie mal wieder thailändisch essen. Das wärmt von Kopf bis Fuß.

5 Wäsche wärmen – Toller Trick! Erwärmen Sie Handtücher, Bademantel und Dessous an der Heizung, bevor Sie sie anziehen. Herrlich kuschelig!

6 Ein(e) feurige(r) Liebhaber(in) – Wenn keine(r) zur Verfügung steht, weichen Sie einfach auf die anderen 23 Ratschläge aus.

7 Kurztrip in die Tropen – Der kürzeste Weg führt ins Treibhaus (oder in Köln ins Schoko-Museum in die Kakao-Plantage) des nächsten Botanischen Gartens. Sie werden in der Schwüle buchstäblich aufblühen.

8 Highlander spielen – Schottenkaros, Hirschgeweihe aus Pappmaché und Fake Furs sind hübsche Gründe, um kalte Tage urgemütlich zu finden.

9 Zigarettenpause – Denn Raucher frieren schneller, weil ihre peripheren Gefäße schlechter durchblutet sind.

10 Zum BBQ einladen – Und falls Sie jemand für verrückt hält: Die chinesische Ernährungslehre empfiehlt im Winter Gegrilltes, aber auch Muskatnuss und Fencheltee.

11 Eisblumen wachsen lassen – Das tröstet über die Nachteile schlecht isolierter Altbaufenster hinweg.

12 Sich die Köpfe heiß reden – Über den besten Thai, die schönste Karibikinsel, schwarze Löcher und Handytarife.

13 Glühweinparty auf der Terasse – Getränke und Plätzchen gibt’s von den Gastgebern, Decken zum Einmummeln bringt sich jeder selber mit.

14 Tee aus der Schale trinken – Denn das wärmt auch gleich die Hände.

15 Zwiebel-Look – Viele dünne Schichten Kleidung wärmen – wegen des Luftpolsters dazwischen – viel besser als eine dicke.

16 Im Bett bleiben – Unter der Decke ist’s schön kuschelig. Da gibt’s einfach keinen Grund aufzustehen, müsste man nicht das Buch aus dem Wohnzimmer holen und die Kekse aus der Küche schnappen und auf die Suche nach dem Telefon gehen. Erfahrene Liegenbleiber (wie ich) lagern alles rund ums Bett.

17 Wintersuppen löffeln

18 Kaffee mitSchuss – Überall trinkt man ihn anders: Irish Coffee mit Whiskey, Swiss Coffee mit Kirschschnaps, French Coffee mit Cognag. Die Variationsmöglichkeiten sind schier unbegrenzt.

19 Gassi gehen – am besten im Laufschritt. Sie haben keinen Hund? Viele Freunde werden begeistert sein, wenn Sie diesen Dienst ab und zu übernehmen. Alternativen zum Warmwerden: Schnee schaufeln, Kniebeugen und Aufzüge boykottieren.

20 Heiße Rhythmen – Salsa, Samba oder Merengue kann man lernen. Das Feeling muss man im Blut haben. Ob man’s hat, findet man am besten bei einem Wochenendkurs heraus.

21 Fango statt Tango – Eine ordentliche Packung wärmt durch und durch. Eine Wärmflasche tut’s natürlich auch.

22 Es zieht? – Dann her mit dem altbewährten Strickdackel und ab mit ihm vor die Tür!

23 Ein Internet-Flirt – ein Tête-à-Tête im Chatroom, ein(e) neue(r) E-Mail-Freund(in)? Bei einer virtuellen Affäre bekommt man bestimmt keine kalten Füße.

24 Mit warmen Füßen ins Bett – Wärmflasche und Wollsocken sind die beste Einschlafhilfe. Denn wenn die Blutgefäße durch die Wärme erweitert sind, wird man sofort müde.

(Inspiriert von ELLE Decoration 6/99)

Vom Glück, mit den Händen zu arbeiten

Kategorie: Gesellschaft am Samstag, 20. November 2010 von Simone PipekKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Mein neues Loftbett – ein Traum!

Mein neues Loftbett – ein Traum!

Ein Projekt in meiner Wohnung schwelte lange Zeit vor sich hin. Mein kleinstes Zimmer benötigte ein Makeover, und dazu gehörte ein neues, erhöhtes, sogenanntes Loftbett. Da der Raum so klein ist, muss das Bett natürlich genau angepasst werden, handgefertigt sozusagen. Und wer eignet sich zu so einem Job besser als mein guter Freund James?! Nach wochenlangem Hin und Her haben wir einen gemeinsamen Termin gefunden, und heute war es also soweit. Endlich. Bei strahlendem Wetter aufgewacht, voller Vorfreude auf das, was da kommen mag. Wie immer ist das Zeitmanagement völlig daneben, alles dauert länger als geplant. Zu Ikea, Matratze kaufen, danach “schnell” zum Baumarkt, um das benötigte Material zu besorgen. Die Luft im Baumarkt ist drückend, einschläfernd. Danach muss erst einmal ein Kaffee her. Gesagt, getrunken. Auf dem Weg nach Hause will die Matratze auf dem Dach auf die linke Spur rutschen, obwohl das Auto geradeaus fährt. Meine Aufgabe ist es also, die 30 Minuten des Heimweges die Matratze davon abzuhalten, gänzlich abzurutschen. Scheibe runter Arm raus und festen Handgriff in die Matraze. Ein echtes Abenteuer! Und zu Hause ging’s dann los. Säge raus, Bohrmaschine, Schrauben, Bretter aller möglichen Dicken und Längen zurechtgeschnitten. Alles sehr schweisstreibend.

Ich könnte ihn küssen!

Jahrelanges Training bei meinem handwerklich sehr begabten Vater hat mich zu einer exzellenten Handlangerin werden lassen, also was kann schon schiefgehen? Ich sehe, was der nächste Schritt ist, reiche die richtigen Nägel an, halte das Brett im richtigen Winkel und habe ansonsten viel Geduld mit James. Mist, passt nicht, noch ein Stück  absägen. Wo sind die langen Schrauben? Verschwunden. Laden zu, also Hausmeister anrufen, der zum Glück mit im Haus wohnt, er hat alles da und hilft aus. Ich könnte ihn küssen! Aber das fände er wohl nicht so toll, also belasse ich es bei einem dankbaren “Thank you so much”. Dann endlich, gegen 19 Uhr,  steht das Ding. Wunderschön, simpel, formvollendet in unseren Augen. Wer hätte das noch erwartet? Ich nicht. Ermattet leisten wir uns ein halbes Glas Bier und begutachten unser “Werk”.  Und sind stolz wie Oskar. Wir haben es geschafft, ohne blutende Finger oder größere Unfälle. Ich verbringe ca. 98 % meines Arbeittages am Computer, wie vermutlich auch Sie, liebe/r LeserIn, und ich vermisse die Arbeit mit den Händen sehr. Arbeit, bei der man seine Motorik unter Beweis stellt und gleichzeitig sehr konzentriert vorgehen muss. Wer schon einmal mit einer Kreissäge gearbeitet hat, weiss, wovon ich spreche. Das schöne an dieser Art von Arbeit ist, dass man am Ende des Tages tatsächlich etwas vorzuweisen hat. Es so furchtbar befriedigend. Und es ist ein Test für jede Freundschaft, denn es bringt das beste und schlechteste im Menschen heraus. Nach sechs Stunden ohne Essen und kaum Trinken auf engstem Raum kommen Charakterzüge zm Vorschein, die man normalerweise vor seinen Freunden verheimlicht. Wenn man sich also nach so einem Tag immer noch  freundschaftlich liebend in die Augen schauen kann – das ist wahres Glück!


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