Einträge mit dem Schlagwort ‘Köln’

Über Bushaltestellen, an denen garantiert kein Bus hält …

Kategorie: Gesellschaft, Gesundheit, Gute Nachrichten am Freitag, 2. Oktober 2009 von Christine Reichmann1 Kommentar
Ein Ort, an dem Erinnerungen geweckt werden ...

Ein Ort, an dem Erinnerungen wach werden.

Nach Hamburg, München, Remscheid, Wuppertal und anderen Städten hat jetzt auch Köln eine Bushaltestelle, an der ganz bestimmt kein Bus hält. Für Wartende ist sie dennoch eine Anlaufstelle von großer Bedeutung. Denn die „Scheinhaltestelle“ mit ihrem Wartehäuschen, den gelb-grünen H-Schildern und dem Fahrplan wurde auf dem Gelände des städtischen Seniorenzentrums Köln-Riehl für demenzkranke Bewohner aufgestellt.

Viele Demenzkranke suchen eine Bushaltestelle.

Menschen, die an Demenz erkrankt sind verlieren nicht nur nach und nach die Orientierung in Raum und Zeit, sie sind auch oft von starkem Bewegungsdrang getrieben. Hinzu kommt, dass sie ihre Erinnerungen verlieren und schließlich davon überzeugt sind, wieder in früheren Zeiten zu leben. Zeiten, in denen sie zur Arbeit fahren müssen und Freunde besuchen möchten, die längst nicht mehr leben. Deshalb suchen viele dieser Menschen nach einer Bushaltestelle.

Verlorene Schäfchen lassen sich schnell finden.

Die „Scheinhaltestelle“ steht nun auch in Riehl genau vor der Haustür der Heimbewohner und ist nun ein Ort, an dem das Pflegepersonal seine verlorenen Schäfchen schnell wieder findet. Hier haben die Pfleger die Möglichkeit, sich zu den jeweiligen Bewohnern an die Haltestelle zu setzen, mit ihnen zu reden und die Erinnerungen mit ihnen zu teilen. Durch das so geschaffene Vertrauen können Sie die Bewohner leicht und ohne Ängste auszulösen davon überzeugen, wieder mit ihnen ins Pflegeheim zurückzukehren.

Vertrauen schaffen und Ängste nehmen.

Dabei zeigen die bisherigen Erfahrungen, dass mit solch einer Haltestelle deutlich weniger Bewohner nach einer „richtigen“ Haltestelle suchen. Denn haben sie die „Scheinhaltestelle“ einmal entdeckt, ist sie tatsächlich der Ort, an dem sich die meisten hinsetzen, um auf den Bus zu warten. Eine unkonventionelle und wirkungsvolle Idee, die für Bewohner und Pfleger ein großes Stück Sicherheit bringt. Und eine Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen, Vertrauen zu schaffen und Ängste zu nehmen.

(Inspiriert von „An dieser Haltestelle hält garantiert kein Bus“ aus dem Kölner Stadt-Anzeiger Nr. 196, S. 23)

Kölle ade. Welcome New York.

Kategorie: Gesellschaft, Reisen am Mittwoch, 16. September 2009 von Simone PipekKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Ein Teil meiner Köln-Paraphernalia in meiner New Yorker Wohnung

Ein Teil meiner Köln-Paraphernalia in meiner New Yorker Wohnung

Gerade komme ich nach fast zwei Wochen aus Deutschland wieder, und fühle mich umhüllt und eingebettet in die Liebe und Vertrautheit meiner Familie und Freunde, die in Deutschland immer auf mich warten, die geduldsam meine Launen ertragen und mich MICH sein lassen, ohne zu kritisieren. Ich sehe den wunderschönen Kölner Dom und fühle mich zu Hause. Was ist zu Hause? Zu Hause ist da, wo du dich am wohlsten fühlst, du Sicherheit verspürst und niemandem Rechenschaft schuldig bist (bis zu einem bestimmten Grad) für  deine Taten und Gedanken. Froh –  traurig – schön – denn in unserem Zeitalter können wir selten alles haben. Froh, weil wir mit den Menschen Zeit verbringen können, die uns am Herzen liegen, und die wir, den Umständen entsprechend, nur selten in die Arme nehmen können, traurig, weil der Abschied immer wie das Damokles-Schwert über uns hängt. Und schön, weil wir wissen, dass es dort – wo auch immer “dort” ist –  Menschen gibt, die an uns denken und uns vermissen.

New York gibt mir Kraft und Mut.

Ich messe den Grad der Liebe nicht an der Zahl der Anrufe oder der E-Mails, sondern an dem Gefühl, das ich habe, wenn ich an meine Lieben denke. Gerade wiedergekommen zu sein aus der “Heimat”, dem Ort, an dem ich geboren und aufgewachsen bin, ist immer schwer, und ich hadere mit meiner Entscheidung, den Schritt getan, mir ein Leben im Ausland, in New York, aufgebaut zu haben. Und dann wiederum fängt mich “meine” Stadt auf: New York gibt mir Kraft und Mut.

Du bist deines Glückes Schmied.

Gestern war September 11, der Tag, an dem sich so viel auf einen Schlag veränderte, der Tag, der so viel Trauer und Traurigkeit gebracht, aber auch so viel Mut und Überlebenswillen gezeigt hat in den darauf folgenden Jahren. Und ein Lebensmotto stärker denn je drängt sich in mein Bewusstsein, und hier muss ich meine Freundin Alex zitieren: “Mund abwischen und weitermachen”. Eine Lebensweisheit, die ich gern in solchen Lebenssituationen verinnerliche. Trauern ist richtig und wichtig, solange man den Blick nach vorne nicht verliert. Es geht immer weiter, ob ohne dich oder mit dir, du hältst die Zügel in der Hand, und bist “deines Glückes Schmied”, will heißen, du entscheidest, ob du lebst oder leben lässt.

Ich entscheide mich für Leben, denn dies ist die weitaus spannendere und erfüllendere Variante.

Eine spannende Woche wünscht Ihnen,
Ihre Simone

Mr. Hug – ein Mann zum Anfassen

Kategorie: Gute Nachrichten am Mittwoch, 12. August 2009 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

“Kostenlose Umarmung – Free Hugs” ist auf der Pappe zu lesen, die Frank Hildebrand vor einigen Tagen in Köln vor dem Dom hoch hält. Und tatsächlich, die Menschen kommen auf den aufmunternd lächelnden, in einem orangefarbenen T-Shirt mit der Aufschrift “Mr. Hug” gekleideten Mann zu und möchten kräftig in die Arme genommen werden. Sie empfinden die Umarmung als angenehm und genießen die sympathische Ausstrahlung von Frank Hildebrand. Zusätzlich zum körperlichen Wohlgefühl drückt der so genannte Mr. Hug den Menschen seine Visitenkarte in die Hand, lässt sich fotografieren und spricht darüber, warum er der Mann zum Anfassen ist: Eine Umarmung setze Kräfte frei und entspanne. Eine Stunde lang verschenkt Hildebrand seine Umarmungen. Und dann macht er sich auf zum nächsten Ort. Denn der 41-jährige tourt einen Monat lang zwischen Wien, Zürich, Luxemburg und Leipzig – seine zweite Rundreise dieser Art. Im “normalen” Leben ist Mr. Hug Diplom-Ingenieur, Bassgitarrist und Persönlichkeitstrainer. Wer mag, kann sogar eines seiner Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung buchen. (Entdeckt im Kölner Stadt-Anzeiger vom 11. August 2009)

Moderne Guerilleros lieben Flower-Power

Kategorie: Gelesen, Gesellschaft, Kultur am Donnerstag, 30. Juli 2009 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Ernten, was man sät ...

Ernten, was man sät ...

Stellen Sie sich vor, Sie gehen morgen früh aus dem Haus und da, wo gestern noch öde, leere Betonkübel, vereinsamte Straßenlaternen und verwahrloste Verkehrsinseln waren, entdecken Sie plötzlich liebevoll angelegte Beete mit blühenden Blumen. Eine solche Pracht ganz einfach über Nacht? Sie trauen Ihren Augen nicht? Sie glauben, das gibt’s nicht?

Gibt’s doch! Guerilla-Gärtnern nennt sich diese wundervolle Aktion. Und die kommt – wie so viele kreative Ideen – aus New York. Dort begann schon 1973 eine Gruppe New Yorker mit der eigenmächtigen Begrünung ihres verwahrlosten Stadtteils. 1990 dann zeigte Andie McDowell als schöne Guerilla-Gärtnerin im Film „Green Card“, welch wundervolle Blüten ein bisschen Phantasie gepaart mit einem grünen Daumen treiben kann. Inzwischen ist der erste Nachbarschaftsgarten in New York ein offizieller Park.

Mit steigendem Umweltbewusstsein treibt eine kleine grüne Revolution ihre Wurzeln. Und so wird das so genannte Guerilla-Gärtnern weltweit immer populärer. Denn so bekommen viele Stadtbewohner ohne eigenen Balkon oder Garten die Möglichkeit, sich zu erden und dem Urbedürfnis des Buddelns und Pflanzens nach Herzenslust nachzugeben.

Anrührende Stiefmütterchen in einem vergessenen Papierkorb

Guerilla-Gärtner gehen auf die Suche nach ungenutzten öffentlichen Flächen, vernachlässigten Pflanzcontainern und Beeten, Verkehrsinseln oder Schmuddelecken. Sie räumen auf, pflanzen oder säen neues Grün. Danach hegen und pflegen Sie „ihr Gärtchen“ und machen damit nicht nur sich selbst, sondern auch vielen anderen Menschen eine große Freude. Dabei arbeiten Guerilla-Gärtner stets im Verborgenen. Und so entstehen über Nacht blühende Landschaften: unverhoffte Blumen in der unwirtlichen Umgebung eines Häusermeeres, überraschende Hängegeranien an der Bushaltestelle, anrührende Stiefmütterchen in vergessenen Papierkörben oder aufheiternde Narzissen auf Grünstreifen.

New York – die Wurzel des Guerilla Gardenings

Erfunden wurde der Begriff des Guerilla-Gärtnerns bzw. des Guerilla Gardenings 1973 von der New Yorker Künstlerin Liz Christy. Nachdem sie entdeckt hatte, wie im Müll ihres damals ziemlich heruntergekommenen Stadtteils Bowery-Houston Tomatenpflanzen wuchsen, die aus weggeworfenen Tomaten gekeimt waren, begann sie gemeinsam mit Freunden Pflanzensamen auszusäen, wo auch immer sie einen geeigneten Platz dafür entdeckte. Liz nannte sich und ihre Freunde Green Guerillas. Und es gelang ihr im Laufe der Zeit, den daraus entstandenen Nachbarschaftsgarten zu pachten, der heute Liz Christy Garden heißt.

Grüne Welle

Die grüne Welle boomt weltweit.

Auch in europäischen Städten gibt es mittlerweile zahlreiche heimliche Gärtner. So zum Beispiel in Hamburg, Köln, Wien, London, Kopenhagen, Brüssel und Paris. Und wer schauen mag, was Guerilla-Gärtner in aller Welt zum Blühen bringen, der findet dies im Buch „Guerilla Gardening: Ein botanisches Manifest“ von Richard Reynolds und Max Annas oder auf der Webseite www.guerrillagardening.org

Ein kleines Fleckchen Erde, Blumen, Liebe und Wasser …

Wer sich nun ein Beispiel nehmen und seinen grünen Daumen als Guerilla-Gärtner unter Beweis stellen möchte, suche sich ein kleines Fleckchen Erde, befreie es von Unkraut und gestalte es neu. Was Sie dazu brauchen? Eine Kiste voller Pflanzen – z. B. Lavendel, Katzenminze, Kapuzinerkresse, Efeu, Korn- oder Sonnenblumen –, etwas fruchtbare Erde aus der Tüte und täglich etwas Aufmerksamkeit und Wasser. Wer nicht heimlich gärtnern möchte, hole sich vorher eine Genehmigung vom zuständigen Ordnungsamt – in Hamburg beispielsweise unter www.gruenpate.de. In Köln können Sie eine Patenschaft für eine Baumscheibe (das offene Erdreich rund um einen Baum) übernehmen und diese nach eigenen Wünschen bepflanzen. Weitere Informationen dazu erhalten Sie vom Kölner Grünflächenamt.

„Leben allein genügt nicht“ sagte der Schmetterling, „Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben.“ – das schrieb schon Hans Christian Andersen. Damit bleibt mir nur noch, Ihnen Folgendes mit auf den Weg zu geben: Genießen Sie die Freiheit und lassen Sie Blumen blühen! Dann kommen die Schmetterlinge von ganz allein.

Die frohe Botschafterin empfiehlt: Pilates hoch über der Stadt!

Kategorie: Gute Nachrichten am Freitag, 17. Juli 2009 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Eine starke Mitte ist das A und O.

Eine starke Mitte ist das A und O.

Für alle, die in Köln oder in der näheren Umgebung wohnen, gibt’s in der kommenden Woche ein echtes – kostenloses – Highlight: Pilates hoch über der Stadt! Und zwar am City Beach auf dem Kaufhof-Parkhaus P1 in der Schildergasse. Mit einmaligem Blick auf Dom, Rhein und Weltstadthaus lässt es sich hier herrlich pilaten. Dabei sind – für alle, die Pilates noch nicht kennen – Kontrolle, bewusste Atmung, Zentrierung, Entspannung, Bewegungsfluss und Koordination die zentralen Elemente dieser besonderen Art der Bewegung. Auf diese Weise werden die Muskeln gestärkt, die Kondition verbessert und die Koordination geschult. Gleichzeitig wird auch die Wahrnehmung für den öffentlichen Raum sensibilisiert. Hoch oben über der Stadt gemeinsam mit anderen Menschen wird der Einklang mit sich und der Stadt bestimmt eine unvergessliche Erfahrung sein.

Die Leiterin des SPRINGS Pilates Studio in Köln, Miriam Ritter, und ihr Team werden Pilates so vermitteln, dass jeder mitmachen kann. Jeden Tag serviert das SPRINGS Team einen speziellen Pilates Leckerbissen: Pilates for Runners and Bikers, Pilates für den Rücken und und und … Lassen Sie sich überraschen und genießen Sie die wundervolle Aussicht auf ein unvergleichliches Körpergefühl.

Die Termine für open air Pilates sind täglich um 10 Uhr vom 20. bis zum 25. Juli 2009. Was Sie mitbringen müssen? Eine Gymnastikmatte, ein Handtuch und Lust auf Bewegung.

Ich bin seit vielen Jahren selbst leidenschaftlicher Pilates-Fan und kann diese besondere Art der Bewegung jedem nur wärmstens ans Herz legen, der mit Freude etwas für sich und seinen Körper tun möchte. Und wer Höhenangst hat oder zu den oben genannten Terminen keine Zeit hat, der schaut sich die Angebote des SPRINGS Pilates Studios in Köln unter www.pilates-studio-koeln.de an und vereinbart ein individuelles Schnuppertraining. Vielleicht treffen wir uns dort demnächst einmal … Ich würde mich freuen!

Ihre Christine Reichmann



schliessen
E-mail an...