Einträge mit dem Schlagwort ‘Idee’

Slow-City-Bewegung

Kategorie: Genuss, Gesellschaft, Gute Nachrichten am Mittwoch, 16. März 2011 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Ausgerechnet die Fastfoodkette McDonald’s war der Auslöser für die Entstehung der Slow-Bewegung. Denn als McDonald’s Ende der 80er Jahre in Rom eine seiner Filialen eröffnete, veranstalteten italienische Gourmets spontan ein öffentliches Spaghetti-Essen. Sie nutzten dieses Essen, um zur Rettung der regionalen Küchentraditionen aufzurufen. Seitdem geht diese Idee als Slow Food um die Welt.

Ende der 90er wollten sich toskanische Bürgermeister nicht mehr mit der Beschränkung der Slow-Bewegung auf das Essen zufrieden geben und riefen die “Cittaslow”-Bewegung ins Leben. So formte sich von Italien aus eine neue internationale Bewegung. Die Vereinigung der lebenswerten Städte zählt mittlerweile 135 von Slow-City-Inspektoren geprüfte und zertifizierte Mitglieder in 20 Ländern. Dabei verpflichten sich die Mitglieder, ihre Lebensqualität zu erhöhen.

Das hektische Großstadtleben angenehmer gestalten

Die mehr als 50 zu erfüllenden Kriterien schreiben beispielsweise vor, regenerative Energien zu nutzen, Müll zu recyceln, regionale Produkte zu fördern sowie Grünanlagen und Traditionen zu pflegen. In Deutschland gehören bereits neun Gemeinden zur Slow-City-Bewegung: Deidesheim, Hersbruck, Lüdinghausen, Marihn, Nördlingen, Schwarzenbruck, Überlingen, Waldkirch und Wirsberg. Und selbst in Metropolen wie London (www.slowdownlondon.co.uk) gibt es Ambitionen, das hektische Großstadtleben angenehmer zu gestalten. Wer mehr über die Slow-City-Bewegung erfahren möchte, klickt auf www.cittaslow.info. (Inspiriert von greenpeace magazin. 1.11)

Bio-Slow-Food in Köln

Wer in Köln Slow-Food genießen möchte, dem sei das HERR RIESTER auf der Maastrichter Straße empfohlen. Als Fördermitglied von Slow Food Deutschland e.V. können Sie hier in einem der angesagtesten Szeneviertel Kölns in moderner Atmosphäre entdecken und genießen. Ob beim Einkauf hochwertiger Bio-Feinkost für das Essen zu Hause oder während einer Pause. Hier gibt es Frühstück (Biokäse und Biowurst können Sie sich an der Frischtheke selbst aussuchen), warme Bioküche, Kuchen und Co. Natürlich alles in Bioqualität.

New York: Garten auf Rädern

Kategorie: Gesellschaft am Montag, 14. März 2011 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

In New York fragt man jetzt nicht mehr: “Wann kommt der Bus?”, sondern “Wann kommt der Garten?” Wie bitte? Ja, Sie haben richtig gelesen. Denn in New York rollt bereits der erste bepflanzte Bus-Prototyp durch die Straßen. Und der Erfinder – Marco Castro Cosio – will natürlich noch mehr fahrende Grünfläche in die Metropole bringen. Für sein Diplom in Kommunikationsdesign entwickelte Marco eine Methode zur Bepflanzung von Busdächern und experimentierte mit Gewächsen, die dem Fahrtwind trotzen. “Dachgärten auf Gebäuden absorbieren Regenwasser, nehmen CO2 auf und fungieren als Dämmstoff. Wenn wir Busdächer bepflanzen, könnten wir diesen Effekt multiplizieren.” Immerhin rollen täglich 4.500 Busse durch Big Apple. Und das wären 14 Hektar! Momentan verhandelt Marco mit den Busgesellschaften. Eine abgefahrene Idee, die auch in Deutschland Nachahmer finden sollte, finde ich! (Inspiriert von Maxi 04/2011)

Ältere Tiere für ältere Menschen

Kategorie: Gesellschaft, Mensch & Tier am Montag, 16. August 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Emmy ist nun auch schon eine ältere Dame. Sie wünscht ihren Senioren-Freunden im Tierheim viel Glück, dass sie bald ein neues zu Hause finden.

Meine Emmy ist nun auch schon eine ältere Dame. Sie wünscht ihren Senioren-Freunden im Tierheim viel Glück dabei, dass sie bald ein neues zu Hause finden.

Vor einiger Zeit las ich in der Zeitung, dass in Bergheim (in der Nähe von Köln) betagte Vierbeiner an Senioren vermittelt werden. Ein Projekt der Bergheimer “Tiertafel”, die Tierfutter an Bedürftige ausgibt, die sich das Futter für ihre lieben Vierbeiner eigentlich nicht leisten können. Bei dem neuen Projekt “Graue Tiertafel” sollen nun ältere Hunde, die im Tierheim generell schlechte Vermittlungschancen haben, bei älteren Menschen ein neues, liebevolles zu Hause erhalten. Denn viele ältere Menschen, die alleine sind, hätten gern wieder einen Hund im Haus. Aber die meisten sind sehr verantwortungsvoll und entscheiden sich letztlich dagegen. Schließlich wollen sie nicht, dass das Tier, sollten sie vor ihm sterben, in fremde Hände oder ins Tierheim kommt. Und natürlich haben junge Hunde meist einen extremen Bewegungsdrang. Da kommen Senioren oft nicht mehr mit. Mit dem Projekt “Graue Tiertafel” bekommen nun nicht nur ältere Hunde  ein neues zu Hause, sondern auch der ältere Mensch bekommt seinen meist lang ersehnten Mitbewohner. Ein perfekes Team, das es dann gemeinsam ganz gemütlich angehen lassen kann. Dabei steckt das Bergheimer Projekt noch in den Kinderschuhen. Erste Kontakte werden angebahnt. Ältere Menschen, die bereit sind, ein Tier zu übernehmen, werden ermittelt. Und Senioren, die damit rechnen, aus gesundheitlichen Gründen ihr Tier abgeben zu müssen, können sich bereits jetzt bei dem Projekt “Graue Tiertafel” melden. Sollte der neue Halter versterben, kehrt das Tier laut Vertrag wieder in die Verantwortung der Tiertafel zurück, die dann einen neuen Besitzer sucht. Ich finde, das Projekt ist eine großartige Idee, die unbedingt weitere Nachahmer braucht.

Manchester: Trinkwasser umsonst

Kategorie: Genuss, Gute Nachrichten, Reisen am Mittwoch, 21. Juli 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Ob in Manchester, New York oder in San Fransisco: Wer eine Flasche mitbringt, bekommt in bestimmten Restaurants und Cafés Leitungswasser gratis. Und wo’s das Gratiswasser gibt, lässt sich online auf Stadtplänen ganz einfach mit einem Klick herausfinden. Eine absolut nachahmenswerte Idee finde ich. Denn sie spart nicht nur Geld, sondern auch Unmengen von Plastikflaschen.

www.givemetap.co.uk
www.tapitwater.com

Reise nach Thailand

Kategorie: Gelesen, Kultur, Reisen am Sonntag, 10. Januar 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Der Blick hinter die Kulissen ...

Der Blick hinter die Kulissen ...

Geschichten fürs Handgepäck

Was für eine schöne Idee – die Geschichten fürs Handgepäck, Reiseführer der anderen und ganz besonderen Art. Für meine Thailand-Reise im Dezember habe ich mir dann auch gleich den Thailand-Band ins Handgepäck gesteckt und ihn auf dem Hinflug gelesen. Darin schreiben zeitgenössische thailändische Autoren – einige von ihnen preisgekrönt – über ihr Land. Und so geht es hier nicht um herkömmliche Touristenattraktionen, die perfekt durchgeplant abgehakt werden können. Die Autoren gewähren uns vielmehr den ungleich tieferen Blick hinter die Kulissen ihres Landes. In Geschichten über Bergdörfer, Touristenzentren und das Leben in Bangkok begegnen wir in “Reise nach Thailand” Fischerfamilien, Großstädtern und buddhistischen Mönchen.

Den Stau sinnvoll nutzen …

Meine Lieblingsgeschichte ist gleich die erste in diesem Band. In ihr lerne ich ein junges bangkoker Paar kennen, das sich in seinem gut ausgestatteten Mittelklassewagen häuslich eingerichtet hat. Inklusive Kühlbox für erfrischende Getränke, jeder Menge köstlicher Snacks und der Möglichkeit, unterwegs zumindest die Blase zu erleichtern. Warum das alles? Weil es in Bangkok zu jeder Tages- und Nachtzeit sehr wahrscheinlich ist, früher oder später im Stau zu stecken. Eher früher als später und eher länger als kürzer. In diesen Fällen lernt man besser gleich, die Ruhe zu bewahren. Denn man steckt unweigerlich fest und es ist sinnvoll, sich darauf vorzubereiten, um diese Zeit “genießen” zu können. Dies macht erfinderisch und so lernen wir in ebendieser ersten Geschichte einen weiteren bangkoker Stauprofi kennen. Er denkt nicht nur an sein leibliches Wohl und Komfort, sondern auch an die Umwelt. So hat er  immer ein paar Bananensetzlinge an Bord. Und wenn er im Stau steht, steigt er eben aus und pflanzt neben der Straße seine Bananenstauden – für mehr Grün und ein besseres Klima in der quirligen Millionenmetropole.

Unglaublich, aber wahr!

Für jemanden, der noch nie in Bangkok war, mag schon die erste Geschichte völlig absurd erscheinen. Aber glauben Sie mir, diese Geschichte kann wirklich wahr sein. Auch ich hätte mir bei mancher Auto”fahrt” durch Bangkok ein kühles Getränk, etwas Leckeres zu essen und eine Toilette gewünscht. Aber zumindest war ich bisher immer in bester Gesellschaft und habe mich auch im Stau stets prächtig unterhalten. Wenn Sie nach Thailand (oder auch woanders hin reisen), stecken Sie sich die entsprechenden Geschichten fürs Handgepäck ein. Sie gibt es für die unterschiedlichsten Reiseziele und öffnen Ihnen die Augen für das jeweilige Land auf ungewöhnliche Art und Weise. Schönes Fernweh!

“Reise nach Thailand. Geschichten fürs Handgepäck”, Unionsverlag, Schweiz


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