Einträge mit dem Schlagwort ‘Mode’

Hippe Shirts mit großer Wirkung

Kategorie: Gesellschaft, Gute Nachrichten, Mode & Lifestyle am Donnerstag, 20. Mai 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Deutsches Charity-Projekt unterstützt Altenheim in New York

Vor ein paar Minuten habe ich es mir in meinem Büro mit der Fachzeitschrift “Textilwirtschaft” und einem Milchcafé gemütlich gemacht und entdecke gerade einen Artikel über ein inspirierendes Projekt:

Gabriele Frantzen von der Modeagentur “Best of 19″ in München verliebte sich im vergangenen Jahr auf dem Flohmarkt im New Yorker Stadtteil Chelsea in eine Reihe von New-York-Zeichnungen aus den 50er, 60er und 70er Jahren, die sie sofort kaufte. Unter anderem mit folgenden Motiven: einem lesenden Pärchen in der New Yorker Subway, einer Frau in einem New Yorker Café und der New Yorker Skyline.

Frantzen recherchierte sofort nach dem Künstler. Und tatsächlich Saul Lishinsky gibt es noch. Er residiert im Alter von 89 Jahren ein einem Altenheim. Dem Amsterdam Nursing Home, auf der Amsterdam Avenue, Ecke 112te Straße in New York.

Eine gute Idee sofort in die Tat umgesetzt.

Als Frantzen Lishinsky dort besuchte, war sie geschockt. Denn obwohl dieses Altenheim als das beste der USA gelobt wird, empfand sie die Atmosphäre dort als bedrückend und sie hatte das Gefühl, etwas dagegen unternehmen zu müssen.

Einige Gedanken und Telefonanrufe später war das Projekt geboren: T-Shirts wurden mit Ausschnitten der Lishinsky Zeichnungen bedruckt und im deutschsprachigen Raum im Einzelhandel verkauft. Möglich wurde dies, weil Einzelhandelsunternehmen wie beispielsweise Apropos und Loden-Frey ihre Teilnahme an dem Projekt kurz entschlossen zusagten.

Das sehenswerte Ergebnis: Vor ein paar Tagen überraschte Frantzen die Bewohner des Amsterdam Nursing Home in New York mit einem Scheck über 5.000 Dollar, um damit das Leben schöner zu gestalten. Ein zweiter Scheck in gleicher Höhe wird demnächst an das Münchner Damenstift übergeben. Und danach geht das Projekt in die 2te Runde.

Tolle Idee!

(Inspiriert von Textilwirtschaft 20_2010)

Heute schon geswappt?

Kategorie: Gesellschaft, Mode & Lifestyle am Donnerstag, 25. Februar 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Shoppen ist out. Swappen ist in. Was sich dahinter verbirgt? Ein modisches Event, das im Prinzip jeder ganz leicht selbst initiieren kann. Einfach Freundinnen einladen, die die Highlights ihres Kleiderschranks, an denen sie sich sattgesehen haben, mitbringen, um sie der nächsten Modehungrigen gegen ein gutes Stück ihrerseits einzutauschen. In Promikreisen boomt das Swappen schon. Und so tauschen Mischa Barton, Naomi Campbell und Reese Witherspoon ihre stylishen Klamotten untereinander. Swapping-Liebhaberinnen reizt dabei vor allem der Vintage-Faktor und natürlich der Spaß. Denn Swappen findet nicht nur privat statt, sondern auch ganz offiziell auf großen Events, beispielsweise in angesagten Clubs mit DJ und anderen hippen Locations. Hier wechseln Kleider, It-Bags und Schuhe ihre Mode begeisterten Besitzerinnen. Es ist ein bisschen wie Flohmarkt, nur ganz ohne Geld. Im perfekten Fall bedeutet das eine stylishe Garderobe, die sich permanent selbst erneuert, ohne etwas zu kosten. Und dies wissen immer mehr so genannte “Recessionistas” zu schätzen, die trend- und kostenbewusst mit viel modischem Fingerspitzengefühl neu und alt, hochwertig und günstig mixen und so ihren ganz individuellen Stil kreieren. Erst wird getrüffelt und dann getanzt. Und wie steht’s mit Ihnen? Heute schon geswappt?

(Inspiriert von FREUNDIN 4/2010)

BRIGITTE zeigt Frauen „mitten im Leben“

Kategorie: Gesellschaft, Gute Nachrichten, Mode & Lifestyle am Montag, 19. Oktober 2009 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Jetzt stehlen "normale" Frauen den Models die Schau ...

Jetzt stehlen "normale" Frauen den Magermodels die Schau ...

Ab 2010 sehen wir nicht mehr nur in der DOVE-Werbung Frauen wie du und ich, sondern auch in den Modestrecken der BRIGITTE. Eine tolle Entscheidung, an der sich meiner Meinung nach weitere Unternehmen ein Beispiel nehmen sollten. Dass die Zeit reif für einen neuen, natürlicheren Blickwinkel ist, zeigt auch das amerikanische Model Crystal Renn. Sie hungerte sich für die begehrten Modeljobs fast zu Tode, bis es bei ihr „klick“ machte und sie einen anderen Weg einschlug. Heute lebt sie ihren Traum. Ist ein begehrtes Model, das seine Kurven selbstbewusst zu Schau stellt. Als Plus-Size-Model für beispielsweise Gaultier und Dolce & Gabbana. Die BRIGITTE geht sogar einen Schritt weiter und wird ab Anfang des kommenden Jahres für sämtliche Fotostrecken der Bereiche Mode, Beauty und Fitness nicht mehr mit professionellen Models produzieren. Stattdessen wird die Frauenzeitschrift sowohl on- als auch offline ausschließlich Frauen zeigen, die „mitten im Leben stehen“: Studentinnen, Schauspielerinnen, Buchhändlerinnen, Künstlerinnen, Unternehmerinnen – eben Frauen aus dem Leben. Und das finde ich wirklich gut!

C & A setzt sich gegen Kinderarbeit ein

Kategorie: Gesellschaft, Gute Nachrichten, Mode & Lifestyle am Mittwoch, 14. Oktober 2009 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Schon seit zehn Jahren engagiert sich C & A gemeinsam mit der Kinderhilfsorganisation Terre des Hommes in einem Projekt gegen Kinderarbeit in Indien. Dabei stand am Anfang dieses Projekts der Wunsch von C & A einen Weg zu finden, um gegen den Einsatz von Kinderarbeitern in der Textilindustrie vorzugehen. Dazu verpflichtete das Düsseldorfer Unternehmen seine Zulieferer, keine Kinder zu beschäftigen und die grundlegenden Arbeitsrechte einzuhalten.

Eine qualifiziert Ausbildung ist das A & O.

Patres des Ordens der Salesianer Don Bosco – Partner von Terre des Hommes – richteten in der indischen Textilhochburg Tirupur im Bundesstaat Tamil Nadu ein Berufsschulzentrum für arbeitende Kinder ein. Finanziert wird dieser Ausbildungsbetrieb von C & A. Bis heute haben dort 1.200 Kinder eine qualifizierte Ausbildung erhalten – beispielsweise zum Schneider, Zuschneider, Mechaniker oder Elektriker. Im gleichen Zeitraum konnte die Zahl der Kinderarbeiter in Tirupur von 40.000 auf 5.000 Kinder reduziert werden. 2,2 Millionen Euro hat C & A seit 1999 in dieses Projekt investiert. Dabei stammen die Mittel hauptsächlich aus Spenden von C & A und aus Sammelaktionen bei Kunden und Belegschaft.

Es gibt viele Möglichkeiten, etwas zu tun.

Neben der Kooperation in Tirupur engagiert sich C & A auch bei ähnlichen Projekten in den Bundesstaaten Karnataka und Bihar. Auch hier werden Schritte gegen Kinderarbeit unternommen. So werden in Bellary im Staat Karnataka seit dem Jahr 2004 jährlich 270 Kinder in Abendschulen unterrichtet. Im Bundesstaat Bihar fördern die Düsseldorfer seit 2008 ein Projekt, welches den Menschen das Leben in ihren Dörfern ermöglicht und auf diese Weise die Migration in die Städte verhindern soll.

(Inspiriert von TextilWirtschaft 41 _ 2009)

Die reine Woll-Lust!

Kategorie: Gesellschaft, Gesundheit, Mode & Lifestyle am Mittwoch, 7. Oktober 2009 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Ob ich so etwas wohl in Zukunft selbst stricken kann?

Ob ich so etwas wohl in Zukunft auch selbst stricken kann?

Wie nimmt man Maschen auf? Und wie war das noch mit zwei rechts, zwei links, eine fallen lassen? Wer sein vergrabenes Wissen aus den Handarbeitsstunden hervorkramen kann, sollte loslegen – mit Schals, Mützen oder Handschuhen. Denn Selbstgestricktes ist wieder absolut en vogue. Sogar im trendigen New York klackern momentan bei den hippen Damen die Stricknadeln mit den High Heels um die Wette.

Total angesagt: der Do-it-yourself-Look

Models stricken backstage und selbst Sarah Jessica Parker lässt in ihren Drehpausen gern mal die ein oder andere Masche fallen. Wer bei aller Hingabe weder Zopf- noch Ajourmuster hinkriegt, darf übrigens auch ganz schlicht stricken. Denn nicht nur komplizierte Woll-Kunst erobert das Fashionista-Herz, auch gewollt Unvollkommenes wie der schlabbrige und gerade deshalb wunderschöne Pulli, der aussieht, als habe ihn eine Viertklässlerin im Schweiße ihres Angesichts zusammengestrickt. Es geht nicht um Perfektion, sondern um einen rührend unverwechselbaren Do-it-yourself-Look.*

Ein selbst gestrickter Liebesbeweis

Diesen beherrschte meine Mutter bereits in den 70er Jahren perfekt und war damit ihrer Zeit modisch meilenweit voraus. Sie weigerte sich zwar mit Händen uns Füßen, aber irgendwann hatte ich sie mit der bei mir schon im zarten Alter von sieben innewohnenden Überredungskunst soweit, mir eine Wolljacke zu stricken. Beneidete ich doch all meine Schulfreundinnen, um ihre von Muttern selbst gestrickten und gehäkelten Outfits (die diese wiederum natürlich abgrundtief hassten. Aber auch hier war es wie immer in diesen Fällen: Was man nicht haben kann, begehrt man umso mehr. Ich erinnere mich noch gut an meine Schulfreundin Sigrid und an ihr rosa Strickkleid mit weißem Bommelgürtel. Ich war so neidisch und meine Mutter ist fast ausgerastet, weil sie meinte, mit einem solch gruseligen Kleid würde sie mich keinesfalls auf die Straße geschweige denn zur Schule gehen lassen …) Es war also ein absoluter Liebesbeweis, als meine Mutter tatsächlich einen riesen Berg flauschig roter Wolle kaufte und sich Abend für Abend – nachdem sie völlig erschöpft von der Arbeit nach Hause gekommen war – hinsetzte, um für mich diese knallrote Strickjacke zu stricken. Es dauerte für mich natürlich gefühlt ewig, bis dieses Wunderwerk dann irgendwann  fertig war. Und ein Wunderwerk war es tatsächlich. Denn diese von mir heiß geliebte Strickjacke wurde beim Tragen zusehends größer. Irgendwann hatte dann diese Jacke ein derartiges Volumen erreicht, dass sogar unsere rubensförmige Tante Elsa an kühlen Tagen problemlos in dieses Raumwunder passte. Auch heute noch denke ich mit liebevollem Schmunzeln an dieses unglaubliche Strickwerk – an diesen echten Liebesbeweis meiner Mutter.

Tolle Wolle

Wer sich auch von solchen “Erfolgsstories” nicht abschrecken lässt, dem seien an dieser Stelle ein paar coole Web-Adressen für tolle Wolle ans eifrige Handarbeiterinnenherz gelegt:

www.woolandthegang.com (coole Strick-Kits plus Anleitungen, handgestrickte Accessoires etc., aus der Wolle glücklicher peruanischer Schafe)

www.wollstisters.de (Lurexwolle, Bambuswolle, Sockenwolle, Denimwolle …)

Und wer nicht allein vor sich hin handarbeiten möchte, kann dies auch unter Anleitung und in Gesellschaft tun. Zum Beispiel im Selfmade-Szenelokal „Stitch ‘n Bitch“ in Berlin-Kreuzberg oder in der Event-Werkstatt „Selberschön“ in München. Oder Sie nehmen an einem Strickworkshop teil. Zum Beispiel im Handarbeitsladen “Maschenkunst” in Köln.

Stricken ist gesund.

Dabei kann Stricken nicht nur Freude bereiten, sondern ist sogar gesund: Denn Handarbeiten wärmt die Seele und stärkt nachweislich das Herz! Das hat der amerikanische Kardiologe Herbert Benson von der Harvard Medical Schoool herausgefunden. Demnach ist Stricken so entspannend wie Meditieren. Der Blutdruck sinkt und Stresshormone werden abgebaut. Selber machen stärkt also die Nerven und fördert die Kreativität. Denn immer ist ein Mix aus Talenten gefragt: manuelles Geschick, gestalterische Ideen, schnelle Problemlösungen. Das fordert beide Hirnhälften, hält geistig fit. Wer das erste selbst gefertigte Stück in den Händen hält, wird zudem vom Belohnungszentrum im Gehirn mit einer Flut von Glückshormonen überschwemmt. Und wem Besitzerstolz allein nicht reicht? Der kann mit den eigenen Werken sogar Geld verdienen. Zum Beispiel über die Website www.dawanda.com – dem Marktplatz zum Verkauf vom Selbstgemachtem. ** Weitere so genannten „Social Shopping“-Seiten finden Sie unter etsy.com, hokohoko.com oder shanalogic.com.***

Wer nicht wagt …

Auch ich, die ich ganz bestimmt das sagenumwobene Handarbeitstalent meiner Mutter geerbt habe, werde mich in diesem Herbst an die Stricknadeln wagen. Natürlich müssen diese ultradick sein, ebenso wie die Wolle, damit mein Strickwerk auf jeden Fall noch in dieser Saison fertig wird …

Also: Auf die Wolle, fertig, los!

*Maxi 08/2009
**freundin 15/2009
***Kölner Stadt-Anzeiger MAGAZIN Nr. 220/2009


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