Einträge mit dem Schlagwort ‘Tierschutz’

Caterer reduzieren Fleischangebot

Kategorie: Genuss, Gesellschaft, Gesundheit, Gute Nachrichten, Mensch & Tier am Montag, 7. Februar 2011 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Eine Schlüsselrolle in der Verpflegung der Bevölkerung übernehmen die großen Caterer, die in zahlreichen Unternehmen sowie in öffentlichen und sozialen Einrichtungen die Kantinen betreiben. In den Führungs- und Nachhaltigkeitsetagen der Caterer sprechen sich die vielen negativen Auswirkungen des Fleischkonsums langsam aber sicher herum. Deshalb werden in fortschrittlichen Unternehmen  bereits Konzepte umgesetzt, um das Fleischangebot zu reduzieren.

Zu diesen Unternehmen gehört bereits seit einem Jahr der größte Catering-Anbieter der Welt, die Compass Group, die mit ihrer Initiative „Be a Flexitarian“ dazu aufruft, weniger bzw. gar kein Fleisch mehr zu essen und dazu auch ein entsprechendes Angebot schafft. Jetzt hat sich Sodexo, ebenfalls einer der weltweit größten Catering-Anbieter der »Meatless Monday«-Bewegung angeschlossen und serviert in den USA an Montagen nur noch vegetarische Kost. Und sogar McDonald’s testet Berichten zufolge ein komplett vegetarisches Konzept.

Langsam aber sicher bewegt sich auch die Politik: Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes, bezeichnete jüngst die industrielle Tierproduktion als »falschen Weg« und forderte ein »Umdenken bei Lebensstil und Konsumgewohnheiten« hin zu einem deutlich geringeren Fleischverbrauch. Kampagnen in diese Richtung werden inzwischen sogar von der EU finanziell unterstützt. So beispielsweise das Projekt Halbzeitvegetarier, das FleischesserInnen dazu aufruft, sich paarweise zusammenzutun, um den Fleischkonsum zu halbieren. Diese Aktion ist für all jene gedacht, die sich bislang eine rein vegetarische Ernährung nicht vorstellen können, jedoch bereit sind, ihren Fleischkonsum deutlich zu senken. (Inspiriert von Albert Schweitzer Stiftung)

VeggieWorld – Die Messe für nachhaltiges Genießen

Kategorie: Genuss, Gesundheit, Mensch & Tier am Freitag, 4. Februar 2011 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Wer mehr übers vegetarische und vegane Genießen wissen möchte, der hat vom 11. bis zum 13. Februar in Wiesbaden die Gelegenheit, die Messe »VeggieWorld« zu besuchen. »Die Messe für nachhaltiges Genießen« findet unter der Trägerschaft des Vegetarierbundes Deutschland (VEBU) statt. Was Sie dort erwartet? Ein vielseitiges Vortragsprogramm mit vielen renommierten Referenten:

Der Leiter des Instituts für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE) Dr. Markus Keller erklärt wie die Ernährung zur Prävention von Krankheiten betragen kann und bietet im Anschluss individuelle Ernährungsberatung. Extrem-Ausdauersportler Arnold Wiegand berichtet über seine Ernährung und seine Erfahrungen aus mehreren Ultra-Triathlons. Wie wichtig das richtige Essen beim Yoga ist, erläutert Personal Fitness Coach Kathleen Schwiese. Klimaforscher und Buchautor Martin Schlatzer stellt die neuesten Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen unseren Essgewohnheiten und globaler Erwärmung vor und auch die Vorteile und Besonderheiten einer veganen und rohköstlichen Ernährung werden in Vorträgen vorgestellt. Die ethische Dimension des Essens diskutieren in einer Podiumsdiskussion die Autorin Karen Duve, der Geschäftsführer des Vegetarierbundes Sebastian Zösch und zwei Verfechter der fleischhaltigen Kost.

Um Augen und Gaumen zu verwöhnen gehören auch Kochshows zum Programm der »VeggieWorld«. Die Preisverleihung des »Kochbuch des Jahres 2011« rundet das Programm ab.

VeggieWorld Wiesbaden 2011
11.- 13.02.2011
Öffnungszeiten:
Fr.- So. 10 – 18 Uhr
Rhein-Main-Hallen
Rheinstr. 20
Eingang Diana Brunnen
65185 Wiesbaden

Weiter Informationen finden Sie unter: www.veggieworld.de

(Inspiriert von Albert Schweizer Stiftung)

Fleischlos glücklich

Kategorie: Genuss, Gesellschaft, Mensch & Tier am Montag, 24. Januar 2011 von Christine Reichmann2 Kommentare
Gesund und lecker!

Gesund und lecker!

Der Stern macht den Vegetarismus in der aktuellen Ausgabe zum Titelthema: „Fleischlos glücklich – warum es heute hip ist, vegetarisch zu essen“. Dieser Frage geht der Stern ausführlich (12 Seiten) nach. „Wir wissen doch längst alle, wie es zu Billigfleisch kommt: Schweine, die sich in der Enge gegenseitig die Schwänze abbeißen, Hähnchen, die an etwa 20 ihrer 32 Lebenstage Antibiotika verabreicht bekommen, … schlecht betäubte Schlachttiere, die beim Brühen und Zerteilen noch bei Bewusstsein sind. Wir brauchen keinen neuen Gammelfleisch-Skandal. Unser Fleisch ist ein Skandal“, lautet eine von vielen starken Passagen.

Eine Welt ohne Wurst

Geschichten übers Essen sind Geschichten über uns – über unsere Geschichte und unsere Werte.

Geschichten übers Essen sind Geschichten über uns – über unsere Geschichte und unsere Werte.

Auch der Spiegel widmet sich in der Ausgabe 3/2011 mit acht Seiten dem Thema „Eine Welt ohne Wurst“. Eine von vielen kraftvollen Passagen lautet: „… was das deutsche Tierschutzgesetz Zwei- und Vierbeinern zumutet: Ferkeln dürfen kurz nach der Geburt ohne Betäubung die Schwänze kupiert und die Eckzähne abgeschliffen werden. Rindern, Schafen und Ziegen werden, ebenfalls ohne Betäubung, die Hoden herausgerissen, damit ihr Fleisch besser schmeckt. … Wer ein Stück vom Schweinenacken grillt oder in einen knusprigen Hähnchenschenkel beißt, ist zweifellos ein Nutznießer dieser Grausamkeiten. Immer mehr Menschen möchten diese Schuld nicht auf sich laden und lehnen den Verzehr von Fleisch und Fisch ab“.

Lebe ich als Vegetarier wirklich gesünder?

Und auch die Bild-Zeitung leistet Aufklärungsarbeit, indem sie die Frage beantwortet: „Lebe ich als Vegetarier wirklich gesünder?“ Zusammen mit dem Dioxinskandal versetzt dieser Dreifachschlag der Printmedien die Fleischindustrie regelrecht in Panik. Aktuell werden daher Pläne entwickelt, ein sieben- bis achtstelliges Budget zur Verfügung zu stellen, um den Ruf des Schnitzels zu retten. Nachgedacht wird über eine Abgabe pro geschlachtetem Schwein in Höhe von 20 Cent, über die die millionenschwere Medienkampagne finanziert werden soll.

Im Stadion des FC St. Pauli tunken Fans vegetarische Buletten in den Senf.

Für Vegetarier und solche, die es werden wollen

Für Vegetarier und solche, die es werden wollen

Ein Lichtblick: „Fast überall, wo jüngere Leute zusammentreffen, ist die vegetarische Küche nicht weit: Im Berliner Stadtteil Steglitz gibt es seit dem Sommer die erste rein vegetarische Mensa Deutschlands, beim „Melt“-Festival in der Nähe von Dessau stieg die Zahl der Veggie-Imbissstände im Vergleich zum Vorjahr von zwei auf fünf. Und selbst beim Fußballpublikum haben die Vegetarier Pflöcke eingeschlagen: Im Stadtion des Bundesliga-Aufsteigers FC St. Pauli tunken manche Fans vegetarische Buletten in den Senf.“ (aus Der Spiegel 3/2011)

Buchempfehlungen zum Thema

Allen, denen unsere Tiere und unsere Umwelt am Herzen liegen, möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal das phantastische und erhellende Buch „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer, empfehlen. Eine Rezension zu diesem Titel finden Sie hier auf der Frohen Botschafterin. Und wer sich intensiver mit „vegetarische Ernährung“ beschäftigen möchte, findet dazu hilfreiche Informationen in dem Buch „Vegetarische Ernährung“ von Claus Leitzmann und Markus Keller.

(Inspiriert von der Albert-Schweitzer-Stiftung, www.albert-schweitzer-stiftung.de)


Den Fischen zuliebe

Kategorie: Gelesen, Genuss, Gesellschaft, Gesundheit, Kultur, Mensch & Tier am Sonntag, 31. Oktober 2010 von Christine Reichmann1 Kommentar
Geschichten übers Essen sind Geschichten über uns – über unsere Geschichte und unsere Werte.

Geschichten übers Essen sind Geschichten über uns – über unsere Geschichte und unsere Werte.

Bei mir kommen seit Anfang des Jahres weder Fleisch noch Fisch auf den Tisch. Aber alle, die auf Fisch nicht verzichten wollen, sollten meiner Meinung nach darauf achten, welchen Fisch sie essen, um Rücksicht auf das ökologische Gleichgewicht zu nehmen. Und das bedeutet, keine Fische zu essen, die durch Überfischung fast ausgestorben sind.

In einem Vergleich von handelsüblichen Fischarten haben 29 Sorten als bedenklich abgeschnitten. Das teilte die Umweltorganisation WWF mit. Zu den Sorten, die “empfehlenswert” sind, gehören laut WWF Hering, Seelachs aus dem Nordatlantik, Dorsch aus der Ostsee sowie Lachs und Forelle aus Bio-Zucht.

Rotbarsch, Dorade aus dem Mittelmeer, Pangasius und tropische Garnelen gehören nicht auf den Teller.

Denn vier Fünftel aller wirtschaftlich genutzten Fischbestände weltweit gelten zur Zeit als überfischt oder bis an die ökologisch vertretbare Grenze befischt.

Und wer mag und sich kundig machen will, verzichtet lieber ganz auf Fisch und sucht sich leckere pflanzliche Alternativen, mit denen man ebenfalls sehr gut und tatsächlich unbedenklich alle lebensnotwendigen Nährstoffe zu sich nehmen kann. Eine hilfreiche Lektüre zu diesem Thema ist der Titel “Vegetarische Ernährung” von Claus Leitzmann und Markus Keller.

Allen, denen unsere Tiere und unsere Umwelt am Herzen liegen, möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal das phantastische und erhellende Buch “Tiere essen” von Jonathan Safran Foer, empfehlen. Eine Rezension zu diesem Titel finden Sie hier auf der Frohen Botschafterin.

(Inspiriert von Kölner Stadt-Anzeiger Nr. 254)

Die Elefantenführer von Bangkok

Kategorie: Gesehen, Kultur, Mensch & Tier, Reisen am Mittwoch, 1. September 2010 von Christine ReichmannKommentieren Sie diesen Eintrag als Erster

Gestern habe ich im WDR Fernsehen eine tolle Reportage gesehen: “Thailands schweres Erbe: Die Elefantenführer von Bangkok”. Noch vor 15 Jahren arbeiteten mehr als 4.000 Elefanten und ihre Führer – die sogenannten Mahouts – in den Wäldern Thailands. Doch seitdem die thailändische Regierung den Kahlschlag der Wälder gestoppt hat, sind Elefanten und ihre Mahouts arbeitslos. So wie der 36jährige Elefantenführer Vicha Vilaithonqcam und seine Elefantendame Dern Pen. Beide zog es – wie viele andere von ihnen – in die großen Städte wie Bangkok. Hier verdingen sie sich als Touristenattraktion und verkaufen Bananen als Elefantenfutter oder bieten Ritte auf den Elefanten an.

Doch in Bangkok sind die Dickhäuter ein großes Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr. Zudem monieren Tierschützer, dass Abgase und der zum Teil glühend heiße Asphalt die Gesundheit der Elefanten stark beeinträchtigen. Ein neues Gesetz verbannt nun diese Mahouts und ihre Arbeitselefanten aus Bangkok. Wer trotzdem bleibt und erwischt wird, hat hohe Geldstrafen zu zahlen. Darüber hinaus droht die Zwangsdeportation der Dickhäuter in ein staatliches Elefantenlager im hohen Norden des Landes.

Das “Mahout and Elephant Project”

Mahout Vicha und sein Kollege Mon haben andere Pläne. Sie haben von dem “Mahout and Elephant Project” – einem privaten Elefantencamp in Pattaya gehört. Hier können zahlende Volontäre den Elefantenführerschein machen. Ein nachahmenswertes Projekt, das den Mahouts und ihren Elefanten eine gute Alternative zum Straßenleben bietet.

Ein Kamerateam des WDR begleitet die beiden Mahouts Vicha und Mon mit ihrer Elefantendame Dern Pen auf ihrem abenteuerlichen Weg von Bangkok in die Touristenmetropole Pattaya, in der die letzten Elefantenführer von Bangkok eine neue Heimat finden …

Der Beitrag ist absolut sehenswert und wird am Montag, 06. September 2010 zwischen 14.30 und 15.00 Uhr im WDR Fernsehen wiederholt.


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