
Winkt Glück, Gesundheit und Geldsegen herbei.
Das erste Mal entdeckte ich sie in Thailand: die Winkekatze. Jedoch kommt sie ursprünglich aus Japan und gilt dort als das bekannteste Symbol für Glück. Mittlerweile hat sie sich weltweit auf den Weg gemacht, um den Menschen Glück, Gesundheit und Geldsegen zu bescheren.
Ihr japanischer Name ist Maneki Neko, was tatsächlich soviel heißt wie die „winkende Katze“, die es in den unterschiedlichsten Ausführungen gibt. Die Farben der Katzen variieren und symbolisieren so verschiedene Arten des Glücks: Weiß steht für Reinheit, Grün für Erfolg beim Lernen, Schwarz für Gesundheit, Rot schützt vor schädlichen Einflüssen und stärkt die Liebe, Gold winkt Reichtum herbei, Pink sorgt für Romantik, und Violett steigert die Kreativität. Die beliebteste unter ihnen aber soll Mikeh sein, eine weiße Katze mit schwarzen und orangefarbenen Flecken.
Auch meine Winkekatze bringt mir Glück.
Auf meinem Schreibtisch steht seit einem Jahr eine silberne Winkekatze und mein Mann schwört auf seine goldene, die mit ihm das Büro teilt. Aus ihr hat er mittlerweile die Batterien entfernt. Nicht nur, weil die Katze beim Winken ziemlich erbarmungslos und laut tockert, sondern auch, weil er zwischenzeitlich so viele Aufträge bekam, dass er nicht mehr wusste, wann er sie alle erledigen sollte … Auch aus meiner Katze nehme ich von Zeit zu Zeit die Batterien heraus, wenn mich das Tocktock doch zu sehr aus dem Takt wirft. Denn auch “schweigend” bringt sie mir Glück. Davon bin ich überzeugt.
Die Legende um Maneki Neko.
Doch welche Geschichte steckt hinter dieser Glückskatze? Dazu kursieren in Japan zahlreiche Legenden. Eine der bekanntesten ist diese: Ein armer Mönch lebt mit seiner bunten Katze in einem verfallenen Tempel. Als eines Tages ein reicher Fürst in der Nähe des Tempels vom Regen überrascht wird und unter einem Baum Zuflucht sucht, sitzt die Katze vor dem Tempel und scheint dem Fürsten zuzuwinken. Dieser sieht darin ein Zeichen und folgt dem Wink. Kaum hat er den Baum verlassen, schlägt in diesen auch schon der Blitz ein. Und weil die Katze durch ihr Winken sein Leben gerettet hat, beschenkt der Fürst den Mönch reichlich und richtet den Tempel wieder auf. Man sagt, dass es sich bei diesem Tempel um den Gõtukuji-Tempel in der Nähe von Tokio handelt. Hier können Sie heute den Schrein der winkenden Katze besuchen.
Kater Mikeh auf dem Weg ins Glück.

Wink dem Glück und es winkt dir zurück!
Eine etwas unbekanntere Legende berichtet von Kater Mikeh, der aufbricht, um das Glück zu suchen. Diese Geschichte hat Christopher A. Weidner – Autor des Buches „Die Glückskatzen-Philosophie“ – zu einer Fabel inspiriert, die er in seinem Buch erzählt. Dabei wird die Geschichte zu einer möglichen Antwort auf die Frage, was Glück eigentlich bedeutet und wie wir es finden können. Am Ende des Buches fasst Weidner die Ideen seiner Geschichte zu einem Leitfaden zusammen, der den Leser dazu ermuntert, das Glück in sein eigenes Leben „herbeizuwinken“. Die Geschichte vermittelt die Einsicht, dass Glück nicht vom Zufall abhängt, sondern vielmehr Ergebnis unserer inneren Haltung der damit verbundenen Wahrnehmung der Welt ist. Ein Buch für all jene, die mit dem Gedanken spielen, sich auf die Suche nach dem Glück zu machen und dazu noch den ein oder anderen “Wink” benötigen.
Christopher A. Weidner: “Die Glückskatzen-Philosophie”, Knaur Ratgeber Verlag, München 2009