Einträge mit dem Schlagwort ‘Reise’

Mit Gewürzen zaubern

Kategorie: Gelesen, Genuss, Kultur, Reisen am Montag, 16. Mai 2011 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Heute finden wir in fast jedem Supermarkt die exotischsten Gewürze.

Heute finden wir in fast jedem Supermarkt die exotischsten Gewürze.

Nun waren die beiden Besitzer des World Food Café (über das gleichnamige Kochbuch berichtete ich bereits) – Carolyn & Chris Caldicott – wieder unterwegs und haben uns aus aller Herren Länder neue Geschichten und Lieblingsrezepte mitgebracht. Diesmal setzen die beiden Leckerschmecker ihren Fokus auf exotische Gewürze. Und so präsentiert uns das neue  Koch- und Geschichtenbuch nicht nur jede Menge köstlicher, fernwehstillender Rezepte. Es enthält zudem eine bunte Mischung aus historischen Fakten, persönlichen Reiseerlebnissen und umwerfenden Bildern, die uns von fremden Ländern träumen lassen. Diesmal werden auch Fleisch- und Fischesser angesprochen, nachdem das erste Kochbuch sich rein auf vegetarische Gerichte konzentriert hat. Aber natürlich finden auch Vegetarier wieder leckere Rezepte. Und sollte sich ein Fleisch- oder Fischgericht gar zu köstlich anhören, einfach kreativ werden und mit mariniertem Tofu ausprobieren. In den meisten Fällen funktioniert das nämlich ganz hervorragend. Also: an die Gewürze, fertig, los!

Carolyn & Chris Caldicott: “Auf den Gewürzstraßen der Welt”, Verlag Freies Geistesleben, 2011

World Food Café

Kategorie: Gelesen, Genuss, Gesundheit, Kultur, Reisen am Freitag, 28. Januar 2011 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
Köstliche vegetarische Gerichte aus aller Welt

Köstliche vegetarische Gerichte aus aller Welt

Nachdem ich selbst nur Gutes über das vegetarische Kochbuch “World Food Café” gelesen hatte, habe ich es mir gleich bestellt und war natürlich sehr gespannt. Als es bei mir eintraf, habe ich sofort darin geblättert und geschmökert. Das erste Gericht, das ich daraus gekocht habe, war unglaublich lecker: eine marokkanische Harira-Suppe. Neben fein aufeinander abgestimmten Gewürzen wie Ingwer, Kurkuma und Koriander besteht diese köstliche Suppe aus Kartoffeln, Karotten, Selleriestangen, grünen Linsen, Tomaten und Kichererbsen. Nachdem das erste Gericht ein absoluter Volltreffer war, habe ich ein paar Tage später gleich das nächste gekocht: ein feines Tabbouleh nebst Fallafel und selbst gemachtem Hummus. Ein Traum! Wer auf der Suche nach neuen vegetarischen Geschmackserlebnissen ist, wird in diesem Kochbuch von Carolyn & Chris Caldicott sicher fündig. Die beiden sind viele Jahre um die Welt gereist, um Bilder, Geschichten und Rezepte zu sammeln. Und so finden sich in ihrem Buch neben Bildern und kleinen Geschichten, exotische Gerichte aus Afrika, dem Nahen Osten, Indien, Asien, Mittel- und Südamerika. Die Zutaten sind leicht erhältlich und die Gerichte einfach nachzukochen. Damit beweisen die beiden, dass vegetarische Kost nicht nur lecker und abwechslungsreich, sondern wirklich aufregend sein kann. Guten Appetit!

Die Elefantenführer von Bangkok

Kategorie: Gesehen, Kultur, Mensch & Tier, Reisen am Mittwoch, 1. September 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Gestern habe ich im WDR Fernsehen eine tolle Reportage gesehen: “Thailands schweres Erbe: Die Elefantenführer von Bangkok”. Noch vor 15 Jahren arbeiteten mehr als 4.000 Elefanten und ihre Führer – die sogenannten Mahouts – in den Wäldern Thailands. Doch seitdem die thailändische Regierung den Kahlschlag der Wälder gestoppt hat, sind Elefanten und ihre Mahouts arbeitslos. So wie der 36jährige Elefantenführer Vicha Vilaithonqcam und seine Elefantendame Dern Pen. Beide zog es – wie viele andere von ihnen – in die großen Städte wie Bangkok. Hier verdingen sie sich als Touristenattraktion und verkaufen Bananen als Elefantenfutter oder bieten Ritte auf den Elefanten an.

Doch in Bangkok sind die Dickhäuter ein großes Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr. Zudem monieren Tierschützer, dass Abgase und der zum Teil glühend heiße Asphalt die Gesundheit der Elefanten stark beeinträchtigen. Ein neues Gesetz verbannt nun diese Mahouts und ihre Arbeitselefanten aus Bangkok. Wer trotzdem bleibt und erwischt wird, hat hohe Geldstrafen zu zahlen. Darüber hinaus droht die Zwangsdeportation der Dickhäuter in ein staatliches Elefantenlager im hohen Norden des Landes.

Das “Mahout and Elephant Project”

Mahout Vicha und sein Kollege Mon haben andere Pläne. Sie haben von dem “Mahout and Elephant Project” – einem privaten Elefantencamp in Pattaya gehört. Hier können zahlende Volontäre den Elefantenführerschein machen. Ein nachahmenswertes Projekt, das den Mahouts und ihren Elefanten eine gute Alternative zum Straßenleben bietet.

Ein Kamerateam des WDR begleitet die beiden Mahouts Vicha und Mon mit ihrer Elefantendame Dern Pen auf ihrem abenteuerlichen Weg von Bangkok in die Touristenmetropole Pattaya, in der die letzten Elefantenführer von Bangkok eine neue Heimat finden …

Der Beitrag ist absolut sehenswert und wird am Montag, 06. September 2010 zwischen 14.30 und 15.00 Uhr im WDR Fernsehen wiederholt.

Die italienischen Schuhe

Kategorie: Gelesen, Kultur am Dienstag, 31. August 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster
"... Mankell hat eine neue Sprache gefunden ... Sie hallt wie ein Schlag auf Eis über die gefrorenen Meeresbuchten wider und tönt fort im Herzen der Menschen." Ystads Allehanda

Ein spannender Roman über die Liebe und die Einsamkeit.

“Die italienischen Schuhe” von Henning Mankell ist ein bittersüßer Roman über die Liebe und die Einsamkeit. Der ehemalige Chirurg Fredrik Welin – der Protagonist des Romans – lebt zurückgezogen auf einer kleinen Schäreninsel. Seine Gefährten sind ein Hund, eine Katze sowie ein wachsender Ameisenhaufen in seinem Wohnzimmer. Frederiks einzige zwischenmenschliche Begegnung ist die mit dem Postboten, der regelmäßig bei ihm an Land geht. Frederik glaubt, mit seinem Leben abgeschlossen zu haben. Nur, wenn er durch ein Loch, das er sich ins Eis hackt, in das bitterkalte Wasser steigt, spürt er, dass er noch lebt. Doch eines Tages entdeckt Fredrik seine einstige Jugendliebe Harriet mit ihrem Rollator auf dem Eis. Mittlerweile schwerkrank erinnert sie ihn nach 40 Jahren an ein altes Versprechen, das er nun einlösen soll. Fredrik soll mit ihr an einen kleinen Waldsee in Nordschweden fahren, an dem er als Kind oft mit seinem Vater war.

Eine Reise in die Vergangenheit und zurück zu den Menschen

Das Einlösen dieses Versprechens gestaltet sich als Reise in die Vergangenheit, voller unverhoffter Begegnungen. Fredrik lernt seine Tochter kennen, die im Wald in einem Wohnwagen haust. Er begegnet Sima, einer jungen Iranerin, die in einer Gruppe schwer erziehbarer Mädchen lebt und Gianconelli, einem alten italienischen Schuhmachermeister, der im Wald bei Härjedalen jedes Jahr genau zwei Paar Schuhe nach Maß fertigt. Und Frederik bekommt die Chance, eine alte Schuld abzutragen, einen Kunstfehler mit schwerwiegenden Folgen. Auf seiner Reise in die Vergangenheit findet Fredrik nicht nur Glück und Schmerz, sondern er findet auch zurück zu den Menschen. “Die italienischen Schuhe” ist ein Buch voll von unvergesslichen Begegnungen, voller Nachdenklichkeit und Leidenschaft. Und so wie der Winter in den Schären eiskalt und dunkel ist, so schön und herzerwärmend kann der dortige Sommer sein. Lassen Sie sich in eine außergewöhnliche Gegend und in eine spannende Geschichte voller scheinbar unvereinbarer Gegensätze entführen …

Henning Mankell: “Die italienischen Schuhe”, Paul Zsolnay Verlag, Wien 2007

Reise nach Thailand

Kategorie: Gelesen, Kultur, Reisen am Sonntag, 10. Januar 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Der Blick hinter die Kulissen ...

Der Blick hinter die Kulissen ...

Geschichten fürs Handgepäck

Was für eine schöne Idee – die Geschichten fürs Handgepäck, Reiseführer der anderen und ganz besonderen Art. Für meine Thailand-Reise im Dezember habe ich mir dann auch gleich den Thailand-Band ins Handgepäck gesteckt und ihn auf dem Hinflug gelesen. Darin schreiben zeitgenössische thailändische Autoren – einige von ihnen preisgekrönt – über ihr Land. Und so geht es hier nicht um herkömmliche Touristenattraktionen, die perfekt durchgeplant abgehakt werden können. Die Autoren gewähren uns vielmehr den ungleich tieferen Blick hinter die Kulissen ihres Landes. In Geschichten über Bergdörfer, Touristenzentren und das Leben in Bangkok begegnen wir in “Reise nach Thailand” Fischerfamilien, Großstädtern und buddhistischen Mönchen.

Den Stau sinnvoll nutzen …

Meine Lieblingsgeschichte ist gleich die erste in diesem Band. In ihr lerne ich ein junges bangkoker Paar kennen, das sich in seinem gut ausgestatteten Mittelklassewagen häuslich eingerichtet hat. Inklusive Kühlbox für erfrischende Getränke, jeder Menge köstlicher Snacks und der Möglichkeit, unterwegs zumindest die Blase zu erleichtern. Warum das alles? Weil es in Bangkok zu jeder Tages- und Nachtzeit sehr wahrscheinlich ist, früher oder später im Stau zu stecken. Eher früher als später und eher länger als kürzer. In diesen Fällen lernt man besser gleich, die Ruhe zu bewahren. Denn man steckt unweigerlich fest und es ist sinnvoll, sich darauf vorzubereiten, um diese Zeit “genießen” zu können. Dies macht erfinderisch und so lernen wir in ebendieser ersten Geschichte einen weiteren bangkoker Stauprofi kennen. Er denkt nicht nur an sein leibliches Wohl und Komfort, sondern auch an die Umwelt. So hat er  immer ein paar Bananensetzlinge an Bord. Und wenn er im Stau steht, steigt er eben aus und pflanzt neben der Straße seine Bananenstauden – für mehr Grün und ein besseres Klima in der quirligen Millionenmetropole.

Unglaublich, aber wahr!

Für jemanden, der noch nie in Bangkok war, mag schon die erste Geschichte völlig absurd erscheinen. Aber glauben Sie mir, diese Geschichte kann wirklich wahr sein. Auch ich hätte mir bei mancher Auto”fahrt” durch Bangkok ein kühles Getränk, etwas Leckeres zu essen und eine Toilette gewünscht. Aber zumindest war ich bisher immer in bester Gesellschaft und habe mich auch im Stau stets prächtig unterhalten. Wenn Sie nach Thailand (oder auch woanders hin reisen), stecken Sie sich die entsprechenden Geschichten fürs Handgepäck ein. Sie gibt es für die unterschiedlichsten Reiseziele und öffnen Ihnen die Augen für das jeweilige Land auf ungewöhnliche Art und Weise. Schönes Fernweh!

“Reise nach Thailand. Geschichten fürs Handgepäck”, Unionsverlag, Schweiz


schliessen
E-mail an...