
Geschichten übers Essen sind Geschichten über uns – über unsere Geschichte und unsere Werte.
Bei mir kommen seit Anfang des Jahres weder Fleisch noch Fisch auf den Tisch. Aber alle, die auf Fisch nicht verzichten wollen, sollten meiner Meinung nach darauf achten, welchen Fisch sie essen, um Rücksicht auf das ökologische Gleichgewicht zu nehmen. Und das bedeutet, keine Fische zu essen, die durch Überfischung fast ausgestorben sind.
In einem Vergleich von handelsüblichen Fischarten haben 29 Sorten als bedenklich abgeschnitten. Das teilte die Umweltorganisation WWF mit. Zu den Sorten, die “empfehlenswert” sind, gehören laut WWF Hering, Seelachs aus dem Nordatlantik, Dorsch aus der Ostsee sowie Lachs und Forelle aus Bio-Zucht.
Rotbarsch, Dorade aus dem Mittelmeer, Pangasius und tropische Garnelen gehören nicht auf den Teller.
Denn vier Fünftel aller wirtschaftlich genutzten Fischbestände weltweit gelten zur Zeit als überfischt oder bis an die ökologisch vertretbare Grenze befischt.
Und wer mag und sich kundig machen will, verzichtet lieber ganz auf Fisch und sucht sich leckere pflanzliche Alternativen, mit denen man ebenfalls sehr gut und tatsächlich unbedenklich alle lebensnotwendigen Nährstoffe zu sich nehmen kann. Eine hilfreiche Lektüre zu diesem Thema ist der Titel “Vegetarische Ernährung” von Claus Leitzmann und Markus Keller.
Allen, denen unsere Tiere und unsere Umwelt am Herzen liegen, möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal das phantastische und erhellende Buch “Tiere essen” von Jonathan Safran Foer, empfehlen. Eine Rezension zu diesem Titel finden Sie hier auf der Frohen Botschafterin.
(Inspiriert von Kölner Stadt-Anzeiger Nr. 254)