Einträge mit dem Schlagwort ‘Katze’

In Japan liegen Katzen-Kaffees im Trend

Kategorie: Gute Nachrichten, Mensch & Tier am Freitag, 7. August 2009 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Wir wissen es längst, mit Tieren kuscheln entstresst. Dies haben auch die Japaner entdeckt und sich etwas Tierisches für all jene einfallen lassen, die keine Zeit für ein eigenes Haustier haben: Stundenweises Streicheln gegen Gebühr im angesagten Katzen-Kaffee.

So befindet sich beispielsweise in  Osaka das “Neko Jin Nikan”, was auf Deutsch so viel wie “Katzenzeit” bedeutet. Wer hier hinein möchte, hat zunächst einige Hygiene-Vorschriften zu beachten. So können Besucher des Katzen-Kaffees nur mit Kaffee eigenen Slippern die Räumlichkeiten betreten. Zudem müssen sie sich ihre Hände von einem Mitarbeiter per Spraybehandlung desinfizieren lassen. Danach geht’s erst einmal zur Kasse – eine Stunde Katzen-Kosen kostet umgerechnet vier Euro, Getränke inklusive. Die Mehrzahl der Gäste sind Frauen, die zwischen 20 kuschelwilligen Stubentigern wählen. Die wenigen männlichen Kunden erscheinen meist am Arm ihrer Freundin.

Im eigentlichen Kaffee-Bereich kann während des ersten Katzen-Flirts gemütlich Matcha-Tee oder Kaffee getrunken werden. Im Nebenraum und eigentlichen Kuschelzimmer sind Getränke tabu. Hier können dann die oberflächlichen Kontakte vertieft werden. Dabei dürfen die Besucher ganz entspannt auf Sofas oder Fußboden lümmeln – ganz wie Zuhause. Die Kundschaft ist begeistert: Seit der Eröffnung des ersten Katzen-Kaffees vor rund zwei Jahren boomt diese Idee. So gibt es mittlerweile rund zwanzig dieser Kaffees in Japan.

(Entdeckt auf www.fem.com)

Die Glückskatzenphilosophie

Kategorie: Gelesen, Gesellschaft, Kultur, Mensch & Tier am Dienstag, 4. August 2009 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Winkt Glück, Gesundheit und Geldsegen herbei ...

Winkt Glück, Gesundheit und Geldsegen herbei.

Das erste Mal entdeckte ich sie in Thailand: die Winkekatze. Jedoch kommt sie ursprünglich aus Japan und gilt dort als das bekannteste Symbol für Glück. Mittlerweile hat sie sich weltweit auf den Weg gemacht, um den Menschen Glück, Gesundheit und Geldsegen zu bescheren.

Ihr japanischer Name ist Maneki Neko, was tatsächlich soviel heißt wie die „winkende Katze“, die es in den unterschiedlichsten Ausführungen gibt. Die Farben der Katzen variieren und symbolisieren so verschiedene Arten des Glücks: Weiß steht für Reinheit, Grün für Erfolg beim Lernen, Schwarz für Gesundheit, Rot schützt vor schädlichen Einflüssen und stärkt die Liebe, Gold winkt Reichtum herbei, Pink sorgt für Romantik, und Violett steigert die Kreativität. Die beliebteste unter ihnen aber soll Mikeh sein, eine weiße Katze mit schwarzen und orangefarbenen Flecken.

Auch meine Winkekatze bringt mir Glück.

Auf meinem Schreibtisch steht seit einem Jahr eine silberne Winkekatze und mein Mann schwört auf seine goldene, die mit ihm das Büro teilt. Aus ihr hat er mittlerweile die Batterien entfernt. Nicht nur, weil die Katze beim Winken ziemlich erbarmungslos und laut tockert, sondern auch, weil er zwischenzeitlich so viele Aufträge bekam, dass er nicht mehr wusste, wann er sie alle erledigen sollte … Auch aus meiner Katze nehme ich von Zeit zu Zeit die Batterien heraus, wenn mich das Tocktock doch zu sehr aus dem Takt wirft. Denn auch “schweigend” bringt sie mir Glück. Davon bin ich überzeugt.

Die Legende um Maneki Neko.

Doch welche Geschichte steckt hinter dieser Glückskatze? Dazu kursieren in Japan zahlreiche Legenden. Eine der bekanntesten ist diese: Ein armer Mönch lebt mit seiner bunten Katze in einem verfallenen Tempel. Als eines Tages ein reicher Fürst in der Nähe des Tempels vom Regen überrascht wird und unter einem Baum Zuflucht sucht, sitzt die Katze vor dem Tempel und scheint dem Fürsten zuzuwinken. Dieser sieht darin ein Zeichen und folgt dem Wink. Kaum hat er den Baum verlassen, schlägt in diesen auch schon der Blitz ein. Und weil die Katze durch ihr Winken sein Leben gerettet hat, beschenkt der Fürst den Mönch reichlich und richtet den Tempel wieder auf. Man sagt, dass es sich bei diesem Tempel um den Gõtukuji-Tempel in der Nähe von Tokio handelt. Hier können Sie heute den Schrein der winkenden Katze besuchen.

Kater Mikeh auf dem Weg ins Glück.

Wink dem Glück und es winkt dir zurück!

Wink dem Glück und es winkt dir zurück!

Eine etwas unbekanntere Legende berichtet von Kater Mikeh, der aufbricht, um das Glück zu suchen. Diese Geschichte hat Christopher A. Weidner – Autor des Buches „Die Glückskatzen-Philosophie“ – zu einer Fabel inspiriert, die er in seinem Buch erzählt. Dabei wird die Geschichte zu einer möglichen Antwort auf die Frage, was Glück eigentlich bedeutet und wie wir es finden können. Am Ende des Buches fasst Weidner die Ideen seiner Geschichte zu einem Leitfaden zusammen, der den Leser dazu ermuntert, das Glück in sein eigenes Leben „herbeizuwinken“. Die Geschichte vermittelt die Einsicht, dass Glück nicht vom Zufall abhängt, sondern vielmehr Ergebnis unserer inneren Haltung der damit verbundenen Wahrnehmung der Welt ist. Ein Buch für all jene, die mit dem Gedanken spielen, sich auf die Suche nach dem Glück zu machen und dazu noch den ein oder anderen “Wink” benötigen.

Christopher A. Weidner: “Die Glückskatzen-Philosophie”, Knaur Ratgeber Verlag, München 2009


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