Einträge mit dem Schlagwort ‘Körper’

Alicia kocht …

Kategorie: Genuss, Gesellschaft, Gesundheit, Mensch & Tier am Montag, 9. Mai 2011 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht. George Bernard Shaw

Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht. George Bernard Shaw

… vegan. Und das macht sie richtig gut. Wer sich bereits vegan ernährt oder – so wie ich – auf dem Weg dorthin ist, dem kann ich dieses geniale Kochbuch nur wärmstens empfehlen. Aber eigentlich ist es nicht nur ein Koch-, sondern auch ein lesenswertes Sachbuch. Denn über die Hälfte des Buches widmet die Autorin Alica Silverstone dem Thema Ernährung. Was so gesund an ihr ist und was Fleisch, Milchprodukte, weißer Zucker und verarbeitete Nahrung mit uns, unserem Körper, den Tieren und unserer Welt tatsächlich anrichten. Sie zeigt, wie wir fleischlos satt und glücklich sein können, ohne auf etwas verzichten zu müssen. Radicchiopizza mit Trüffelöl, Kohlrouladen, Süßkartoffel-Linsen-Eintopf oder Erdnusstörtchen im Schokomantel? Hier findet jeder, was seinen Gaumen erfreut. Und das Beste daran? Wer auf tierische Lebensmittel verzichtet, freut sich schon bald über eine glattere Haut sowie einen schlankeren und gesunderen Körper. Viel Freude beim Lesen, Entdecken, Kochen, Schlemmen und Glücklichsein!

Alicia Silverstone: “Meine Rezepte für eine bessere Welt. Bewusst genießen, schlank bleiben und die Erde retten.”, Goldmann Arkana Verlag 2011

Yoga wirkt entzündungshemmend

Kategorie: Gesundheit am Donnerstag, 10. Juni 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Auch Pilates macht schön, stark und ist herrlich entspannend.

Auch Pilates hält gesund, macht schön stark und ist herrlich entspannend.

Dass Bewegung Körper und Geist fit hält, haben die meisten von uns wohl schon am eigenen Leib erfahren. Dass insbesondere Yoga Krankheiten vorbeugen kann, ist nun “amtlich”: Wissenschaftler der Ohio State University untersuchten bei 50 Frauen im Alter zwischen 30 und 65 Jahren, inwieweit Yoga gegen Stress wirkt. Gegen einen Faktor, der Entzündungen fördern kann. Dabei sind Entzündungsreaktionen im Körper an verschiedenen Krankheiten beteiligt: Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Arthritis und Alzheimer. Zudem sollen Entzündungsreaktionen das Risiko für die meisten Krebsarten erhöhen.

In der untersuchten Gruppe waren Neulinge, die erst wenige Lektionen Hatha-Yoga hinter sich hatten, und Expertinnen, die diese Yoga-Form seit mindestens zwei Jahren regelmäßig praktizierten. Die Wissenschaftler maßen nun unter Normal- sowie unter Stressbedingungen verschiedene Substanzen im Blut der Teilnehmerinnen. Das erstaunliche Ergebnis: Die erfahrenen Yoga-Übenden hatten nicht nur niedrigere Entzündungsspiegel, ehe sie gestresst wurden, sondern sie hatten auch niedrigere Entzündungsreaktionen auf Stress.

Bei rund 40 Prozent der Yoga-Expertinnen entdeckten die Forscher eine sehr niedrige Konzentration von Entzündungszeichen. In der Gruppe der Yoga-Unerfahrenen erreichte niemand diesen Wert. Im Gegensatz dazu hatten 60 Prozent der Neulinge, jedoch nur 24 Prozent der Expertinnen eine hohe Konzentration von Entzündungszeichen im Blut. Das Fazit: Wer regelmäßig Yoga macht, kann Entzündungsreaktionen in seinem Körper verringern und auf diese Weise zahlreichen Zivilisationskrankheiten vorbeugen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass auch viele andere Bewegungsformen – wie beispielsweise Pilates – einen ähnlichen Effekt erzielen. Denn als absoluter Pilates-Fan weiß ich, dass Pilates nicht nur die Körpermuskulatur formt und stärkt, sondern auch einen herrlich entspannenden Effekt hat.

Einen bewegenden Tag wünscht Ihnen

Ihre Christine Reichmann

(Inspiriert von Brigitte woman 07.2010)

Meine kleine Freundin, das “Äffchen”

Kategorie: Gesellschaft am Mittwoch, 12. Mai 2010 von Christina Maria GraweKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Nach einiger Zeit traute sie sich schon alleine ins Wasser.

Nach einiger Zeit traute sich Nan schon alleine ins Wasser.

Bangkok, 11. Mai 2010

Wenn die kleine Nan lachte, sah sie wirklich ein bisschen aus wie ein kleines Äffchen. Ihr mageres kleines braunes Gesicht zeigte dann ihre kaputten Zähnchen und wenn sie lief, erschienen auch ihre Arme manchmal irgendwie ein bisschen zu lang und ungelenk. Zu viele Wochen ihres Lebens hatte sie schon im Krankenhaus verbracht, zu viele Wochen, um richtig rennen und toben zu lernen wie andere Kinder. Mitleid aber kennen Kinder nur bedingt und so wurde Nan oft einfach nur “Äffchen” gerufen.

Nan war eine Kämpferin.

Das störte sie aber wenig. Nan war eine Kämpferin. Von Geburt an kämpfte sie gegen den HIV-Virus. Der Virus, an dem ihre Mutter starb. Nan wuchs im Kinderheim auf. Als ich sie vor 6 Jahren kennen lernte, war sie gerade mal wieder krank und schwach. Ohne Sauerstoffschlauch durch die Nase schaffte sie es damals nicht, das Bett zu verlassen. Aber sie kämpfte. Und hatte Glück, dass auch in Thailand neue Medikamente auf den Markt kamen. Sie wollte leben und sie wollte lernen. Wann immer sie konnte, schleppte sie sich auf die andere Straßenseite, dort hat das Mercycentre eine Sonderschule für Kinder wie Nan eingerichtet. Kinder, die durch Krankheit oder andere Umstände nicht dem normalen Schulalltag folgen können.

So behalte ich sie in Erinnerung.

So behalte ich sie in Erinnerung.

Ihr Lächeln überstrahlte alles.

Ein Jahr nach unserem Kennenlernen durfte sie zum erstenmal mit ihren Freundinnen übers Wochenende zu uns kommen. Klein, mager und fleckig lief sie durch unseren Garten. Im Badeanzug ein erschreckender Anblick zuerst, aber ihr Lächeln überstrahlte alles. Sie lernte, die Angst vorm Wasser zu verlieren. Ich erinnere mich, wie sie das erste Mal, festgeklammert um meinen Hals, mit 2 Schwimmärmchen und einem Reifen, mit panischer Angst in den Augen, gemeinsam mit mir in den Pool kletterte. Die anderen Kinder tobten durchs Wasser, sie blieb fest an mich geklammert. Aber am Ende des Tages planschte sie zumindest mit dem Fuß.

Ausgelassen tanzte sie durch die Küche.

Im vergangenen Dezember war sie das letzte Mal bei uns zuhause. Kaum größer, immer noch ungelenk und mager, aber jetzt traute sie sich schon, alleine ins Wasser zu springen. Zwar mit Schwimmärmchen, aber das machte ja nichts. Wir haben Weihnachtsplätzchen gebacken (im Badeanzug) und sie tanzte zu Jingle Bells ausgelassen durch die Küche. Ich habe sogar ein Video davon.

Aber dann, wieder ein Wunder!

Eine Woche später hatte der Virus ihr Hirn erreicht. Die anderen Kinder haben es mir so erklärt, die genaue medizinische Definition – was macht es für einen Unterschied?! Sie hatte von einem Tag zum anderen ihr Gedächtnis verloren. Aber dann, wieder ein Wunder! Wochen später wurde sie wieder aus dem Krankenhaus entlassen und was kein Arzt erklären konnte, sie erinnerte sich nach und nach. Nicht an das Lesen und Schreiben und an die Zahlen, aber an die Menschen, die sie liebten. Ich war gerührt, als sie auch mich erkennend umarmte. Irgendwann bald darauf aber war ihr kleiner Körper einfach zu schwach, brach zusammen. Wochenlang lag sie auf der Intensivstation im Koma.

Insgeheim wusste ich, dass ich sie das letzte Mal sah.

Am vergangenen Freitag entließ man sie nach Hause, ins Mercycentre – zum Sterben. Ich sah sie am Sonntag Nachmittag das letzte Mal. Sie dämmerte vor sich hin, zuckte komisch rhythmisch. Ein dürres armseliges Menschlein, der Körper zerschunden von der Krankheit und den Einstichen. Luftröhrenschnitt, künstliche Ernährung durch die Nase. Sie hatte 39 Grad Fieber, glühte. Insgeheim wusste ich, dass ich sie das letzte Mal sah und um nicht zu weinen dachte ich daran, wie sie durch unseren Garten tanzte.

Ich habe viel gelernt über das Leben und den Tod.

Heute Nacht um 5 Uhr dann ist meine kleine Freundin Nan, das süße “Äffchen” gestorben. Sie wäre am Freitag 13 Jahre alt geworden.

Das ist sicher keine fröhliche Geschichte, keine frohe Botschaft auf den ersten Blick. Aber durch Nan und ihre kleinen Freunde, die alle HIV positiv sind, habe ich viel gelernt in den vergangenen Jahren. Über das Leben und den Tod. Über den Umgang mit Krankheit und Tod, immer allgegenwärtig.

Sie ist jetzt glücklich bei ihrer Mutter im Himmel.

Die Kinder werden heute bei der Beerdigung sicher nicht weinen. Das tun sie nie bei Beerdigungen und sie haben schon andere kleine Freunde verabschieden müssen. “Nan hatte doch Schmerzen” sagen sie. “Und jetzt ist sie glücklich bei ihrer Mutter im Himmel.” Sie sprechen vom Himmel, obwohl Nan buddhistisch beerdigt wird. Aber das spielt keine Rolle. Die Kinder haben gelernt, dass Tod zum Leben gehört und sie haben keine Angst vorm Tod. Für sie ist es der Übergang in eine andere hoffentlich schmerzfreie Welt. Ob das nun der christliche Himmel ist oder die folgende buddhistische Wiedergeburt, für sie ist wichtig: Das “Äffchen” wird nun keine Schmerzen mehr haben!

Und die frohe Botschaft an dieser Geschichte ist: dass es Orte wie das Mercycentre in Bangkok gibt, dass Nan nach dem Tod ihrer Mutter ein neues liebevolles Zuhause fand. Sie sprach nie von Kinderheim oder Waisenhaus, sie sagte immer “Zuhause” und nannte ihre Betreuerinnen “Mae” (Mama).

Tschüss, kleines Äffchen!

Elektrosmog & Co – Wie sie unsere Gesundheit negativ beeinflussen und was wir dagegen tun können

Kategorie: Gesundheit am Sonntag, 21. Februar 2010 von Christine Reichmann2 Kommentare

Elektrosmog ade! Ein erfrischend neues Lebensgefühl ...

Elektrosmog ade! Ein erfrischend neues Lebensgefühl ...

Sie schlafen schlecht? Sind gegen dies und jenes allergisch? Sie wandern von Arzt zu Arzt und auch alternative Heilmethoden bringen bei Krankheit nur bedingt Linderung? Dann könnte es sein, dass Sie durch Elektrosmog (Handy, WLAN, Mikrowelle, Induktionsherd & Co) oder geophatische Strahlungen (wie beispielsweise Wasseradern) belastet sind.

Für viele von Ihnen wird sich dies zunächst abenteuerlich, ja vielleicht sogar völlig absurd anhören. Aber, wer sich dieser Thematik gegenüber öffnet, sich darüber mit Fachleuten (Baubiologen) austauscht, wird schnell feststellen, dass dies kein esoterischer Humbug ist.

Es gibt hunderte wissenschaftliche Studien, die biologische Beeinträchtigungen durch elektrotechnische Strahlung und Funkstrahlung belegen.

Spätestens, wenn Sie einen Baubiologen zu sich nach Hause holen und dieser mit professionellem, technischen Gerät Ihre Räumlichkeiten auf elektrotechnische und geopathische Strahlungen hin untersucht, werden Sie erkennen, wie rational und logisch nachvollziehbar die Auswirkungen derartiger Strahlungen auf unsere Befindlichkeit und unseren Körper sein kann.

Und wenn Sie mögen, können Sie folgenden Selbsttest durchführen:

Setzen Sie sich auf ein Heizkissen oder eine Heizdecke mit eingestecktem Stecker, aber lassen Sie das Kissen ausgeschaltet. Dann nehmen Sie einen ganz einfachen Prüfschraubenzieher, mit dem man Spannungen in Steckdosen messen kann, und halten ihn an Ihren Kopf. Er wird leuchten … Und genau das ist die Situation in vielen Schlafzimmern. Sie stehen nachts unter Spannung und wundern sich, warum Sie am nächsten Morgen völlig gerädert aufwachen …

Strahlenbelastungen können sogar Krebs verursachen.

Ich weiß mittlerweile, dass ich elektrosmogsensibel bin und besonders empfindlich auf derartige Strahlenbelastungen reagiere. Dies kann sich in Schlafstörungen, Herzrasen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, wiederkehrenden Erkältungskrankheiten, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen und vielem anderen mehr äußern. Schlimmstenfalls können diese Strahlenbelastungen sogar zu Krebs führen.

Gut, dass es Baubiologen gibt, die sich um dieser Problematik kümmern. Sie spüren selbst verursachte Strahlenbelastungen in Ihrem Lebensumfeld auf, die sich in der Regel leicht „ausschalten“ lassen. Und nicht nur das, auch von außen einwirkende Strahlenbelastungen durch WLAN, DECT-Telefone der Nachbarn, durch Handystrahlung der Handysender, Hochspannungsleitungen (oft nicht sichtbar im Bürgersteig verlegt), Bahnstrom usw. können auf vielfältige Art und Weise die Strahlenbelastungen in Räumen abschirmen bzw. neutralisieren.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Baubiologin Heike Schröder gemacht. Sie hat unser Haus baubiologisch untersucht und Belastungen durch geophatische sowie elektrotechnische Strahlungen festgestellt. Durch Ausschaltung der eigenen Störquellen sowie eine frequenzangepasste Neutralisation hat sich unser Raumklima und damit unsere Lebensqualität entscheidend verbessert.

Wichtig ist eine ganzheitliche baubiologische Untersuchung.

Wichtig ist, dass eine ganzheitliche baubiologische Untersuchung von einem Arzt bzw. einem Heilpraktiker begleitet wird, der die Strahlenbelastung aus dem Körper ausleitet. Der Baubiologe schafft eine weitestgehend strahlungsfreie und ent-spannte Wohnumgebung, in der Sie regenerieren können. Daraufhin sollte die Strahlung aber aus dem Körper ausgeleitet werden. Eine bioenergetische Ausleitung ist völlig schmerzfrei und kosten rund 20 Euro. Gute Ärzte und Heilpraktiker können von guten Baubiologen vermittelt werden. Bei mir hat diese Art der Behandlung dazu geführt, dass restlos alle Nahrungsmittelunverträglichkeiten nicht mehr nachweisbar sind und ich nun essen kann, was ich will. Und: Ich kann endlich gut schlafen und wache morgens fit und mit Tatendrang auf. Ein herrliches Gefühl!

Sollten Sie im Großraum Köln wohnen, kann ich Ihnen die Baubiologin Heike Schröder nur wärmstens ans Herz legen. Sie tut das, was sie tut, mit Leidenschaft und fundiertem Fachwissen. Auch sie hat erfahren müssen, dass es bei ihrem damals chronisch kranken Sohn hieß, er sei schulmedizinisch austherapiert. Dies hat sie nicht hingenommen und hat sich auf die Suche gemacht. Auch bei ihr ist damals ein Baubiologe gewesen, der Strahlenbelastungen festgestellt und neutralisiert hat. Ihr Sohn ist heute gesund. Und für sie war diese Erfahrung der Impuls, sich selbst zur Baubiologin ausbilden zu lassen, um Menschen in ähnlichen, ausweglos erscheinenden Lebenssituationen zu helfen.

Heike Schröder hat auch ein sehr interessantes und umfassendes Buch mit dem Titel „Energie heilt!“ geschrieben, in dem das Thema Baubiologie und energetische Medizin im Vordergrund steht. Für alle, die sich für dieses Thema interessieren, genau das Richtige. Oder Sie nehmen gleich mit Frau Schröder Kontakt auf:

Heike Schröder
Geo-Baubiologie
Kastanienallee 9
41569 Rommerskirchen

Fon +49 (0)21 83 / 826 78

www.baubiologie-schroeder.de

Sport ist (kein) Mord!

Kategorie: Gesundheit am Sonntag, 31. Januar 2010 von Simone PipekKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Verschwitzt aber glücklich. I'm baaack!

Verschwitzt aber glücklich. I'm baaack!

Ich sitze hier an meinem Esstisch-Schreibtisch-Heimarbeitsplatz, gucke nach rechts hinaus in den strömenden Regen und … freue mich. Moment mal, warum denn das? Ich habe doch eigentlich gar keinen Grund, oder?! Es ist nichts Einschneidendes passiert, woran ich meinen wohlwollenden Gemütszustand festmachen könnte. Und dann auch noch dieses Wetter, pfff. Und trotzdem … Da fällt es mir wie Schuppen von den Augen, ich mache wieder Sport. So profan dies auch klingen mag, nach einigen Monaten der Einigelung, um dem kalten Wetter zu entfliehen, der schlechten Ernährung (ach, die paar Kartoffelchips machen den Braten auch nicht mehr fett(er)), und der selbstgewählten Absorbtion aller nur erdenklichen und nicht unbedingt intelligenten Fernsehshows am Abend habe ich mit mir selbst einen Pakt geschlossen:

Tu’ dir ‘was Gutes. Beweg’ deinen Allerwertesten!

Ja klar, ich weiß, dass ich mich nach einer Stunde Schwitzen in der Kickboxing-Klasse gut fühle, dass das Blut im Körper zirkuliert, dass alle in meinem Koerper sitzenden Gifte, die sich über die Monate hinweg häuslich eingerichtet haben, herausgespült werden, und ich mich fühle, als könnte ich Bäume ausreißen. Aber ich muss es ja erst einmal bis ins Fitness-Studio schaffen, und das ist ein langer, langer, LANGER Weg, nicht unbedingt physisch, aber psychisch. Wo doch zu Hause meine gemütliche Couch und mein Glas Weisswein auf mich warten. Und natürlich der innere Schweinehund, der jault und grunzt und bettelt. Und dass, obwohl ich sogar zertifizierte Fitnesslehrerin für Kickboxing und Gewichtstraining bin. Ich unterrichte zwar zur Zeit nicht, weiß aber um den Nutzen eines guten Workouts, kenne die aeroben und anaeroben Abläufe im Körper, und bin mir bewusst, dass der Körper sehr stark den Geist beinflusst. Mens sana in corpore sano! Trotzdem bedarf es einiger Überredungskraft meiner selbst, während sich Engelchen und Teufelchen auf meinen beiden Schultern wahre verbale Kaempfe liefern. Zum Glück hat dann irgendwann das Teufelchen ein Einsehen und zieht sich beleidigt zurück. Und ich ziehe ab ins Fitness-Studio, wo mich meine Sportmädels begeistert begrüßen, und mich fragen, wo ich denn gesteckt habe. Daraufhin murmele ich rotköpfig und beschämt etwas von busy, viel Arbeit, you know how it is …

Ich springe, kicke, boxe, was das Zeug hält.

Und als ich dann also in der Klasse springe, kicke, boxe was das Zeug hält  kommt sie wieder, die Lust und die Freude an der Bewegung und ich stelle fest, dass ich hier sein MÖCHTE, gerade hier und jetzt mit diesen lieben Menschen in diesem Studio, dass ich diesen Teil meines Lebens in der Tat sehr vermisst habe. Ich merke, wie das Adrenalin durch meinen Körper jagt und ich beglückt feststelle, dass ich nichts verlernt habe und buchstäblich fühlen kann, wie sich meine körperliche und geistige Muskulatur mit jeder verstreichenden Minute stärkt. Und nach einer schönen, langen, heißen Dusche weiß ich: Ich habe wieder Blut geleckt, sehe Bewegung nicht mehr als unangenehmes Muss, sondern als positives Darf, und ich freue mich auf heute Abend, wenn ich nach einer Runde Boxen am Sandsack zwar erschöpft, aber voll des Lebens und der fröhlichen Gedanken mein müdes Haupt auf mein Kissen betten kann. Und der Schweinehund muss erst einmal in der Hütte bleiben.

Mit allerbesten, motivierten Grüßen aus dem Big Apple,
Ihre Simone


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